Das war aus Massener Sicht mehr als ärgerlich: Durch das 1:4 bei der SSV-Reserve läuft die Köhler-Truppe nunmehr sechs Zähler hinter der Musik her, die der KSC und der TSC Kamen anführen.

von Ulrich Eckei

Kreis Unna

, 15.11.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Nach dem tollen Auftritt gegen den BSV Heeren zeigte SG Massen am Mühlhausener Mühlbach wieder ein anderes Gesicht. „Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll. Es hat keiner meiner Spieler seine Normalform erreicht, die Niederlage geht völlig in Ordnung“, war Massens Trainer Marco Köhler ziemlich bedient.

Freude dagegen bei Peter Rentsch, Trainer des SSV Mühlhausen II: „Endlich haben wir mal gegen ein Team aus der Spitzengruppe gewonnen. Schon beim Kamener SC waren wir nah an einem Punktgewinn. Nun hat es geklappt. Der Sieg ist verdient, weil meine Spieler einen tollen Auftritt hingelegt haben.“ Mann des Tages war Pascalis Georgiadis, der dem Gegner gleich zwei Treffer einschenkte.

Mächtig ärgerlich war Emre Aktas vom VfL Kamen nach dem Schlusspfiff des Derbys gegen den TSC Kamen: „Wir haben einen tollen Auftritt im ersten Durchgang hingelegt. Allein Björn Scharfe hatte neben seinem Treffer noch vier weitere hochkarätige Möglichkeiten, um Treffer zu erzielen. Dazu gab es noch weitere dicke Chancen für Florian Gehrmann und Mark Ellerkmann. Diese Begegnung durften wir niemals verlieren.“ Bei einem Sieg hätte der VfL vielleicht noch in das Titelrennen eingreifen können. Doch so ist die schöne Serie von sechs unbesiegten Spielen beendet. Am Sonntag gastiert der VfL beim SuS Oberaden.

TSC-Keeper Tuna Öztürk glänzt im Derby

„Wir waren in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht auf dem Platz. Der Gegner hätte in dieser Phase schon für die Entscheidung sorgen können, doch unser Torhüter Tuna Oeztürk hat uns mit glänzenden Paraden im Spiel gehalten“, weiß TSC-Coach Tuncay Sönmez, bei wem sich die Mannschaft bedanken kann. „Ein Remis wäre sicherlich das gerechtere Resultat gewesen, doch diese drei Punkte nehmen wir natürlich sehr gerne mit“, so nochmals Sönmez, der neben seinem Keeper noch Yasin Yilmaz hervorhob.

Schwerstarbeit hatte auch der Tabellenführer Kamener SC gegen den SuS Oberaden zu verrichten, um am Ende einen knappen 2:1-Sieg über die Zeit zu retten. „Die ersten Halbzeit ging klar an uns, aber nach dem Wiederanpfiff waren wir nicht wiederzuerkennen. Da übernahm Oberaden eindeutig das Kommando und hätte auch einen Zähler mitnehmen können“, fielen KSC-Geschäftsführer Bernd Schimanski mehrere Steine vom Herzen. Am kommenden Spieltag gastiert der Spitzenreiter bei der SG Massen.

„Unsere Spieler haben sich wieder einmal hervorragend verkauft. Das war auch am vergangenen Sonntag beim TSC Kamen der Fall. Leider haben wir in beiden Begegnungen etwas Pech gehabt, sodass wir die Heimreise jeweils punktlos antreten mussten“, haderte Oberadens Co-Trainer Cengiz Kaz.

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Fußball am Wochenende

Der Fußball-Landesligist SuS Kaiserau verlor sein Match gegen den SV Sodingen mit 2:4. Der SuS Rünthe hingegen fügte dem VfK Weddinghofen in der Kreisliga B die erste Niederlage zu.
11.11.2018
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SuS Rünthe - VfK Weddinghofen 3:2
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SuS Kaiserau - Sodingen 2:4
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VfL Kamen - TSC Kamen 1:2
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Ein hitziges Derby sahen die Zuschauer auf der Bausenhagener Alm. Der TuS Hemmerde kassierte in der Endphase für Shaker Ghazikhani und Ivan Stojanovic gleich zwei Ampelkarten, schaffte aber trotz Unterzahl durch Mohammed Gencan in der 90. Minute noch den 2:2-Endstand. „Wir waren im spielerischen Bereich die deutlich bessere Mannschaft und hätten auch gewinnen müssen“, war Hemmerdes Trainer Georgios Kipreos mit der Punkteteilung nicht einverstanden.

„Bei uns haben zwar wichtige Stammkräfte gefehlt, trotzdem müssen wir in Überzahl cleverer auftreten. Dieser Gegentreffer in der Endphase war total überflüssig“, zeigte sich auch Bausenhagens Co-Trainer Uli Neuhaus nicht zufrieden.

Wichtige Punkte fuhr dagegen der SV Langschede im Kellerduell gegen den PSV Bork ein. „Meine Spieler waren von Beginn an hochmotiviert und haben auch in dieser Höhe völlig verdient gewonnen“, freute sich Langschedes Übungsleiter Stefan Kortmann nach dem 5:1-Erfolg. Matchwinner war der Ex-Borker Magnus Herter, der gegen seinen ehemaligen Verein gleich drei Treffer erzielte. „Jetzt müssen wir am Sonntag beim Königsborner SV nachlegen“, so nochmals Kortmann.

Tristesse beim Königsborner SV, denn beim Schlusslicht gab es eine nicht eingeplante 1:2-Niederlage. „Es war schwierig, auf diesem kleinen Aschenplatz ein vernünftiges Kombinationsspiel aufzuziehen. Ich verstehe auch nicht, warum wir dort spielen mussten, denn der Rasenplatz war in einem optimalen Zustand“, ärgerte sich KSV-Coach Frank Griesdorn, der aber auch mit dem Auftritt seiner Schützlinge nicht einverstanden war. Mit Dennis Heyna und Oleg Sapozhnikov mussten zwei wichtige Akteure ersetzt werden.

Sieg gibt TuS Niederaden Hoffnung

Jubel natürlich beim TuS Niederaden, denn endlich wurde der erste Saisonsieg eingefahren. „Das gibt wieder etwas Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf“, befand Niederadens Coach Amel Mesic. Die restlichen Aufgaben in diesem Jahr sind allerdings nicht von Pappe, denn der TuS gastiert noch bei GS Cappenberg und TSC Kamen. Auf eigener Anlage empfängt das Team dann noch den SuS Oberaden.

Bereits am Donnerstagabend fegte der BSV Heeren den SV Frömern mit 11:2 vom Platz. „Wir waren von Beginn an in blendender Spiellaune und haben schnell für eine klare Führung gesorgt“, freute sich Heerens Trainer Sebastian Eckei, der in den restlichen Begegnungen in diesem Jahr gegen Hemmerde, Königsborn und beim PSV Bork weiter punkten möchte. Heerens Co-Trainer Michael Mai beobachtete am Sonntag den nächsten Gegner TuS Hemmerde beim Derby in Bausenhagen. „Da steht uns eine schwere Aufgabe bevor“, so der Kurzkommentar von Mai.

„Heute lief nichts zusammen, wir sind einfach überrollt worden. Jetzt muss ich meine Spieler in dieser Woche wieder aufrichten, damit wir gegen den SSV Mühlhausen II einen besseren Tag erwischen“, bemerkte Frömerns Coach Adrian Ruzok.

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Der BSV Heeren führt in einem Testspiel mit 1:0 - doch dann geht dem Team die Puste aus

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