Bisher sind 17 Spieltage in der Kreisliga A (2) absolviert, der TSC Kamen geht als verdienter Wintermeister in die wohlverdiente Pause. Hier ein Blick auf die Zwischenbilanz der Liga.

von Ulrich Eckei

Kreis Unna

, 21.12.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 4 min

TSC Kamen

Nach dem Titelgewinn in der vergangenen Saison und dem etwas unglücklich verpassten Aufstieg in die Bezirksliga hat der TSC Kamen von Beginn an gezeigt, dass mit der Mannschaft zu rechnen ist. Der TSC kassierte lediglich zwei Niederlagen, diese aber auf eigener Anlage gegen den Kamener SC und SG Massen. Den Grundstein für die Tabellenführung legte das Team auswärts, denn sämtliche acht Spiele wurden siegreich gestaltet. Mit nur 16 Gegentreffern stellt die Mannschaft die beste Abwehrreihe. Außerdem ist es dem TSC gelungen, verletzungsbedingte Ausfälle sehr gut zu kompensieren. Es wird schwer für die anderen Vereine, den TSC von der Spitzenposition zu verdrängen.

Kamener SC:

Der Aufsteiger spielt bisher eine tolle Saison und lag auch lange Zeit ganz vorne. Der KSC hat es geschafft, mit einer tollen Vorstellung im Derby beim TSC Kamen mit 3.0 zu triumphieren. Allerdings kassierte das Team auch unnötige Niederlagen gegen den SV Bausenhagen und beim Königsborner SV. Mit 53 erzielten Toren verfügt man über den zweitbesten Angriff der Liga. Erfreulich ist, dass es dem Verein gelungen ist, mit Tom Milder, Joe-Joel Schmid und Bilal Genc drei hochgeschriebene A-Juniorenspieler zu integrieren. Bei derzeit fünf Punkten Rückstand auf den TSC Kamen hat der KSC den Meistertitel noch längst nicht abgeschrieben.

TSC Kamen ist auch ein Meister der Defensive

Ahmet Kahya und Bernd Schimanski (hinten) legen aktuell mit Aufsteiger KSC eine starke Saison hin. © awa

SG Massen

Massen agierte in den Spitzenspielen beim TSC Kamen, gegen den Kamener SC und gegen den BSV Heeren hochkonzentriert und erreichte die Maximalausbeute von neun Zählern. Dagegen stehen aber nicht eingeplante Niederlagen beim TuS Hemmerde, in Mühlhausen und gegen den SuS Oberaden. Mit Lukas Klütz hat die SG kurz vor Ende dieses Jahres noch einen Neuzugang verpflichtet, der dem Team im Offensivbereich weiterhelfen wird. Sechs Punkte liegt Massen hinter dem TSC, der Meisterschaftszug ist auch für die SG noch nicht abgefahren.

BSV Heeren

Zielsetzung des Heerener Trainers Sebastian Eckei vor Saisonbeginn war eine Platzierung unter den ersten sechs Mannschaften. Das ist mit dem bisherigen vierten Tabellenplatz vollends gelungen. Leider hat der BSV im September eine absolute Durststrecke erlebt, denn gegen Cappenberg (1:3), beim TSC Kamen (1:7) und gegen den SuS Oberaden (1:9) hagelte es aufgrund großer Personalnot gleich drei Schlappen in Folge. Davon hat sich Heeren dann gut erholt. Mit 58 Toren stellt der BSV den gefährlichsten Angriff der Liga. In der Rückrunde empfängt das Team mit dem TSC Kamen, Kamener SC, VfL Kamen und SG Massen alle vier Spitzenteams im Stadion an der Heerener Straße. Die Meisterschaft ist bei einem Abstand von elf Zählern nicht mehr möglich.

GS Cappenberg

Cappenberg hat zu viele Punkte auf eigener Anlage abgegeben, um einen besseren Tabellenplatz zu schaffen. Auswärts fühlt sich das Team pudelwohl, denn mit 16 Zählern haben die Harder-Schützlinge die zweitmeisten Punkte eingefahren. Mehr als ein fünfter Tabellenplatz scheint aber nicht möglich zu sein.

VfL Kamen

Der VfL Kamen startete recht schwach und brauchte eine gewisse Zeit, um sich an das neue Umfeld zu gewöhnen. In den Kamener Derbys fuhr das Team in vier Begegnungen lediglich einen Zähler ein. Dazu kam eine lange Verletztenliste, sodass Trainer Emre Aktas immer wieder improvisieren musste. Wenn die Mannschaft im neuen Jahr 2019 von Verletzungspech und Platzverweisen verschont bleiben sollte, wird der VfL noch um Platz vier mitspielen können. Philipp Pötter vom FC Overberge stößt zum Team.

SSV Mühlhausen II

Die junge SSV-Mannschaft hat eine gute Serie gespielt. Hervorzuheben ist sicherlich der Heimsieg gegen SG Massen. Aber auch in vielen anderen Begegnungen erzielte der SSV gute Resultate. Aktuell rangiert man auf dem siebten Platz. Eine Platzierung, mit der der ehrgeizige Trainer Peter Rentsch sicherlich zufrieden ist.

SuS Oberaden

Der Aufsteiger sorgte in der Anfangsphase für viel Furore in der neuen Liga. So siegte man in Heeren mit 8:1 und konnte sich auch etwas überraschend mit 2:1 an der Massener Sonnenschule durchsetzen. Im weiteren Verlauf der Saison offenbarte das Team allerdings enorme Schwächen im Ausnutzen der sich bietenden Chancen. Hieran sollte in der Winterpause gearbeitet werden. Dann könnte die Mannschaft vielleicht noch um Platz sechs mitspielen.

SV Bausenhagen

Dem SV Bausenhagen fehlt es an Konstanz. Das Team ist gut in die Saison gestartet, setzte mit dem Auswärtssieg beim damaligen Tabellenführer Kamener SC ein dickes Ausrufezeichen. Auch gegen die anderen Spitzenteams TSC Kamen und SG Massen zog sich Bausenhagen sehr gut aus der Affäre und unterlag jeweils knapp mit 0:1. In den Derbys gegen Langschede, Frömern und Hemmerde gab es lediglich ein Remis. Überraschend ist, dass das Team auswärts mehr Punkte (13) geholt hat als auf der heimischen „Alm“ (11). Ab dem zehnten Spieltag erreichte das Team nur noch sechs Zähler.

Westfalia Wethmar II

Wethmar II hat einige überraschende Resultate erzielt. Das Team präsentiert mit Sören Dvorak (23 Treffer) den aktuellen Torjäger der Liga. Somit hat er mehr als die Hälfte sämtlicher Wethmarer Teffer erzielt. 44 Gegentore zeigen deutlich, wo die Mannschaft noch Schwachpunkte hat.

TuS Hemmerde

Der TuS wurde vor Beginn der Saison neu aufgestellt. Es gab viele Abgänge, einige Akteure spielen nur noch in der zweiten Mannschaft. Allerdings wurden zahlreiche Neuzugänge verpflichtet, die in dieses Team integriert werden mussten. Der Saisonbeginn verlief recht vielversprechend, so wurde mit SG Massen einer der Topfavoriten auf eigener Anlage besiegt. Zum Ende des Jahres verzeichnete der TuS aber eine schlechte Trainingsbeteiligung, sodass die Resultate nicht zufriedenstellend waren. Mit bisher erreichten 18 Punkten ist der Klassenerhalt allerdings noch längst nicht perfekt.

Königsborner SV

Auch beim KSV ist man mit dem aktuellen zwölften Rang nicht zufrieden. Die Mannschaft agierte recht unterschiedlich. So gab es gegen den damaligen Tabellenführer Kamener SC einen verdienten Heimsieg. Dagegen unterlag man beim Schlusslicht TuS Niederaden auf dem kleinen Aschenplatz mit 1:2. Das war der einzige Niederadener Erfolg in der laufenden Saison. 43 Gegentreffer sind auch recht viel. Zielsetzung sollte auch beim KSV eindeutig der Klassenerhalt sein.

TSC Kamen ist auch ein Meister der Defensive

Der SV Langschede muss weiter hart um den Ligaverbleib kämpfen. © Behrend

SV Frömern

Frömern war in der laufenden Saison oftmals von großem Verletzungspech geplagt. So fehlt bereits seit dem zweiten Spieltag mit Darius Ruzok einer der wichtigsten Stammkräfte. Coach Adrian Ruzok wird seine Trainertätigkeit beim SV Frömern zum Saisonende beenden, der Nachfolger steht noch nicht fest. Als Zielsetzung hat Ruzok einen einstelligen Tabellenplatz ausgemacht. Bei derzeit sechs Punkten Rückstand auf den Tabellenneunten ein schwieriges Unterfangen.

SV Langschede

Mit erreichten zwölf Zählern hat Langschede eine völlig verkorkste Saison hingelegt. Oftmals fehlte dem Team in vielen Spielen das Quäntchen Glück. Das Team ist wesentlich besser, als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt. Man spielt sich viele Chancen aus, die nicht genutzt werden. Im hinteren Bereich leistet sich die junge Mannschaft zu viele Fehler. Hieran muss in der Vorbereitungsphase zur Rückrunde gearbeitet werden, damit der Klassenerhalt geschafft werden kann.

PSV Bork

In der Saison 2016/2017 spielte Bork eine überragende Saison und wurde recht deutlich Meister in der Kreisliga A (2). Zahlreiche Abgänge nach dem verpassten Aufstieg sorgten dafür, dass das Team sich nun in den unteren Regionen der Tabelle aufhält. Mit 50 Gegentoren kassierte das Team neben dem TuS Niederaden die meisten Gegentreffer. Es wird schwierig für den PSV, die Klasse zu halten.

TuS Niederaden

Das gilt auch für den TuS Niederaden, der lediglich vier Punkte auf der Habenseite verzeichnen kann. Das Team leidet an einer absoluten Sturmschwäche, denn acht erzielte Treffer in siebzehn Begegnungen ist sehr wenig. Vor dem Saisonbeginn haben viele wichtige Stammkräfte den TuS verlassen, die nicht zu ersetzen sind. Trainer Amel Mesic hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben. Man darf gespannt sein, ob der Verein in der Pause noch Neuzugänge verpflichten wird.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Fußball-Kreisliga B:
Billmerichs Coach Ramaj enttäuscht: „Unser Spiel passte sich ein wenig dem Wetter an“