TuRa-Chef Siegmund: „Ich gehe lieber einmal diesen harten Weg“

dzSport-Lockdown:

Viele Vereinsvertreter stehen hinter dem Sport-Lockdown, der ab Montag bundesweit zur Eindämmung der Corona-Pandemie greift. Einige denken dabei auch an den Nachwuchs.

Kreis UNna

, 28.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, ab Montag (2. November) bundesweit einen Lockdown auch für den Sport auszusprechen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Die Sportredaktion hörte sich in den Vereinen um.

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Emre Aktas, Trainer des VfL Kamen: „Ich denke, wenn das Land den Lockdown vorgibt, dann ist das völlig akzeptabel. Alles ist nachholbar. Vielmehr störte mich zuvor der kreisweite Shutdown des Kreises Unna. Die Vereine hier im Kreis laufen nun hinterher. Und ich befürchte, dass der ein oder andere die Motivation und die Lust am Fußball verliert. Wir werden andere Kader sehen.“

Uli Neuhaus, Co-Trainer SV Bausenhagen: „Der Lockdown geht voll in Ordnung. Es gibt etwas Wichtigeres als Fußball - und das ist unser aller Gesundheit. Die Zahlen steigen halt und wir können es derzeit wohl nicht anders aufhalten. Ich habe dafür vollstes Verständnis.“

Lars Rohwer vom Holzwickeder SC kann nachvollziehen, dass auch der Sport in den Lockdown muss.

Lars Rohwer vom Holzwickeder SC kann nachvollziehen, dass auch der Sport in den Lockdown muss. © Neumann

Lars Rohwer, A-Junioren Holzwickeder SC: „Ich bin etwas zwiegespalten, weiß aber, dass es durchaus nachvollziehbar ist, dass der Sport in den Lockdown geht, wenn beispielsweise die Gastronomie dicht machen muss. Der Verband hat aber auch keinen Druck, wenn die Saison so oder so bei 50 Prozent der gespielten Begegnungen eine Wertung bekommt. Dafür werden auch wir weiter arbeiten.“

Daniel Krahn, Abteilungsleiter Königsborner SV: „Ich finde es vor allem gut, dass mit diesem Lockdown alle gleich behandelt werden, dass es eine gemeinsame Entscheidung ist. Wirtschaftlich trifft das unseren Verein wie viele andere, aber das akzeptieren wir zum Wohle der Gesundheit. Gleichzeitig möchte ich daran appellieren, Möglichkeiten zu finden, wie die Kinder und Jugendlichen wieder schnell auf die Sportplätze dürfen. Sie gehen in die Schule und wir sollten sie bei Laune halten.“

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Horst-Günter Siegmund, Vorsitzender FC TuRa Bergkamen: „Es ist die richtige Entscheidung. Ich gehe lieber einmal den harten Weg, als ständig dieses Hin und Her. Es ist besser, wenn alles einmal ruht. Dann werden wir sehen, wie es weitergeht. Es gibt viele Möglichkeiten - auch wenn es am Ende auf eine einfache Runde hinausläuft.“

Mats-Yannick Roth, Trainer des SuS Oberaden (Handball): „Die Phase des großen Bedauerns und des großen Frustes, länger als drei Monate eine ziemlich intensive Vorbereitung absolviert und eine zur Hälfte komplett neue Mannschaft aufgebaut zu haben, um dann nach einem Spiel wieder in die Corona-Zwangspause gehen zu müssen, habe ich glaube ich schon hinter mir. Es ist einfach eine sehr bedrückende Situation für uns alle, in der der Handball natürlich hinten anstehen muss.“

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