Trainingspause: Die fünf Kamener Vereine ziehen an einem Strang

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Der TSC Kamen, Kamener SC, VfL Kamen, SuS Kaiserau und der BSV Heeren haben sich in einer Besprechung darauf geeinigt, dass sie den Trainingsbetrieb nicht vor dem 31. Mai aufnehmen.

Kamen

, 14.05.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die fünf Kamener Fußballvereine ziehen wie angekündigt an einem Strang. Der TSC Kamen, Kamener SC, VfL Kamen, SuS Kaiserau und der BSV Heeren haben sich in einer Besprechung darauf geeinigt, dass sie den Trainingsbetrieb weder für die Senioren noch für den Nachwuchs vor dem 31. Mai aufnehmen. Möglich wäre dies nach einem Erlass der NRW-Landesregierung bereits gewesen. Doch: Die Auflagen für einen geordneten Ablauf auf den Sportplätzen, den Umkleidekabinen und dem Umfeld der Sportarenen sei einfach zu groß, um sofort wieder loszulegen, so der gemeinsame Beschluss.

Umfangreiche Hygienevorschriften

„Wir sehen uns organisatorisch momentan nicht in der Lage, die umfangreichen Hygienevorschriften, die derzeit gültig sind, umzusetzen“, sagt Oliver Bartosch, der für den Kamener SC an dieser Besprechung teilnahm.

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Zu den Fragen, auf die es aktuell keine befriedigenden Antworten gibt gehören zum Beispiel: Wer will die Verantwortung dafür übernehmen, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden? Was geschieht, wenn es eine Infektion gibt, die auf den Trainingsbetrieb zurückzuführen ist? Findet sich überhaupt im Verein eine Person, die als fester Ansprechpartner für die Umsetzung eines Hygienekonzeptes alle Vorschriften kontrolliert und den kompletten Verwaltungsaufwand stemmen kann?

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Eine bedeutende Rolle spielen natürlich die Übungsleiter selbst. Die müssen nicht nur darauf achten, dass der Abstand genau eingehalten wird. Sie müssen sich unter anderem auch davon überzeugen, dass ihre Schützlinge gesund sind. Schon bei den kleinsten Anzeichen müssen diejenigen, bei denen es daran Zweifel gibt, der Anlage verwiesen werden. „Unsere Trainer der Männer, Frauen und A-Junioren haben bereits gesagt, dass sie bei diesen Bedingungen nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagt BSV Heerens Vorsitzender Ulrich Eckei.

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Für alle fünf Kamener Vereine steht also fest, dass ein geregelter Trainingsbetrieb nicht klappen kann. Die Klubs haben vereinbart, sich am 30. Mai erneut zusammen zu setzen und dann die Situation neu zu bewerten. Bekanntlich soll dann wieder Kontaktsport möglich sein. Doch die Klub-Vertreter deuteten schon an, dass es auch dann nur einen Trainingsbetrieb geben kann, wenn die Vorschriften und die Anforderungen an die Vereine „gelockert“ werden.

Hoffen auf Verständnis

Die Vereinsvertreter hoffen, dass ihre Mitglieder für diese Entscheidung Verständnis zeigen. Man wisse, dass der Wunsch bei einigen Mitgliedern in den Klubs groß ist, wieder auf den Platz zurückzukehren. Doch derzeit ist es einfach (noch) nicht umsetzbar.

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Für überzogene Eile gibt es aber auch keinen Grund. Kaum jemand rechnet noch damit, dass die Saison 19/20 doch noch fortgesetzt wird. Frühestens nach den Sommerferien dürfte es mit dem Spielbetrieb weitergehen. Zeit genug, um abzuwarten, dass sich die Corona-Lage hoffentlich entspannt.

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