Schiedsrichter ziehen im Fall „Decker-Törö“ erste Konsequenzen

dzFußball

Der erneute Spielabbruch durch Daniel Decker-Törö ist derzeit auf allen Fußballplätzen ein Thema. Jetzt ziehen die heimischen Schiedsrichter erste Konsequenzen.

Kreis Unna

, 24.09.2019, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Telefon von Kreisschiedsrichter-Obmann Torsten Perschke steht in den letzten Tagen nicht still. Selbst in seinem Schweden-Urlaub zuletzt wurde der Hammer in der Angelegenheit „Decker-Törö“ mehrfach per Whats-App angetextet. Es folgten Telefonate mit Staffelleiter Horst Weischenberg und Christian Ritter (Vorsitzender des Kreis-Fußball-Ausschusses), die beide das Spiel verfolgt hatten. Das wohl wichtigste Gespräch führte er hingegen am Dienstag über eine Stunde lang mit eben Daniel Decker-Törö, der nach wie vor nach mehrmaligen Angeboten unserer Sportredaktion zu keinem Statement gegenüber unserer Redaktion bereit ist. „Er möchte nichts dazu sagen“, bestätigte Perschke am Dienstagabend.

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Dennoch: Der Boss der heimischen Schiedsrichter und Decker-Törö haben sich am Dienstag darauf geeinigt, dass der in der Diskussion stehende Unparteiische vorerst keine Spiele mehr leitet. „Daniel wird bis Anfang Oktober keine Spiele mehr leiten. Dann setzt sich der Schiedsrichter-Ausschuss zusammen und berät die weitere Vorgehensweise. Damit wollen wir ihn und uns Schiedsrichter schützen sowie vor allem Ruhe einkehren lassen“, erklärt er die „Zwangspause“.

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Decker-Törö sei in den vergangenen Monaten mehrfach beobachtet worden und es habe dabei unterschiedliche Ergebnisse gegeben. „Ich selbst habe ihn zuletzt bei einem B-Liga-Spiel in Hamm gesehen. Für die Klasse war das eine exzellente Leistung“, erklärte Perschke auch.

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Sein Schützling hingegen habe auch mit Blick auf die Berichterstattung festgestellt, dass er wohl in einigen Situationen nicht ganz optimale Entscheidungen getroffen habe. Er wolle aber laut Perschke auf jeden Fall weiterpfeifen. Zum Abbruchspiel in Unna hat der Unparteiische keinen Sonderbericht erstellt und es käme auch keiner mehr. „Wie Daniel mir im Gespräch erklärte, sei es ein über weite Strecken ruhiges Spiel gewesen. Erst in der Schlussphase sei es hektisch geworden. So geht das auch aus dem Beobachtungsbericht hervor“, sagt Torsten Perschke. Und weiter: „Daniel Decker-Törö ist kritikfähig und nimmt auch Kritik an. Es macht ihm auch keinen Spaß, dass er mit seinen Namen so in der Öffentlichkeit steht.“

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