Tabellenführer TSC Kamen fuhr mit dem 5:1 in Cappenberg den zehnten Saisonerfolg ein und verteidigte souverän die Spitzenposition. Aber auch die Verfolger siegten in ihren Heimspielen.

von Ulrich Eckei

Kreis Unna

, 24.10.2018, 10:13 Uhr / Lesedauer: 4 min

Eine Hälfte hatte der TSC enorme Probleme, denn die Hausherren legten furios los. So konnten sich die Sönmez-Schützlinge bei ihrem Torhüter Tuna Oeztürk bedanken, dass sie nach einer halben Stunde lediglich 0:1 zurücklagen. So parierte Oeztürk beim Stande von 0:1 sogar einen Elfmeter. Erst nach dem Doppelschlag kurz nach dem Wechsel lief es wieder top beim TSC. „Wir müssen im Derby gegen den Kamener SC von Beginn an hellwach sein, wenn wir gewinnen wollen. Eine derartige Vorstellung wie in den ersten 45 Minuten in Cappenberg darf uns nicht noch mal passieren“, meinte TSC-Vorsitzender Tuncay Sönmez. Sein Bruder Tuncay und Gültekin Ciftci kehren in dieser Woche aus dem Urlaub zurück und sind Sonntag an der Seitenlinie.

Alles auf eine Karte gesetzt

Schwerstarbeit musste der Tabellenzweite Kamener SC verrichten, um das Derby gegen den BSV Heeren mit 2:1 zu gewinnen. „Im ersten Durchgang haben wir lediglich eine Chance herausgearbeitet, da sich ansonsten beide Teams neutralisierten. Nach dem 1:0 mussten wir die Partie dann entscheiden. Zum Ende hat der Gegner alles auf eine Karte gesetzt, sodass es noch sehr spannend wurde“, bemerkte KSC-Geschäftsführer Bernd Schimanski. Trainer Ahmet Kaya wird Samstag aus dem Urlaub zurückkehren, für ihn stand Thorsten Lenz an der Linie.

Hiobsbotschaften für den BSV

Einige Hiosbotschaften musste Heerens Trainer Sebastian Eckei schon vor Spielbeginn verdauen. So meldete sich Goalgetter Arne Volkmer am Sonntagmorgen krankheitsbedingt ab. Felix Ernst agierte zuvor in der zweiten Mannschaft, verletzte sich dort und stand dann ebenfalls nicht auf dem Spielberichtsbogen. Während der Partie verletzte sich Noel Dobras noch so schwer, dass er in diesem Jahr wohl nicht mehr zur Verfügung stehen wird. „Trotzdem hätten wir einen Punkt mitnehmen können. Wir waren in der ersten Halbzeit zu zaghaft, nach dem Rückstand wurden wir dann mutiger. Schade, dass Tim Kloeter den Elfmeter nicht verwandelt hat“, so analysierte Eckei das Geschehen im Stadion an der Gutenbergstraße.

Einen guten Lauf verzeichnet aktuell SG Massen, denn gegen Langschede gab es einen deutlichen Heimsieg. „Wir wussten, wie Langschede agieren wird. Demzufolge haben wir uns ein wenig zurückgezogen und unsere Konterangriffe konsequent verwertet. Das war eine gute Mannschaftsleistung“, freute sich Massens Übungsleiter Marco Köhler und verteilte Bestnoten an Jonas Heinemann.

SV Langschede zu unkonzentriert

Für Langschede wird die Situation immer brenzliger. „Wir machen teilweise zu viele Fehler, weil wir in einigen Szenen unkonzentriert sind. Dazu kommt eine schlechte Ausnutzung der sich bietenden zahlreichen Möglichkeiten“, begründete Coach Stefan Kortmann die aus seiner Sicht zu hoch ausgefallen Niederlage. Am kommenden Sonntag gastiert der SV Frömern zum Derby an der Ruhrbrücke.

Ein Remis sahen die Zuschauer zwischen dem Königsborner SV und dem SuS Oberaden. „Man merkt schon, dass unsere gefährlichen Stürmer Dino Suljakovic und Serhat Yilmaz verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen. Demzufolge verwerten wir auch unsere zahlreichen Chancen nicht“, trauerte Oberadens Coach Birol Dereli zwei Punkten nach.

Aber auch KSV-Co-Trainer Salvatore Cafaro haderte mit dem Resultat: „In der Endphase haben wir Riesenchancen durch Oleg Sapozhnikov und Francis Dinyelu ausgelassen. Da war dann durchaus ein Sieg möglich.“

Kampfbetonte Partie

Eine kampfbetonte Partie mit einigen Nickeligkeiten sahen die Zuschauer am Mühlbach. „Wir hätten in der ersten Halbzeit unsere Chancen nutzen müssen, dann wären wir sicher als Sieger vom Feld gegangen“, haderte Bausenhagens Co-Trainer Ulli Neuhaus. Bastian Hoffmann zog sich eine Schienbeinverletzung zu und wird einige Wochen ausfallen. Lars Raffenberg beklagte eine Kieferverletzung, konnte aber am Dienstag schon wieder trainieren. Dazu kommt die Rote Karte für Enrico Gruda wegen Beleidigung des Gegenspielers.

Freude dagegen beim SSV Mühlhausen II nach diesem knappen 2:1-Erfolg: „Die Gäste haben den besseren Fußball gespielt, doch wir haben mit kämpferischen Tugenden dagegen gehalten“, meinte SSV-Trainer Peter Rentsch. Matchwinner war Marcel Böhme, der dem SVB beide Treffer einschenkte.

Problemlos setzte sich der VfL Kamen mit 5:0 beim Tabellenvorletzten PSV Bork durch. „Nur in den ersten 20 Minuten konnte der PSV mithalten. Dann haben wir ein schönes Kombinationsspiel aufgezogen und in regelmäßigen Abständen unsere Treffer erzielt“, war VfL-Coach Emre Aktas hochzufrieden. Marvin Hennig und Florian Gehrmann konnten in der letzten halben Stunde nach ihrer Verletzung Spielpraxis sammeln.

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Bilder vom 11. Spieltag der Fußball-Kreisliga A
24.10.2018
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Fußball Kreisliga A2
Kamener SC - BSV Heeren
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Leicht skeptisch dreinblickender TuRa-Coach Alex Berger

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Gekonnt legt Julian Blume (RWU II) den Ball mit dem Schienbein vorbei an Samuel Lambert (TuRa in Rot) vorbei

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Mittelfeld-Kopfballduell nach Torwart-Abschlag von Kevin Lüttecken (RWU II) zwischen Marvin Bremkes (RWU II) und Marco Scheurer (TuRa in Rot) Foto: Neumann© Neumann
Zweikampf am RWU Ii-Strafraum zwischen Johann Viktor Riedel (RWU II) gegen Elyesa Dumanli (TuRa in Rot)

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Benjamin Fröse (RWU II) wird bei seinem Sturmlauf verfolgt von Elyesa Dumanli (TuRa in Rot)

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Das Bein von Julian Blume (RWU II) ist nicht lang genug, denn Ferdi Civak (TuRa in Rot) schnappt sich den Ball

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Tanz um den Ball an der Mittelfeldlinie zwischen Daniel Fröse (RWU II) und Marco Scheurer (TuRa in Rot)

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Ferdi Civak (TuRa in Rot) wird an der Mittelfeldlinie von Marvin Bremkes (RWU II) "beackert"

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Ferit Keskin (RWU II) wird im Laufduell von Ferdi Civak (TuRa in Rot) verfolgt

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Überhaupt nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Frömerns Übungsleiter Adrian Ruzok. In der 62. Minute wechselte er gleich drei Spieler ein, um beim Stande von 1:1 neue Impulse zu setzen. „Das einzig Positive sind die drei Punkte, ansonsten haben wir wohl unser schlechtestes Saisonspiel absolviert“, so Ruzok nach dem 3:1-Erfolg gegen Schlusslicht TuS Niederaden.

Beide TuS Trainer im Einsatz

Beim TuS Hemmerde mussten gegen Westfalia Wethmar II Coach Georgios Kipreos und sein Co-Trainer Sotirios Makris das Trikot tragen. „Wir sind derzeit personell sehr schlecht aufgestellt. Trotzdem mussten wir am Ende die Partie gegen Wethmar II siegreich gestalten“, war Kipreos, der einen Elfmeter sicher verwandelte, mit dem Remis nicht einverstanden.

Elyessa Dumanli entscheidet Duell der Torjäger für sich

Weiterhin hervorragend präsentiert sich RW Unna II, denn auch gegen den FC TuRa Bergkamen gab es mit dem 3:3 ein tolles Ergebnis. „Schade, dass dem Gegner in der Nachspielzeit noch der Ausgleich gelungen ist. Trotzdem bin ich stolz auf die Mannschaft, denn die Spieler haben Bergkamen alles abverlangt“, befand RWU-Co-Trainer Lorenz Wagner, der den erkrankten Angelo Lo Giudice an der Seitenlinie vertrat.

Spitzenreiter TSC Kamen zieht souverän seine Kreise

TuRa-Trainer Alex Berger (li.) war mächtig sauer. © awa

Mächtig sauer war dagegen Bergkamens Übungsleiter Alexander Berger: „Wir hätten diese Begegnung in der ersten halben Stunde schon entscheiden müssen. Am Ende müssen wir dann froh sein, dass wir wenigstens noch einen Punkt mitgenommen haben.“ Im Übrigen war es eine Partie der beiden Goalgetter Marvin Bremkes und Elyessa Dumanli. Während Bremkes zweimal ins Schwarze traf, erzielte Dumanli sogar drei Treffer. Beide Akteure rangieren mit derzeit elf Treffern in der Torschützenliste ziemlich weit oben.

Obwohl die SpVg Bönen personell arg geschwächt war, reichte es zu einem 2:1 beim TSC Hamm. Dominik Sorge vertrat den urlaubenden Coach Hendrik Dördelmann und war mit diesem Resultat zufrieden. Am Sonntag gibt der Tabellenzweite SVE Heessen seine Visitenkarte am Rehbusch ab.

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