Trainer nehmen eine Vorbildfunktion ein. An ihnen orientieren sich auch die Spieler, weiß Schiedsrichter-Chef Torsten Perschke.

Kreis Unna

, 06.11.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dass Trainer von Außen versuchen, Einfluss auf den Schiedsrichter zu nehmen, ist nichts Neues. So war es schließlich auch im Dortmunder Bezirksliga-Spiel mit Schiedsrichter Julian Siepmann vom BSV Heeren. Aber Kreis-Schiedsrichter-Obmann Torsten Perschke weiß auch: „Eine Mannschaft ist meist das Spiegelbild ihres Trainers.“

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Der Hammer Schiedsrichter-Boss ist Wochenende für Wochenende als Schiedsrichter-Beobachter auf den Fußballplätzen des Kreises, aber auch bundesweit unterwegs. „Dabei drehe ich zunächst immer eine Runde um den gesamten Platz, um mir zunächst ein Bild vom Umfeld zu machen. Schon dabei kann ersichtlich sein, von wo Unruhe kommen könnte“, sagt der erfahrene Unparteiische.

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Dass nun auch Trainer Schiedsrichter angehen, sei an sich nichts Neues. Perschke: „Das hat es leider schon immer gegeben. Bei der Angelegenheit in Dortmund aber, verschlägt es selbst mir die Sprache.“

Der Trainer des TuS Hannibal war dabei aus dem Innenraum verwiesen worden und habe dies mit den Worten „Und ihr wundert euch, dass ihr Wochenende für Wochenende auf die Fresse bekommt“ in Richtung Schiedsrichter kommentiert. Das Sportgericht verhandelt den Fall nun.

Für Torsten Perschke ist klar, dass es soweit erst gar nicht kommen muss. „Der Trainer hat doch die Vorbildfunktion. Tritt der respektvoll auf, dann tun das auch seine Spieler und seine Mannschaft. Das gilt für den Senioren- und vor allem für den Juniorenbereich.“

Er appelliert zum wiederholten Male an die Fußballer, respektvoll mit dem Gegenspieler und dem Schiedsrichter umzugehen. „Nichts rechtfertigt solche Aussagen, wie sie in Dortmund gefallen sind. Das fördert nicht das Miteinander. “

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