Trainer-Beben in der Bezirksliga: Hassani und Großkreutz wechseln innerhalb der Liga den Job

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Diese Nachricht bringt den Dortmunder Amateurfußball in Aufruhr. Reza Hassani und Kevin Großkreutz haben den Vorstand des VfL Kemminghausen informiert, dass sie den Klub sofort verlassen.

Dortmund

, 18.09.2019, 11:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dieser Wechsel kommt aus dem Nichts. Reza Hassani und Kevin Großkreutz waren beim VfL Kemminghausen nach dem Abstieg angetreten, um den Klub wieder in ruhige Fahrwasser zu führen und eine gute Rolle in der Bezirksliga mitzuspielen. Doch nach sechs Spieltagen ist Schluss für die beiden Trainer. Aus eigenem Antrieb.

Der alte Trainer hält den Wechsel für unmenschlich

Und der Grund ihres Aus ist ein Wechsel innerhalb der Liga. Ab Dienstag trainiert das Duo den Konkurrenten Türkspor Dortmund, der aktuell auf Rang eins der Gruppe steht. Der Aufsteiger ist mit fünf Siegen aus sechs Partien in die neue Spielzeit gestartet. Trotzdem hat der Klub Aufstiegs-Trainer Bülent Kara entlassen und Hassani und Großkreutz verpflichtet.

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„Wir wissen, dass dieser Schritt unpopulär ist. Wir gehen ihn trotzdem, weil wir glauben, mit Reza und Kevin unsere ambitionierten Ziele für die Zukunft besser verwirklichen zu können“, sagt Vorstandsmitglied Nejdet Akey. Er und sein Vorstandskollege Saban Akbal verstehen auch, dass Kara enttäuscht ist. Sie halten den Wechsel aber für richtig.

Bülent Kara steht unter Schock

„Ich stehe unter Schock und empfinde meine Entlassung als unmenschlich. Die Trennung hat bei mir eingeschlagen wie eine Bombe“ sagte Bülent Kara,

„es war gestern ein sehr emotionaler Abschied von der Mannschaft, einige Spieler waren echt traurig, ich wünsche der Mannschaft aber weiterhin alles Gute für den weiteren Saisonverlauf.“

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„Meine Entlassung ist für mich auch total unverständlich, innerhalb des Teams besteht ein toller Zusammenhalt, es war überhaupt keine Unruhe zu spüren“ führte der B-Lizenz-Inhaber Kara weiter aus.

Reza Hassani spricht von unpopulärer Entscheidung

Reza Hassani, weiß, dass seine Entscheidung unpopulär ist und es schwierige Wochen für ihn und Kevin Großkreutz werden, weil viele den Wechsel nicht nachvollziehen werden. „Für mich ist es wichtig zu sagen, dass es keine Entscheidung gegen den VfL Kemminghausen ist, sondern eine für meine sportlichen Ziele in der Zukunft. Türkspor ist sehr ambitioniert und möchte in der Zukunft richtig etwas bewegen“, sagt Hassani.

Er betont auch, dass er schon ein schlechtes Gewissen gegenüber dem VfL Kemminghausen und den Spielern habe. „Es sind Spieler geblieben, weil Kevin und ich trotz des Abstiegs auch geblieben sind. Jetzt gehen wir plötzlich. Wir haben die Spieler informiert und hoffen, dass ich Donnerstagabend den Jungs noch einmal meine Beweggründe persönlich rüberbringen kann und sie uns etwas verstehen“, sagt Hassani.

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