Vereine halten sich mit der Rückkehr in die Hallen zurück

dzSportpolitik

Der 30 Mai gilt eigentlich als Datum für die Rückkehr in die Sporthallen. Doch die Vereine halten sich sehr zurück, die Auflagen sind einfach zu hoch.

Kreis Unna

, 27.05.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die meisten Städte und Gemeinden haben den Zugang zu den Sporthallen bis zum 30. Mai ausgeschlossen. Dieses Datum ist nun fast erreicht und so ist doch eigentlich anzunehmen, dass die Vereine Schlange stehen, um die Erlaubnis für die Nutzung zu erhalten. Dem ist aber bei Weitem nicht so.

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Der SportService der Stadt Unna hat die Vereine sogar angeschrieben, weil bisher keine Anfragen vorlagen. „Die haben wohl alle darauf gewartet, dass wir auf sie zukommen“, sagt Markus Kampmann. Das hat die Stadt Unna nun auch gemacht, doch mit einer großen Resonanz ist eher nicht zu rechnen. Die strengen Hygienevorschriften halten viele einfach davon ab, in die Hallen zurückzukehren. Aus dem Konzept, das die Vereine vorlegen müssen, soll nämlich hervorgehen, „welche Vorkehrungen zur Hygiene und Reinigung nach jeder Trainingsgruppe vom Verein gewährleistet werden können“, so der Wortlaut der Mitteilung an die Vereine.

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„Es ist doch aber auch die Frage, wie viel Verantwortung kann ich auf die Vereine übertragen?“, so noch einmal Kampmann. Eine professionelle Reinigung der Sportstätten sei eher angebracht, doch dafür fehle es vor allem an den nötigen Kapazitäten. Zudem kommt die Frage auf, wer bezahlt das? „Das ist auch noch nicht geklärt“, meint Kampmann.

Heiko Rahn hat die Bergkamener Vereine angeschrieben.

Heiko Rahn hat die Bergkamener Vereine angeschrieben. © Neumann

Fast identisch stellt sich die Situation in Bergkamen da. Die drei dort ansässigen Tischtennisvereine haben dort schon ein brauchbares Konzept abgegeben, doch sonst gibt es nur wenige Nachfragen. Auch hier hat sich das Sportamt an die Vereine mit der Frage gewendet: Wer beabsichtigt, den Sport wieder aufzunehmen? „In Bergkamen haben wir 18 Hallen. Erst wenn ich die Meldungen vorliegen habe weiß ich, wie ich vorzugehen habe. Die meisten halten sich sehr bedeckt“, sagt Heiko Rahn vom Sportamt. Ein passendes Hygienekonzept, das von Sportart zu Sportart anders aussieht, sei Grundvoraussetzung für die Nutzung.

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„Bei uns sind bisher keine Anfragen eingegangen“, sagt Stefan Betzinger für die Stadt Fröndenberg. „Darüber sind wir auch nicht sehr unglücklich.“ Bis Anfang Juni sei aber eine Nutzung der Sporthalle an der Gesamtschule ohnehin nicht möglich, da dort Abi-Prüfungen laufen.

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Die Stadt Kamen hat die Sporthallen grundsätzlich schon zur Nutzung freigegeben. Auch hier natürlich nur unter Einhaltung der von den Fachverbänden vorgegeben Hygieneregeln. „Nur 15 von unseren 50 Vereinen nutzen die Hallen wieder“, sagt Kamens Pressesprecher Peter Büttner. Zusätzliche Kosten seitens der Stadt haben die Vereine nicht zu erwarten. Aktuell findet kein Schulsport statt, die Hallen werden durch einen Reinigungsdienst aber dennoch einmal täglich geputzt. „Die Kontaktflächen, die die Sportler und Sportleinnen nutzen, müssen von den Vereinen allerdings selbst desinfiziert werden“, so noch einmal Büttner.

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