Schiedsrichter machen sich fit für die Saison

Handball

In zwei Wochen beginnt die neue Saison. Nicht nur die Mannschaften bereiten sich derzeit intensiv auf die kommende Punktrunde vor. Auch die Schiedsrichter gehen nun ins „Trainingslager“.

Kreis Unna

24.08.2018 / Lesedauer: 3 min
Schiedsrichter machen sich fit für die Saison

trainer © krampe

In einem ganztägigen Lehrgang in Bergkamen werden die Schiedsrichter des Handballkreises Hellweg am Sonntag auf die neue Saison vorbereitet. Kreisschiedsrichterwart Peter Elias, sein Vertreter Carsten Umbescheidt und Lehrwart Ragulan Shrijeevaghan haben Workshops vorbereitet, um das Regelwerk und andere wichtige Regelungen und Informationen aufzufrischen.

Auf die Vereine kommt mit der neuen Saison eine weitere Herausforderung hinzu. Wurden die Spiele bei den Männern bisher einschließlich 1. Kreisklasse und beide Frauenklassen bereits mit dem elektronischen Spielbericht (ESB) abgewickelt, gilt in der kommenden der ESB für alle Klassen bis einschließlich E-Jugend. Konnte in vielen Klassen ein Zeitnehmer/Sekretär, in der Regel vom Heimverein, am Zeitnehmertisch das Spiel betreuen, sind jetzt beide Funktionen zwingend Bestandteil der Aufgaben. Derzeit fragen die Staffelleiter bei den Vereinen und Mannschaften ab, ob die Heimvereine beide Funktionen übernehmen und dafür auswärts niemand tätig werden muss oder ob sich Vereine die Aufgabe teilen.

Auch im Handballkreis Hellweg erfüllen nicht alle Vereine das Schiedsrichtersoll. Künftig müssen sie sich zusätzlich mit einer neuen Regelung befassen. Der Handballverband Westfalen hat Ende Juni eine neue Schiedsrichterordnung, die ab 1. Juli gültig ist, verabschiedet. Für alle Mannschaften im Spielbetrieb des Handballverbandes Westfalen oder höher müssen zwei Schiedsrichter gestellt werden. Das gilt auch für die Frauen-Bezirksliga und der Bezirks- und Kreisliga bei den Männern. Für alle Klassen darunter und was neu ist, auch für die Jugendmannschaften von A bis C, muss ein Schiedsrichter gestellt werden.

Bisher waren die Jugendteams im Kreis Hellweg ausgeklammert, um die Jugendarbeit zu fördern. Dafür wurden die Seniorenteams mit dem 1,5-fachen Soll belegt. Die sogenannten Zählschiedsrichter, Mitarbeiter in den verschiedenen Verbands- und Kreisebenen, werden nicht mehr zum Schiedsrichtersoll gezählt. Das gilt auch für Beobachter oder DHB-Zeitnehmer/Sekretäre. Auf jeden Fall müssen die Vereine mehr Schiedsrichter stellen. Jeder Schiedsrichter muss 14 Spiele leiten, um mit 1,0 gezählt zu werden.

Wenn ein Verein drei Jahre in Folge beim Schiedsrichtersoll unter 70 Prozent bleibt, drohen der am höchsten spielenden Mannschaft bis maximal Oberliga Punktabzüge bis zu acht Punkten. Spielen Frauen und Männer in der gleichen Liga, droht den Männern der Punktabzug. Der Kreisvorstand Hellweg will sich noch beraten. Beim Thema Geldstrafen für fehlende Schiedsrichter bleiben die Regelungen erst einmal bestehen.

Mit einer praktischen Lehrprobe, die von Dirk Block vom Lehrstab des Handballverbandes Westfalen geprüft wurde, endete in der Römerberg-Sporthalle Oberaden ein C-Lizenzlehrgang. In 120 Lehrgangseinheiten vermittelte Kreislehrwart Ragulan Srijeevaghan, der von einigen Mitarbeitern des Verbandes unterstützt wurde, den Teilnehmern die Lehrgangsinhalte. Dazu gehörten auch eine Regelkunde und das Rahmenkonzept des DHB und HV Westfalen.

Die Teilnehmer des Lehrgang: Simon Berg (HSC Haltern-Sythen), Holger Schöße (TuRa Bergkamen), Anna-Sophia Träger (Handballkreis Hellweg), Sophie Sendermann, Christian Dahmen, Hannah Buschmann (TV Werne), Jens Toschläger (SGH Unna Massen), Nils Krause (TV Halingen), Felix Brockhoff (TV Gescher), Carsten Heinert (TuS E. Overberge), Peter Elias (Hellweg), Ina Woggesin (TV Brechten), Conrad Sosna (Soester TV), Birk Filusch (DJK Eintracht Hiltrup), Kamil Jagusch (VfL Kamen), Celina Prasch (Königsborner SV)

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