Die Oberliga-Handballerinnen des HC TuRa Bergkamen wollten unbedingt in die erste Runde des DHB-Pokals. Allerdings blieben sie bereits an der HVW-Hürde hängen.

von Harald Jansen

Bergkamen

, 14.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Zum zweiten Mal nach der Premiere im Vorjahr ermittelt der Handballverband Westfalen in einem Vierer-Turnier zwei Damenteams, die im September an der ersten Hauptrunde des DHB-Pokals teilnehmen werden. Nach 2013 und 2017 wollte sich der HC TuRa Bergkamen dieses Ticket zum dritten Male sichern. Doch wenn im Sommer die erste Hauptrunde im DHB-Pokal ausgelost wird, befinden sich die Lose der beiden favorisierten Teams des TVE Netphen und der Ibbenbürener Spielvereinigung im Topf, Bergkamen hat es diesmal nicht geschafft.

Die Entscheidung war bereits nach vier Spielen gefallen, da sowohl der HCT und die gastgebende HSG EURo jeweils gegen Ibbenbüren und Netphen verloren hatten. „Die Favoriten haben sich durchgesetzt. Für eine Überraschung hätten wir mehr investieren müssen“, bemerkte TuRa-Trainer Ingo Wagner zum Abschneiden seines Teams.

Bergkamen – Netphen 12:19.

Im ersten Spiel des Endturnieres musste das Team von Trainer Ingo Wagner gleich gegen den favorisierten Drittligisten aus dem Siegerland antreten. Und in dem Spiel über zweimal 15 Minuten konnte Bergkamen bis zur 20. Minute die Partie ausgeglichen gestalten. Durch Sophia Jaworski und Romina Jackenkrol holte Bergkamen einen Drei-Tore-Rückstand auf und glich zum 9:9 aus. Doch dann blieb der HCT gut fünf Minuten ohne eigenen Torerfolg und Netphen setzte sich auf 13:9 ab. „Vanessa Rohlf hat sich verletzt und konnte danach im Turnier nicht mehr eingesetzt werden. Das hat zu einem Bruch im Spiel geführt. Wir haben zu viele Fehler gemacht und einige Bälle verworfen. Die Deckung stand auch nicht sicher“, so Wagner, der für das Final-Four-Turnier auf seine Abwehrchefin Silja Mende-Kamps verzichten musste.

Ibbenbüren – Bergkamen 16:12

. Auch gegen den Ligakontrahenten aus dem Tecklenburger Land, den man im Januar in eigener Halle noch klar mit 26:17 bezwingen konnte, gab es für die Wagner-Sieben eine Niederlage, die bereits das vorzeitige Aus im Pokal bedeutete. Erneut erlaubte sich Bergkamen eine fünfminütige Torflaute, die Ibbenbüren nutzte und sich von 4:4 auf 8:4 in Führung brachte. „Es war heute sehr kräftezehrend mit unseren noch zehn Spielerinnen. Zu viele Fehler im Angriff und Probleme in der Deckung zogen sich heute wie ein roter Faden durch das Turnier“, so Wagner.

HSG EURo – Bergkamen 9:15.

Im letzten Spiel des Final-Four-Turnieres ging es für die Oberliga-Damen um nicht mehr viel, da beide Teams nicht mehr einen der ersten beiden Plätze erreichen konnten. Wie bereits im Punktspiel der Oberliga, das Bergkamen Anfang März mit 29:21 für sich entschieden hatte, hatten die TuRa-Damen auch diesmal wieder die Nase vorn. Nach einem 2:2 in den Anfangsminuten stellte Bergkamen mit einem 7:0-Lauf schnell die Zeichen auf Sieg. Die Kräfte bei der HSG, die am Vorabend noch zu einem Nachholspiel der Oberliga bei ETSV Witten antreten mussten (19:20), ließen immer mehr nach. In den zweiten fünfzehn Minuten verwaltete Bergkamen den Vorsprung. „Das war ein souveräner Sieg zum Schluss. Es lief deutlich besser im Angriff“, so nochmal der TuRa-Trainer.

HC TuRa: Meier, Holz (3), Kullmann (1), Jaworski (8), Seehagen (2), Jackenkrol (4), Krogull (3), Axtmann (2), Rohlf, Brügger (5), Unger (11/7)

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