SuS Oberaden scheitert erneut an sich selbst

dzHandball

Es war wieder eines dieser Spiele, in der sich Oberliga-Aufsteiger SuS Oberaden über die 60 Minuten gesehen deutlich unter Wert verkauft hat. Gegen LIT wurde 18:34 verloren.

von Mats-Yannick Roth

Bergkamen

, 04.11.2018, 13:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

Oberliga: SuS Oberaden – LIT TRIBE GERMANIA 18:34 (9:15). Am Ende stand eine 18:34-Klatsche und die Erkenntnis, dass vor allem die Breite des Kaders den Ansprüchen der höchsten Spielklasse Westfalens nicht gerecht wird.

Ohne jeden Zweifel räumte SuS-Spielertrainer Alexandros Katsigiannis nach der Partie ein, dass die Niederlage „komplett verdient“ sei. Sein Team sei an einem Gegner gescheitert, der „einfach deutlich weniger Fehler macht und zielstrebiger spielt als wir“. Gleichzeitig ärgerte sich Katsigiannis sehr über die nicht genutzte Chance, dem Tabellenführer Paroli bieten zu können. Denn diese Chance war zweifelsohne da. Im ersten Durchgang spielte LIT TRIBE einigermaßen fehlerbehaftet im Angriff und leistete sich mehrere Ballverluste. Oberaden hatte auf der anderen Seite größte Möglichkeiten, mit eigenen Treffern in Führung zu gehen. Doch schon im ersten Durchgang wurden vier Siebenmeter nicht verwertet, weitere klare Einwurfchancen kamen hinzu. Außerdem scheiterte Oberaden im Angriff mit einem katastrophalen Überzahlspiel. Das Spiel mit dem siebten Feldspieler ging völlig nach hinten los. Anstatt geduldig zu spielen und auf gute Abschlussmöglichkeiten zu warten, produzierten die „Cobras“ einen Ballverlust nach dem nächsten. Die Gäste aus Nordhemmern trafen so insgesamt siebenmal ins verwaiste Oberadener Gehäuse.

Kurz nach der Pause brach SuS-Coach Katsigiannis diese taktische Variante ab, das Spiel war beim 11:21 zu diesem Zeitpunkt längst entschieden.

Katsigiannis meinte nach der Partie: „Mit der ersten Halbzeit bin ich gar nicht unzufrieden, da war es eine couragierte Leistung meiner Truppe. Was in der zweiten Halbzeit passiert ist, war natürlich einfach enttäuschend. Wir müssen jetzt sehen, dass wir uns für die bevorstehenden Spiele gegen die direkte Konkurrenz gut präparieren.“

SuS: Klepping, Makus – Lauber (5), Noe (1), Herold (3/1), Fehring, Wegelin, P. Stennei (2), Braach, B. Stennei (4), Holtmann (1), Roßfeldt, Wagner

Bester Spieler:keiner

Torfolge: 0:2, 3:6, 6:8, 8:11, 9:15 – 11:17, 12:21, 14:27, 17:29, 18:34

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