Der Trend, der sich im Vorfeld der Saison andeutete, scheint sich schon nach drei Spielen abzuzeichnen: Die lokalen Vertreter in den Bezirksligen werden mit dem Aufstieg nichts zu tun haben.

von Dirk Berkemeyer

Kreis Unna

, 29.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Zumindest zwei der drei Bezirksligisten könnten sich aber schnell und lange im Abstiegskampf wiederfinden. Während man in Overberge schon vor der Spielzeit den Kampf um den Klassenverbleib angenommen hat, hofft man bei Rot-Weiß Unna noch auf eine rasche Wende. Holzwickede II fährt indes in ruhigem Fahrwasser, hat aber ebenfalls noch „Luft nach oben“.

RWU geht schweren Zeiten entgegen

Drei Spiele, 2:12-Tore und null Punkte. Das ist die ernüchternde Zwischenbilanz von Rot-Weiß Unna in der Staffel 7 der Bezirksliga. Am letzten Sonntag ging das Team beim 0:5 in Westönnen erneut mächtig baden und hat damit den Fehlstart in die Saison endgültig besiegelt. Zu allem Überfluss haben die Rot-Weißen am kommenden Wochenende in der 17er-Liga auch noch spielfrei und werden somit auch weiterhin die Rote Laterne tragen. Auf der Suche nach Gründen für den schwachen Auftakt sieht das Trainergespann um Marc Schmitt und Tim Richter vor allem die angespannte Personalsituation. 14 Ausfälle hat Schmitt nach eigener Aussage zu beklagen, die dem Team noch deutlich mehr Qualität verleihen sollen, wenn sie denn zurückkommen. Bis dahin setzt RWU auf ein neues Spielsystem als Heilmittel. Die Sicherung der Defensive steht ab sofort im Vordergrund, „wir wollen dann selbst auch mal in Kontersituationen kommen“, erklärt Co-Trainer Richter. In Westönnen klappte das zuletzt maximal semioptimal, denn durch eigene Unzulänglichkeiten brachten sich die Gäste immer wieder selbst in Bedrängnis. „Da muss eben auch jeder unserer Spieler erkennen, dass in der Bezirksliga alle Fehler konsequent bestraft werden. Das war in der Kreisliga anders.“

FC Overberge verschläft erste Halbzeit

Ins gleiche Horn stößt Overberges Sportlicher Leiter Marc-Oliver Frey nach dem 1:3 in Sölde. „Es war die erste Halbzeit, die uns in dieser Partie ein besseres Resultat gekostet hat. Da haben wir viel zu viele Fehler gemacht.“ Erst der Anschlusstreffer von Sebastian Placzek brachte wenige Sekunden vor der Halbzeit nochmal neue Hoffnung für die junge Overberger Truppe. In der zweiten Hälfte zeigte das Team von Hans Bruch dann wieder die „Normalform“ aus dem Heimspiel gegen Lüdinghausen.

Leider spielte Sölde trotzt Overberger Überlegenheit in der Endphase seine Routine aus und knockte den Gast mit einem Konter in der Nachspielzeit endgültig aus. Nach zwei Spieltagen liegt die FCO-Truppe mit drei Zählern punktemäßig noch im Soll. Allerdings hat es schon die Aufgabe am kommenden Wochenende wieder in sich. Dann kommt mit dem TuS Bövinghausen zwar ein Aufsteiger an die Hansastraße. Im bisherigen Saisonverlauf pflügte der Liganeuling mit drei Siegen aber bereits furios durch die Liga und steht damit unangefochten an der Tabellenspitze.

Keine Konstanz im HSC-Kader

Die Stärke des Aufsteigers bekam in der zweiten Spielrunde auch bereits der Holzwickeder SC II auf eigener Anlage mit 0:2 deutlich zu spüren. Eigentlich wollte das Team von Olaf Pannewig am Wochenende in Mengede dafür Wiedergutmachung betreiben. Das klappte nur halbwegs, denn das 2:2 in der Dortmunder Vorstadt war nicht wirklich das, was man sich im Lager der Gäste gewünscht hatte. „Nach dem Spielverlauf zu urteilen müssen wir aber damit zufrieden sein“, erklärte Pannewig.

Erneut konnte der Trainer vier Spieler aus dem Oberliga-Kader einsetzen. „Auf der einen Seite ist das natürlich viel Qualität, die dazukommt“, freut sich Pannewig. Andererseits geht die personelle Fluktuation aber auch zulasten der Kontinuität, da sich keine Stammformation herausbilden kann. Die HSC-Abwehr bekam im dritten Spiel bereits zum dritten Mal ein neues Gesicht und auch auf der Sechser-Position stellte Pannewig bereits zum dritten Mal unterschiedlich auf. Dennoch war der HSC in Mengede zunächst spielbestimmend, scheiterte aber erneut an seinem Dauerproblem – dem Verwerten der sich bietenden Tor-Gelegenheiten. Mit vier Zählern nach drei Spielen sieht Pannewig seine Jungs aber noch im Plansoll. db

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