TuS Niederaden steigt in die Kreisliga B ab

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Nur ein Tor fehlt SVE Heessen zum Aufstieg in die Bezirksliga. Die Folge: Der TuS Niederaden steigt in die B-Liga ab.

Niederaden

, 10.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Gegen die SG Massen zog der SVE Heessen erst in der Verlängerung den Kürzeren. Auch die zweite Chance auf den Aufstieg in die Bezirksliga wurde äußerst knapp verpasst. Beinahe hätte der Meister der Kreisliga A (1) das 2:6 aus dem Hinspiel gegen den FC Türk Sport Bielefeld am Sonntag gedreht, aber es sollte nicht sein: Es reichte vor rund 1000 Zuschauern „nur“ zu einem 3:0, ein Treffer fehlte damit zum Glück.

Bitter ist dies auch für den TuS Niederaden, denn der wird nun in der kommenden Saison in der Kreisliga B spielern. In der vorsorglich durchgeführten Relegation wurde zwar die Reserve der SG Bockum-Hövel mit 2:1 bezwungen, doch dieser Erfolg hätte nur dann zu einer weiteren Zukunft in der A-Liga geführt, wenn beide heimischen A-Liga-Meister, also die SG Massen und der SVE Heessen, in die Bezirksliga aufgestiegen wären.

Freistoß geht knapp vorbei

Knapper hätte es in Heessen nicht laufen können: Mit einer der letzten Aktionen des Relegations-Rückspiels verfehlte ein Freistoß Heessens sein Ziel nur um einige Zentimeter. Aber es wird noch schlimmer für den TuS. Im Hinspiel auf dem grenzwertigen Platz der Bielefelder, der zur Hälfte aus Asche und Naturrasen besteht, verschossen die Heessener einen Elfmeter.

„Die Chancen waren auf jeden Fall da“, sagte Niederadens Thomas Orfanidis nach Abpfiff und dem damit besiegelten Abstieg. Er verpasste die vergangenen zwei Wochen urlaubsbedingt. Bei seiner Abreise sah der TuS aus wie ein sicherer Absteiger, der sich allerdings im letzten Saisonspiel und in der Relegation doch noch die Restchance bewahrte. „Wir haben schon ein paar Wunder bewegt. Die Mannschaft bleibt zusammen, das zeugt von Moral“, so Orfanidis.

Team bleibt zusammen

Die Niederadener, die extra nach Hamm-Heessen gefahren waren, wunderten sich, wie Türk Sport das Hinspiel so klar gewinnen konnte, kamen die Bielefelder doch vor allem durch Fehler der Gastgeber zu Gelegenheiten. Die ersten TuS-Akteure schauen sogar schon nach vorne. „Wir konnten uns ja irgendwie drauf vorbereiten. Im Endeffekt ist es jetzt trotzdem bitter, vor allem wenn man das Hinspiel gesehen hat. Es ist scheiße, aber weiter geht‘s. Dann müssen wir halt die B-Liga rocken“, sagte etwa Axel Schulze Beckinghausen.

Unter die erste Enttäuschung der Elf von der Kreisstraße mischte sich schnell eine große Portion an Stolz. Stolz, es nach der katastrophalen Hinrunde mit nur vier Zählern überhaupt noch spannend bis zuletzt gemacht zu haben. „Wir haben noch alles rausgeholt, was möglich war. Wir hatten alle Hoffnungen“, sagte Robin Gastmeister, für den es wie Orfanidis der erste Abstieg seiner Laufbahn ist.

SVE: Cedric Packheiser - Marvin Böhme, Dominik Giffey, Benedikt Vogel - Tobias Ringk (88. Adrian Chojka), Julian Bergholz - Firat Isikli, Rouven Meschede (60. Malte Strickmann), Marvin Sachweh (53. Marvin Dartmann) - Kevin Messner, Tolga Köroglu

Trainer: Jürgen Welp

Schiedsrichter: Philipp Hagemann (BSV Roxel)

Tore: 1:0 Isikli (41.), 2:0 Giffey (71., FE), 3:0 Messner (75.)

Zuschauer: 1000

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