Meister TSC Kamen steht wieder ganz oben - pünktlich zur Herbstmeisterschaft. Jeder Ausrutscher wie der des KSC in Massen, wird derzeit in der Spitzengruppe von der Konkurrenz ausgenutzt.

von Ulrich Eckei

Kreis Unna

, 21.11.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Ein Wechselbad der Gefühle durchlebten die Fans des TSC Kamen. Zunächst waren die Hausherren gegen Wethmar dominant und lagen verdient mit 1:0 vorne. Doch fast mit dem Halbzeitpfiff und drei Minuten nach dem Wechsel drehte Wethmars Goalgetter Sören Dvorak den Spieß herum - 1:2. Danach übernahmen die Gastgeber, angetrieben vom überragenden Tutku Tekkanat, wieder das Kommando und siegten am Ende doch noch mit 3:2. „Wethmar war kämpferisch sehr stark und hat uns alles abverlangt“, fiel TSC-Trainer Tuncay Sönmez ein Stein vom Herzen. Einziger Wermutstropfen: Ahmet Keske, der in der 87. Minute eingewechselt wurde, sah drei Minuten später die Rote Karte. „Eine zu harte Entscheidung des Referees“, befand Sönmez, der in diesem Jahr noch gegen den TuS Niederaden und beim SV Langschede antreten muss.

Im Verfolgerduell setzte sich SG Massen völlig verdient mit 4:2 gegen den Kamener SC durch. „Die Rehabilitation für den schwachen Auftritt in Mühlhausen ist uns bestens gelungen. Insbesondere in den ersten 45 Minuten haben wir einen überragenden Auftritt hingelegt. Jetzt müssen wir sehen, dass wir zukünftig noch konstanter werden, wenn wir im Titelrennen mitreden wollen“, ärgert sich Massens Coach Marco Köhler immer noch ein wenig über die aus seiner Sicht völlig überflüssigen Niederlagen beim TuS Hemmerde und SSV Mühlhausen II. Mann des Tages war Philipp Kohlmann, der seinem Gegner gleich drei Treffer einschenkte.

„Glückwunsch an die SG Massen, denn das Team hat diese Begegnung eindeutig kontrolliert und verdient gewonnen. Wir haben uns zwar nach dem Wechsel ein Übergewicht erarbeitet, doch hochkarätige Chancen konnten wir leider nicht anbieten“, resümierte KSC-Geschäftsführer Bernd Schimanski. Am 2. Dezember gastiert der Kamener SC zum Derby beim VfL Kamen, diese Partie wird erst um 17.15 Uhr angepfiffen.

Die Torfabrik des BSV Heeren hat wieder einmal zugeschlagen. Nach dem 11:2-Kanetrsieg gegen den SV Frömern gab es nun ein 7:0 gegen den TuS Hemmerde. „Wir haben in der Anfangsphase etwas Glück gehabt, denn in dieser Phase hat uns Torhüter Pierre Goldhahn mit zwei Glanzparaden vor Gegentoren bewahrt. Doch danach waren wir vor allen Dingen im ersten Durchgang sehr effektiv und haben aus fünf Chancen vier Tore erzielt“, freute sich Heerens Trainer Sebastian Eckei, der Tim Kloeter und Tao Saenthamma schonte. Der BSV Heeren tritt bereits am morgigen Freitag gegen den Königsborner SV an.

TSC Kamen nutzt ganz dankbar den KSC-Ausrutscher

Der Königsborner SV sicherte sich gegen den SV Langschede drei wichtige Zähler. © art

„Der BSV verfügt über eine brutale Offensivqualität. Allerdings haben wir uns auch einige Möglichkeiten erarbeitet, die wir leider nicht nutzen konnten. Trotz dieser hohen Niederlage herrscht in unserer Mannschaft allerbeste Stimmung. Im letzten Heimspiel dieses Jahres geht es gegen den SSV Mühhausen II, da werden wir wieder besser aussehen. Dann stehen uns auch wieder die beiden Abwehrrecken Ivan Stojanovic und Shakar Ghazikhani zur Verfügung“, blickt Georgios Kipreos vom TuS Hemmerde wieder nach vorne.

2:2 trennten sich der SuS Oberaden und der VfL Kamen. Während SuS-Trainer Birol Dereli wieder vielen vergebenen Chancen nachtrauerte, meinte VfL-Coach Emre Aktas: „Diese Partie hatte keinen Sieger und keine Zuschauer verdient. Es war eine grottenschlechte Begegnung. Das einzig Erfreuliche aus meiner Sicht war, dass Florian Gehrmann seinen ersten Saisontreffer erzielt hat.“

Nach fünf sieglosen Begegnungen hat der SV Bausenhagen mit dem 1:0 beim PSV Bork endlich wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. „Es war zwar noch nicht alles Gold was glänzt. Ich hoffe aber, dass uns dieser Sieg Selbstvertrauen für die restlichen Spiele beim Königsborner SV und gegen GS Cappenberg geben wird.

Eine tolle Reaktion zeigte der SV Frömern nach der 2:11-Schlappe beim BSV Heeren, denn gegen SSV Mühlhausen II feierte das Team einen völlig verdienten 3:1-Erfolg. „Die Mannschaft hat alles gegeben. Kompliment an die Spieler für diese Leistung“, freute sich Frömerns Trainer Adrian Ruzok, der Bestnoten an den zweifachen Torschützen Thomas Bartling verteilte.

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21.11.2018
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Königsborner SV - SV Langschede© art
Königsborner SV - SV Langschede© art
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SG Massen - Kamener SC© neumann
SG Massen - Kamener SC© neumann
SG Massen - Kamener SC© ne
SG Massen - Kamener SC© neumann
SG Massen - Kamener SC© neumann

Nicht zufrieden war dagegen Mühlhausens Übungsleiter Peter Rentsch: „Wir sind nicht konstant genug. Gegen das Spitzenteam aus Massen legen wir einen überragenden Auftritt hin, davon war in Frömern leider nichts zu sehen.“

Wichtige Punkte fuhr der Königsborner SV im Kellerderby gegen den SV Langschede ein. „Wir haben eine halbe Stunde gebraucht, um den Rhythmus finden. Doch dann hat meine Mannschaft mich absolut überzeugt“, jubelte KSV-Trainer Frank Griesdorn. Goalgetter Chikwuo Francis Dinyelu wurde mit einer Kopfverletzung nach Spielende ins Krankenhaus gebracht.

„Schade, dass wir keine Punkte entführen konnten. Wir haben es in der ersten Hälfte verpasst, für eine höhere Führung zu sorgen“. haderte Stefan Kortmann vom SV Langschede.

Trotz guter Vorstellung unterlag Schlusslicht TuS Niederaden bei GS Cappenberg in der Endphase noch mit 1:3. „Wenn Axel Schulze Beckinghausen in der 78. Minute den Elfmeter zum 2:2 verwandelt hätte, wäre zumindest ein Remis möglich gewesen“, meinte Niederadens Coach Amel Mesic, der nun mit seinen Schützlingen beim TSC Kamen und im Derby gegen den SuS Oberaden auflaufen muss.

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