Landesliga-Aufsteiger SuS Kaiserau muss beim 2:0 gegen den SSV Mühlhausen-Uelzen bis in die Nachspielzeit bangen. Henri Böcker und Daniel Milcarek treffen, Robin Pfahl aber sieht „Rot“.

von Thorsten Teimann

Kamen

, 28.10.2018, 19:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Landesliga: SuS Kaiserau - SSV Mühlhausen 2:0 (1:0).

„Die Nummer eins im Kreis sind wir!“, skandierten die Fans vom „Pöbelberg“ nach Abpfiff des Landesliga-Derbys, während die Kaiserauer Mannschaft geschlossen davor auf dem Spielfeld tanzte. Mit 2:0 haben die Schwarz-Gelben das Duell gegen den SSV Mühlhausen für sich entschieden. Damit sind sie zumindest die kreisweite Nummer eins - in der Landesliga.

Von Beginn an qualmte es schon auf dem Platz, aber nur, weil vom Nachbargelände her bei winterlichen Temperaturen leichte Nebenschwaden über das Spielfeld wehten. Ansonsten wenig Feuer: Beide Mannschaften hatten sich in diesem ersten Derby seit Langem gut auf den Gegner vorbereitet.

Der weiterhin arg abstiegsbedrohte SSV Mühlhausen spielte gut mit, verzeichnete nach einer Viertelstunde schon drei Eckstöße und einen Lattenknaller durch Sascha Grasteit. Die Mühlhausener Pläne durchkreuzte allerdings rasch ein wieder stark aufspielender SuS-Angreifer Henri Böcker. Der nutzte einen SSV-Stellungsfehler aus und stürmte über links auf das Mühlhausener Gehäuse, um den Ball im langen Eck zur Führung zu versenken. Teamkollege Jan Niklas Vehring hätte nach einer Ecke auf 2:0 erhöhen können, aber auch der SSV hatte zwischenzeitlich den Ausgleich durch Justin Braun und Mustafa Akdeniz auf dem Fuß.

SuS Kaiserau siegt im Landesliga-Derby gegen den SSV Mühlhausen mit 2:0 (mit Videos)

Verfolgten das Landesliga-Derby von der Bank aus: (v.l.) Lundrim Aslani, der verletzte Spielführer Timo Milcarek, Patrick Gröne und Michael Nattkemper.Teimann © Teimann

Nach dem Seitenwechsel machte der Gast zunächst Druck. Ein Tor wäre dabei der Schuss von Maurits Kruse wert gewesen, der aus über 40 Metern Maß nahm und nur knapp das Ziel verfehlte. Da staunten die 350 Zuschauer nicht schlecht.

Der SuS Kaiserau blieb aber in einem nun hitziger werdenden Spiel gefährlich, hatte auch die besseren Chancen - vor allem durch Michael Seifert. Als SSV-Keeper Mesewinkel-Risse einen Ball abfing, gleich wieder abschlug und dabei Seifert in den Rücken schoss, sprang der Ball zurück in Richtung SSV-Netz. Der nächste Treffer lag in der Luft. Schiedsrichter Brotzki unterstellte Seifert aber Absicht, zeigte ihm Gelb.

Das erhitzte wiederum die SuS-Gemüter auf der Auswechselbank, worauf der Schiedsrichter-Assistent aktiv wurde. Nun musste Co-Trainer Juwig hinter die Bande. Ihm folgten gleich eine handvoll Kaiserauer Spieler, die allesamt nicht auf dem Spielbericht standen, aber auf der Bank saßen. Endlich Derby-Stimmung!

Und derbymäßig ging es in die Schlussphase: Kaiseraus Robin Pfahl wurde eingewechselt und erhielt nur zwei Minuten später die Rote Karte wegen Notbremse an Manuel Stiepermann. Mühlhausen zog aus der Überzahl aber keinen Vorteil. Dann kam Daniel Milcarek in der Nachspielzeit und - ja, er traf nur zwei Minuten später zum umjubelten 2:0-Endstand. Abpfiff. Der SuS Kaiserau ist nun Dritter, der SSV klebt weiter in der Abstiegszone.

SuS Kaiserau: Beßmann - Seifert (86. Pfahl), Steffen, Schuster, Diecks, Kropp, Böcker (90.+2 D. Milcarek), Behring, Hermann, Barry (67. Manka), Stender

SSV Mühlhausen: Mesewinkel-Risse - Hutmacher, Kruse, Schnee (46. Ernst), Grasteit (46. Hoffmann), Drees, Stiepermann, Pfeffer, Braun, Akdeniz, Radix

Tore: 1:0 (14.) Böcker, 2:0 (90.+4) D. Milcareck

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Pfahl (SuS, 88.) wegen Notbremse

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