Der Sportförderkreis Unna hat mit Martin Bick einen neuen Vorsitzenden, der neue Wege geht. Der will auch seine Kontakte als städtischer Wirtschaftsförderer nutzen.

Unna

, 24.01.2020, 11:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Förderkreis des Unnaer Sports hat seit einem halben Jahr einen neuen Vorsitzenden. Der städtische Wirtschaftsförder Martin Bick hat sich der Sache angenommen und engagiert sich in diesem Bereich. Als Schwimmer der SF Unna kennt der 54-Jährige die Szene bestens. Im Gespräch mit der Sportredaktion erklärte er seine Sicht auf den Sport in der Kreisstadt.

Sie sind der neue Vorsitzende des Sportförderkreises und der Stadtsportverband Unna sucht gerade einen Nachfolger für den Vorsitzenden Bodo Micheel. Ist es nicht sinnvoll, beides unter einem Dach zu vereinen?

Nein, so einfach ist das auch wieder nicht. Der Stadtsportverband ist eine Mitgliedsorganisation des Landessportbundes. Wir wiederum sind ein Förderverein, dessen Hauptaufgabe es ist, finanzielle Mittel für die Sportler zu sammeln. Der Stadtsportverband darf gar keine Spendengelder einsammeln.

Wann wird denn ein Sportler oder ein Verein aus Unna durch den Förderkreis unterstützt?

Wir setzen uns im Gremium regelmäßig zusammen und schauen, was möglich ist. Im Grunde unterstützen wir alle nennenswerten Sportler oder Veranstaltungen, die eine überragende Ausstrahlung über die Stadtgrenzen hinaus haben. Das Hochsprung-Meeting des TV Unna am Sonntag gehört beispielsweise dazu.

„Wir haben hier in Unna ein starkes Breitensportangebot.“
Martin Bick

Als hauptberuflicher Wirtschaftsförderer der Stadt Unna sitzen Sie ja dann an der richtigen Stelle, oder?

Ja, das ist ja die Idee. Eine gewisse Nähe ist vorhanden. Viele Vereine benötigen finanzielle Mittel, um Sport-Veranstaltungen überhaupt über die Bühne zu bekommen. Unterstützer sind dabei jederzeit willkommen und vor allem notwendig. Es ist meine Aufgabe, diese anzusprechen.

Wie beurteilen Sie den Sport in Unna?

Wir haben hier ein starkes Breitensportangebot. Heranwachsende Spitzensportler gehen aber leider in die großen Zentren im Ruhrgebiet, was aber durchaus nachzuvollziehen ist. Wir haben eine große Breitensportförderung, was sich jetzt auch beim Neujahrsempfang des Sports am 31. Januar zeigen wird. Auf der anderen Seite haben wir Geld, wie es beispielsweise der Fußball zeigt. Hier sind einige Vereine mit Sponsoren gut aufgestellt. Mitgliedsbeiträge alleine reichen eben nicht aus, um attraktiven Sport zu bieten und zu betreiben.

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Was sagen Sie einem Auswärtigen, wenn dieser fragt, warum es in Unna drei Sportlerehrungen gibt?

Das eine ist halt eine Privatveranstaltung. Dann gibt es da die Sport-Gala des Kreises Unna und dann die Sportlerehrung der Stadt Unna, in der nur Unnaer Sportler im Mittelpunkt stehen. Die beiden anderen Veranstaltungen sind auf den kreisweiten Sport ausgerichtet. Es wäre wenig sinnvoll, wenn die zusammengelegt werden. Ein Sportler aus dem Südkreis gehört nicht zur Ehrung der Stadt Unna. Alle drei Veranstaltungen sind zudem in der Kreisstadt, weil wir ja auch die größte und schönste Stadthalle haben.

Am kommenden Freitag steigt der Neujahrsempfang des Sports in der Stadthalle. Was ändert sich?

Wir werden die Ehrung kurz und knackig gestalten. Es gibt keine Theaterbestuhlung mehr, sondern im vorderen Bereich Tische und dahinter Stehtische. Zudem ist für eine laufende Bewirtung der Gäste gesorgt. Die Besucher werden ihre Stimmen zur Sportlerwahl gleich zu Beginn am Eingang abgeben. Einlass ist um 18.30 Uhr und - das ist ganz wichtig und ändert sich nicht: Der Eintritt ist nach wie vor frei.

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