SV Langschedes Vorsitzender Marcus Gerke: „Desinfektion ist kein Hexenwerk“

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Der A-Kreisligist hat die Voraussetzungen für eine Rückkehr in den Trainingsbetrieb geschaffen. In der Corona-Pause wurde die Ruhrkampfbahn renoviert.

Langschede

, 19.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An einen Meisterschaftsbetrieb ist bei den Fußballern wegen der Corona-Krise noch lange nicht zu denken. Erst nach dem außerordentlichen Verbandstag des FLVW Anfang Juni wissen die heimischen Kicker, wie mit der unterbrochenen Spielzeit 19/20 verfahren wird. Doch seit einer Woche besteht die Möglichkeit, wieder auf dem Platz zu trainieren. Natürlich unter Einhaltung der bestehenden Hygieneauflagen. Der SV Langschede ist in seiner Ruhrkampfbahn auch schon wieder aktiv geworden. „Ehrlich gesagt war der Trainingsstart gar nicht so kompliziert“, sagt Vorsitzender Markus Gerke.

Vorsitzender Marcus Gerke ist froh, dass der Trainingsbetrieb wieder läuft.

Vorsitzender Marcus Gerke ist froh, dass der Trainingsbetrieb wieder läuft. © Jacobi

Wichtig sei vor allem die Desinfektion. „Und das ist kein Hexenwerk, auch die Kosten halten sich in Grenzen. Nach jeder Trainingseinheit beteiligen daran einige Helfer, der nötige Abstand wird dabei natürlich eingehalten“, so der SVL-Chef. „Wichtig ist, dass die Jungs sich wiedersehen und Spaß am Fußball haben“.

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Die Kabinen bleiben bei der Reinigung um Übrigen außen vor. Die Spieler reisen umgezogen an und betreten dann sofort den Platz. Nach den Übungseinheiten geht es direkt - ohne zu Duschen - nach Hause zurück.

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Beim SV Langschede haben nicht alle Teams den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Der läuft ohnehin auf freiwilliger Basis. „Aber die Erste, die A- und B-Jugend treffen sich für das, was unter den gegebenen Bedingungen möglich ist“, erklärt Gerke. Zuvor wurden die Mannschaften in Dienstags- und Donnerstagsgruppen aufgeteilt. So sei das vorgeschriebene Training in Kleingruppen eben leichter durchzuführen.

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Wie lange dieses Konzept beim SV Langschede so läuft, ist ungewiss. „Wir haben keinen konkreten Plan. Wir wissen ja auch noch gar nicht, wie und wann es weitergeht. Eventuell wird die nächste Saison kürzer als sonst üblich, weil wir deutlich später loslegen können“, meint Gerke.

Ein Dosierungsständer mit Hygienemittel wurde am Platz aufgebaut.

Ein Dosierungsständer mit Hygienemittel wurde am Platz aufgebaut. © SV Langschede

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Fröndenberg lief im Vorfeld der Trainingsfreigabe reibungslos. Der Verein hatte zuvor Hygieneregeln zusammengestellt, die alle Beteiligten einzuhalten haben, wenn sie aktiv sein wollen, und die auch in der Ruhrkampfbahn ausgehängt. Das galt im Übrigen auch für die Renovierung der Sportanlage, die der SV Langschede während der Corona-Pause durchgeführt hat. „In den letzten Wochen ist viel gearbeitet und geplant worden, die Senioren, die Alten Herren und auch die A-Jugend waren sehr aktiv. Wir konnten viele Dinge erreichen“, sagt Gerke.

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Die etwa 40 Helfer mussten sich dafür in Listen eintragen, in denen unter anderem die Art der Aufgabe aufgeführt war. So wurde die Tribüne gestrichen, die Werbebanden gesäubert, die Pommesbude ausgebessert und die Hecke geschnitten. Die Ruhrkampfbahn erstrahlt in neuem Glanz. Jetzt muss nur noch das runde Leder wieder rollen.

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