Bislang trifft er in jedem Testspiel für seinen neuen Club VfR Sölde. Der Weggang von Fabien Garando schmerzt dem Holzwickeder SC II. Dabei wollte der 21-Jährige gar nicht so richtig weg.

Kreis Unna

, 11.02.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich war er einer der Hoffnungsträger des Holzwickeder SC. Fabien Noel Garando stammt aus der eigenen Jugend, ist schnell und gewandt am Ball, gehörte zum erweiterten Kader des Fußball-Oberligisten und verdiente sich in der Reserve seine erste Sporen. Zum ganz großen Sprung in die Oberliga-Mannschaft wird es aber nicht mehr kommen - zumindest nicht beim HSC. Der 21-Jährige hat sich in der Winterpause dem Nachbarn VfR Sölde angeschlossen, der in den nächsten drei Jahres Großes bewirken will.

Warum sind Sie zum VfR Sölde gewechselt, in Holzwickede war die Chance doch größer, höher Fußball zu spielen?

Ich spiele seit den F-Junioren in Holzwickede und habe echt eine prima Zeit bei den Junioren gehabt. Mit Ortwin Scherff sind wir sogar bis in die >Landesliga aufgestiegen. Als ich dann zu den Senioren gewechselt bin, war das schon ein großer Sprung bis in die Westfalenliga. Ich war aber dabei und wir sind in die Oberliga aufgestiegen. Fortan war alles etwas schwieriger, zumal der Verein auch Spieler aus der A-Jugend-Bundesliga geholt hatte. Meine Chancen waren nur noch minimal. Ich gehörte zu fünf Spielern, die zunächst in die Reserve mussten. Das war zunächst in Ordnung. Ich wollte den Verein eigentlich nicht verlassen.

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Dazu ist es jetzt aber gekommen, warum?

Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen war die Trainingsbeteiligung zuletzt nicht immer gut. Dann bekamen wir zwar Unterstützung von oben, doch diese Spieler haben uns nicht wirklich weitergebracht. In einer zweiten Mannschaft ist das immer so eine Sache, es ist halt schwer. Das hat mich am Ende echt gestört, obwohl ich hier mit vielen Freunden zusammen Fußball spiele.

„Sölde hatte ich eigentlich gar nicht so auf dem Schirm.“
Fabien Noel Garando

Dann rief der VfR Sölde an und der Wechsel war perfekt!?

Ich habe nicht nur mit Sölde gesprochen, mehrere Vereine hatten Interesse. Ich aber wollte eigentlich beim HSC bleiben. Der Verein war über diese Gespräche auch informiert. Ich sage es mal so: Der VfR Sölde hatte das richtige Timing und mich angerufen, als ich mich wieder geärgert hatte. Das war nicht so geplant, denn Sölde hatte ich eigentlich gar nicht so auf dem Schirm.

Wieso also zum Nachbarn?

Der Trainer Marco Nagel hat es mir schmackhaft gemacht. Der Dortmunder Raum bietet einfach viel mehr Möglichkeiten mit seinen vielen Vereinen, die hochklassig spielen. Dann sind da die Hallen-Stadtmeisterschaften, ein echtes Spektakel. Auf der anderen Seite hatte ich es ja in Holzwickede versucht, hoch zu spielen. Da habe ich es aber nicht geschafft.

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Wie stellt sich die sportliche Situation in Sölde dar?

Der Verein möchte zum 100-jährigen Vereinsbestehen gerne in der Landesliga spielen. Dazu sollen künftig neben mir auch noch Andy Heiß und Dominik Loos beitragen. Die Mannschaft hat viel Potenzial, die Teamkollegen sind in Ordnung. Ich selbst habe bislang auch jedes Mal gespielt. Es läuft bei mir mit sechs Toren in fünf Testspielen.

Söldes neuer Torjäger Fabien Garando: „Ich wollte den HSC eigentlich nicht verlassen“

Fabien Joel Garando zählte zu den Stützen der HSC-Reserve. © Neumann

Das tut der HSC-Reserve richtig weh!?

Ich denke aber, dass der Holzwickeder SC II den Klassenerhalt schaffen wird. Die werden noch von oben Personal nachladen. Der Ligaerhalt ist das Hauptziel. Ich wünsche dem Team den maximalen Erfolg. Meine Entscheidung habe ich den Jungs erklärt. Die einen haben es akzeptiert, andere wiederum nicht. So ist das halt.

„Dann waren da einige wenig motivierte Spieler und eine schlechte Trainingsbeteiligung.“
Fabien Noel Garando

Wie erklären Sie sich das derzeitige HSC-Tief?

Wir waren zu Saisonbeginn eine echt junge Truppe, die Lehrgeld zahlen musste. Dann waren da einige wenig motivierte Spieler und eine schlechte Trainingsbeteiligung.

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Wo sehen Sie die erste Mannschaft künftig?

Die etabliert sich in der Oberliga Westfalen, kein Thema. Vielleicht ist in der Zukunft sogar noch mehr drin.

Wo sehen Sie sich dann?

Zunächst einmal beim VfR Sölde, mit dem ich das große Ziel erreichen will. Dann will jeder Fußballer auch mal höher spielen und woanders angreifen. Aktuell spiele ich aber nach wie vor für Sölde.

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