Die meisten Sporthallen im Kreis bleiben zunächst geschlossen

dzHallensport

Als die Nachricht kam, dass Vereinssporthallen geöffnet werden dürfen, haben einige schon ihre Sporttasche gepackt. Zu früh gefreut, denn fast alle Hallen bleiben zu.

12.05.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt nämlich im Kreisgebiet nur sehr wenige Sporthallen, die sich wirklich im Vereinsbesitz befinden. „Für die städtischen Schul- und Vereinssporthallen kann unter den aktuellen Bedingungen derzeit noch keine Öffnung erfolgen. Ich hoffe, dass im Laufe der Woche weitere Informationen folgen“, sagt Markus Kampmann vom SportService Unna.

Jetzt lesen

Auch Heiko Rahn vom Sportamt der Stadt Bergkamen musste die Euphorie bei vielen Hallensportlern bremsen: „Die Hallen sind noch nicht geöffnet und das bleibt auch bis mindestens dem 30. Mai so.“ Freiluftsportler wie etwa die Bogenschützen oder Tennisvereine dürfen in Bergkamen indes ihrem Hobby unter Einhaltung der Hygienevorschriften schon wieder nachgehen. Einen besonderen Weg gehen Nachwuchshandballer des TuS Overberge. Die trainieren kontaktfrei und ohne Wettkampfcharakter auf dem Rasenplatz neben der Sporthalle.

Jetzt lesen

Probleme bei der Nutzung öffentlicher Anlagen stellen sich gleich mehrfach. Zum einen werden Mehrfachsporthallen nicht nur von einem, sondern fast immer von mehreren Vereinen gleichzeitig genutzt. Die müssten sich im Vorfeld über ein einheitlichen Konzept einigen. Ob sie dann überhaupt in der Lage sind, die Hygienestandards nach jeder Übungsstunde einzuhalten, ist mehr als fraglich. Es müsste wohl ein professioneller Reinigungsdienst her, doch die sind rar gesät und: Wer soll die bezahlen? Ein weiteres Problem: Nach jeder Übungsstunde müssten die Hallen komplett geräumt und gereinigt werden. Das dauert und so würden ohne Zweifel einige Trainingseinheiten ausfallen, denn das Zeitfenster ist schon jetzt eher eng gestrickt.

Heiko Rahn von der Stadt Bergkamen bittet die Hallensportler um Geduld.

Heiko Rahn von der Stadt Bergkamen bittet die Hallensportler um Geduld. © Neumann

In Unna verfügt der TC GW Unna über eine eigene Halle und der hat beim SportService auch schon ein Konzept vorgelegt. „Denn, auch wenn dem Verein die Halle gehört, muss die Coronaschutzverordnung eingehalten werden“, erklärt Kampmann.

Jetzt lesen

Das gilt natürlich auch für alle anderen Städte und Gemeinden. In Fröndenberg wird die Gemeinschaftsgrundschule Dellwig ausschließlich vom TuS Jahn Dellwig genutzt. „Dieser Halle ist keiner Schule angeschlossen. Aktuell sind wir mit dem TuS Jahn Dellwig bezüglich einer Nutzung in Kontakt“, sagt Stefan Betzinger von der Stadt Fröndenberg.

Jetzt lesen

Fast alle Hallensportler müssen sich also noch mindestens bis zum 30. Mai gedulden. Ab da sollen auch Kontaktsportler wieder aktiv werden dürfen. Das würde natürlich nur Sinn machen, wenn gleichzeitig auch die Hygienevorschriften gelockert werden. Handball, Fußball oder sogar Boxen ohne Körperkontakt macht nicht wirklich sehr viel Sinn.

Die Stadt Kamen erlaubt Hallennutzung

Die Stadt Kamen gestattet den Vereinen die Hallennutzung.

Dafür müssen die aber ein Konzept vorlegen, das von den Vereinen selbst kontrolliert wird.

„Ja, wir geben die Hallen zur Nutzung frei. Bisher nutzen diese Möglichkeit aber nur sehr wenige Vereine. Sie wissen einfach nicht, wie sie die Auflagen einhalten sollen“, sagt Markus Höper vom Sportamt der Stadt Kamen.

Alle städtischen Sportgeräte in den Hallen dürfen auch in Kamen nicht genutzt werden.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Handball
Andreas Duda trainiert die Reserve des HC TuRa Bergkamen bereits mit ersten Neuzugängen
Hellweger Anzeiger Fußball
Jugend-Vizepräsident Bellinghoff warnt: „Kontaktfreies Training ist große Herausforderung“