So schlugen sich die KSV-Handballerinnen beim großen BVB

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Nach vier Spielen weist Handball-Drittligist Königsborner SV die gute Bilanz von 5:3-Punkte auf. Beim BVB läuft es allerdings gar nicht nach Plan.

von Harald Jansen

Königsborn

, 20.10.2019, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

3. Liga, Damen: Borussia Dortmund II - Königsborner SV 33:23 (17:12). Nach zuletzt zwei Siegen bezogen die Damen des Drittligisten Königsborner SV im Nachbarschaftsduell bei der Reserve des Erstligisten Borussia Dortmund eine klare Niederlage. Mit nunmehr 5:5 Punkten belegt man aktuell Rang acht der Tabelle. Was aber wichtiger ist, der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt nach wie vor drei Punkte.

Vor gut 300 Zuschauern in der Sporthalle Wellinghofen, in der auch viele Königsborner ihr Team unterstützten, bestimmten die Dortmunderinnen sofort das Geschehen. BVB-Coach Tobias Fenske hatte im Tor die Niederländerin Yara ten Holte aufgeboten, die dem Erstligakader des BVB angehört. Und ten Holte zeigte gleich ihre Klasse. Zusammen mit einer kompakten BVB-Deckung wurde dem Königsborner Rückraum schnell die Gefahr genommen. Die letzte Woche noch überragende Maike Esterhaus kam beim KSV überhaupt nicht ins Spiel. Ein Fehlstart des KSV war die Folge und Trainer Kai Harbach nahm beim 4:0 sofort nach gut fünf Minuten eine Auszeit.

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Aber das Hauptproblem des heimischen Drittligisten lag eigentlich in der Defensive. Der Rückraum des BVB um Malina-Marie Michalzcek und Mariel Wulf, die am Ende zusammen 15 Treffer auf dem Konto hatten, konnten nach Belieben schalten und walten. Hinzu kam, dass auch Torhüterin Sarah Ebel keinen Zugriff auf das Spiel bekam. Nach knapp 20 Minuten wechselte KSV-Coach Kai Harbach daher die Torhüterin und Vanessa Seckelmann machte in der Folge ihre Sache zwischen den KSV-Pfosten gut. Harbach hatte in der Zwischenzeit auch Michalzcek und Wulf eine kurze Deckung verpasst, doch die übrigen BVB-Spielerinnen konnten ein uns andere Mal die KSV-Deckung mit einfachen spielerischen Mitteln aushebeln. So bleibt als Lichtblick neben Torhüterin Seckelmann die Einwechselung von Hanna Wrede in den letzten zwanzig Minuten. Die 19-jährige Rückraumspielerin traute sich einiges zu und traf dreimal ins BVB-Tor.
Königsborner SVEbel , Seckelmann , Liese , Webers (2) , Mastalerz (2) , Wrede (3) , Benden (5/1) , Prasch (2) , Pelz , Köppel (1) , Feldmann (2) , Bergmann (1) , Esterhaus (1) , Gerbe (4).

Beste Spielerin: Seckelmann , Wrede

Torfolge 4:0, 6:3, 14:10, 17:12 – 20:14, 21:17, 25:18, 27:21, 33:23

Trainerstimmen zum Spiel

Tobias Fenske, Trainer BVB II: „Wir freuen uns, das wir nach der Leistung in Blomberg (25:35-Niederlage) heute die richtige Antwort gegeben haben. Es war bei uns ein guter geschlossener Deckungsverband. Wir haben den Druck aus dem Königsborner Rückraum genommen. Mitte der ersten Halbzeit haben wir über den Kreis ein zwei Dinger zu viel kassiert. Das hat mich etwas geärgert. Unter dem Strich bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Mannschaft.

So schlugen sich die KSV-Handballerinnen beim großen BVB

KSV-Coach Kai Harbach war mit der Leistung seines Team nicht zufrieden. © Neumann

Kai Harbach, Trainer Königsborner SV: So sehr ich mich letzte Woche gefreut habe, so enttäuscht bin ich heute. Wir haben heute ohne Begeisterung gespielt und hatten zu viel Respekt vor der Torhüterin aus der ersten Liga. Es stand schnell 4:0 und da sind wir ständig hinterhergelaufen. Wir wussten in der Abwehr genau, das wir die nicht frei schießen lassen können. Und genau das haben die getan. Ich hatte nie das Gefühl, das wir hier gewinnen können. Verdiente Niederlage auch in der Höhe. Samstag gegen Mainz müssen wir Reaktion zeigen.

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