SSV Mühlhausen wird vom Niederrhein aus „regiert“

dzFußball

Franz-Georg Huber ist SSV-Geschäftsführer, lebt aber seit sechs Jahren am Niederrhein. Heute feiert der BVB-Fan seinen 75. Geburtstag.

Mühlhausen

, 29.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Franz-Georg Huber, Geschäftsführer des SSV Mühlhausen-Uelzen, arbeitet im Homeoffice. Das hat aber weniger etwas mit Corona zu tun, als vielmehr mit seiner großen Liebe am Niederrhein.

In der Coronazeit hat Franz-Georg Huber wie all die anderen Geschäftsführer der Sportvereine etwas weniger zu tun. Es findet im Fußball kein Spielbetrieb statt, somit ist sein Aufwand eher gering. Dennoch sitzt der Wahl-Rheinländer, der am Samstag, 30. Mai, seinen 75. Geburtstag feiert, im Homeoffice. Nicht wegen Corona, sondern wegen seiner großen Liebe.

Jetzt lesen

Die heißt Doris und wohnt in Düsseldorf. Franz-Georg Huber ist seiner Lebensgefährtin vor sechs Jahren aus dem beschaulichen Mühlhausen in die Landeshauptstadt gefolgt. Regelmäßigen Kontakt zu seinem Verein hält er dennoch. Und auch seinen Posten als Geschäftsführer hat der Industriekaufmann nicht aufgegeben. Das Internet macht´s möglich.

Jetzt lesen

„Ich übernehme von Düsseldorf aus den sportlich-elektronischen Teil“, erklärt der Fußball-Fan, der neben dem SSV auch beim BVB mitfiebert. Das Meldewesen, das Beantragen der Übungsleiter-Pauschalen oder die Bestandserhebung der Spieler und Mitglieder zählen zu seinen Aufgaben. Nach Absprache mit dem Sportlichen Leiter Ralf Mäkler werden auch die Testspiele angesetzt und Schiedsrichter angefordert. Von Düsseldorf ist das alles möglich - ohne Probleme, aber auf der Datenautobahn.

Franz Huber (li.) hat auch die Turnierleitung bei den Unnaer Hallenfußball-Stadtmeisterschaften übernommen.

Franz Huber (li.) hat auch die Turnierleitung bei den Unnaer Hallenfußball-Stadtmeisterschaften übernommen. © Michael Neumann

„Ab und zu schlage ich aber auch mal in Unna auf. In der Coronazeit aber eher selten“, sagt Huber. Erst im Winter des vergangenen Jahres saß er in der Turnierleitung bei den Fußball-Stadtmeisterschaften in den Hellwegsporthallen. „Das habe ich ja jahrelang als Geschäftsführer des Stadtsportverbandes Unna gemacht, war also auch eine Selbstverständlichkeit für mich.“

Jetzt lesen

Bei den Meisterschaftsspielen seines Clubs in der Bezirksliga (8) sieht das schon anders aus. Die weite Anreise spart sich der Wahl-Rheinländer. „Es gibt ja Internet und das Handy des Vorsitzenden Heinrich Kampmann. Wir halten bei Spielen des SSV regelmäßig Kontakt“, erklärt er.

Dennoch ist es etwas anderes, aus der Ferne seinem Club mitzufiebern. „Mir fehlen die Gespräche auf dem Sportplatz. Da wird immer viel gefachsimpelt, dort erfährt man die Neuigkeiten aus dem Dorf“, weiß Franz-Georg Huber, was er an seinem Verein und die dörfliche Region am Hellweg hat. „Ich bin kein Großstadtmensch.“

Am 30. Mai feiert der in Unna bekannte Fußballfunktionär seinen 75. Geburtstag. Wenn dann Corona endlich einmal besiegt ist, hat er für den SSV Mühlhausen einen ganz pragmatischen Wunsch: „Die sollen ganz schnell wieder in die Landesliga aufsteigen. Dann bin ich bei den Auswärtsspielen im Ruhrgebiet wieder dabei. Es ist doch einfacher, von Düsseldorf um die Ecke 40 Kilometer nach Gelsenkirchen zu fahren, als gleich die ganzen 90 nach Mühlhausen.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Fußball
Fußball: Termin für Veröffentlichung der Staffeleinteilung in höheren Ligen steht fest