Bei den Bezirksliga-Patienten aus Unna und Overberge heilten die Blessuren am Wochenende nur sehr spärlich ab. Der verstärkten HSC-Reserve fehlte gegen den FC Roj am Ende der Spielfluss.

von Dirk Berkemeyer

Kreis Unna

, 06.11.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der FCO unterlag zwar gegen Wethmar, wertete das aber als Erfolg nach den zweistelligen Pleiten der jüngeren Vergangenheit. Unna verzockte einen Vorsprung und musste sich letztlich gegen Sönnern mit einem wertlosen Remis zufriedengeben. In Holzwickede brachten die Oberliga-Verstärkungen nicht den gewünschten Effekt gegen starke Roj-Kicker.

Weiterhin positiv unterwegs sind die Verantwortlichen beim FC Overberge. Gegen die Westfalia aus Wethmar kassierte das Ligaschlusslicht zwar erneut eine 3:5-Niederlage. Erstens fiel diese nach den zweistelligen Pleiten zuvor diesmal aber eher knapp aus und zweitens zeigte das junge FCO-Team dabei erneut eine gute Moral. 0:2, 1:4 und 2:5 lagen die „Jungen Wilden“ von Burghard Bachmann zwischenzeitlich schon zurück und kamen mit Treffern danach immer noch wieder in die Partie. Was dem FCO in der jetzigen Situation fehlt, ist einfach mal ein „Dreier“. „Es war über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe, in den entscheidenden Momenten fehlt uns die Abgezocktheit“, bricht auch Bachmann nicht den Stab über seinen Jungs. „Am Sonntag in Eichlinghofen geht es wieder bei Null los, wir machen immer weiter.“ In der Tabelle stellt sich die Situation des FCO mittlerweile mehr als dramatisch dar, denn nach 13 Partien beträgt der Rückstand bereits neun Punkte auf die Union aus Lüdinghausen, die derzeit den ersten Nichtabstiegsplatz belegt.

Hochkarätig besetzte Bank

Unsanft mit 1:3 auf den Boden der Tatsachen wurde der Holzwickeder SC II im Heimspiel gegen Roj geholt. Trainer Olaf Pannewig hatte es bereits im Vorfeld der Partie geahnt, seine Truppe schlug die Warnungen aber augenscheinlich in den Wind. „Roj ist ein unbequemer Gegner, der in dieser Saison schon mehrere Ausrufezeichen gesetzt hat“, so Pannewig. Aber auch der HSC II war sich seiner Stärke offenbar bewusst. Zumal diesmal auch wieder Verstärkung aus dem Oberliga-Kader zur Verfügung stand. Daniel Seidel, Lukas Mertens, Kaniwar Uzun und Dominik Loos gehörten zur Startelf, dafür mussten solche Hochkaräter wie Lukas Rauße, Andy Heiß und Yannick Rosenbaum zunächst auf der Bank Platz nehmen. Durch die vielen Umstellungen war der Spielfluss der Gastgeber am Haarstrang aber auch merklich gehemmt. Roj nutzte das und zog in der zweiten Hälfte mit einem Doppelpack uneinholbar davon. Alles kein Beinbruch für den HSC II, denn in der Tabelle liegt die Truppe mit 20 Punkten weiterhin im oberen Mittelfeld. „Bei uns geht es in aller Ruhe weiter“, beschwichtigt auch Pannewig.

RW Unna besitzt zwei Punkte Rückstand

Zumindest halbwegs einverstanden, oder aber eben auch nicht, war Marc Schmitt, Trainer von RW Unna, mit dem 2:2 in der Bezirksliga (7) gegen den SC Sönnern. „Wenn ich von der Vorwoche ausgehe, dann muss ich natürlich einverstanden sein mit der Leistung“, so Schmitt. In der Tat hatte der Coach vor allem seine Führungsspieler nach dem 0:9 in Bönen in die Pflicht genommen. „Sie haben es verstanden und wirklich eine tolle Reaktion gezeigt“, merkte der Übungsleiter an. Bis zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung schien auch fast alles planmäßig zu laufen für die Rot-Weißen. Einziges Manko war einmal mehr die fatal schlechte Chancenverwertung. „Schon in der Halbzeit hätten wir mit drei oder vier Treffern vorne sein müssen“, ärgerte sich Schmitt. Danach kam es, wie es kommen musste: Mit den ersten nennenswerten Chancen schlug der Mitaufsteiger in der Schlussphase doppelt zu und entführte so noch einen schmeichelhaften Zähler vom Sportzentrum Süd. „Das ist dann wieder der Wermutstropfen der Geschichte. Deswegen bin ich auch hin- und hergerissen“, weiß Schmitt nicht, wie er das Remis final bewerten soll. In der Tabelle jedenfalls hilft der Punkt nicht weiter. Unna steht mit acht Zählern immer noch auf einem der Abstiegsränge. Hochdramatisch ist die Lage aber ebenfalls noch nicht, denn das rettende Ufer ist nur zwei Punkte entfernt. Dort liegt aktuell der FSC Rheda, den RWU in zwei Wochen zuhause vor die Flinte bekommt.

IG Bönen kann Sonntag die Führung übernehmen

Auch die Spitze rückt immer enger zusammen. Noch ist der SV Drensteinfurt das Maß aller Dinge, doch die IG Bönen kommt stetig näher heran. Nach vier Siegen aus den letzten fünf Spielen ist die Mannschaft aus dem Kreis Unna nur noch einen Zähler von der Tabellenführung entfernt. Das letzte Spiel gegen RW Mastholte gewann die IG Bönen souverän mit 3:0. Zwei Tore erzielte dabei Erkan Baslarli und eines Ercan Taymaz, der der IG Bönen in dieser Saison schon insgesamt 16 Treffer bescherte.

Der Tabellenführer SV Drensteinfurt ließ in den letzten Partien einige Punkte liegen. Zwei Unentschieden in Oestinghausen und Rheda ließen die Führung schrumpfen. Das letzte Spiel für die Drensteinfurter lief allerdings eher glücklich als souverän. Erst mit einem Treffer in der Nachspielzeit machte der Tabellenführer den Sieg klar.

Aufgrund der Tatsache, dass der SV Drensteinfurt an diesem Wochenende keine Partie bestreitet, ist es möglich, dass die IG Bönen an diesem Wochenende die Tabellenführung in der Bezirksliga übernimmt. Damit würden sie ihrem Ziel, dem Aufstieg in die Landesliga, einen Schritt näher kommen.

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