Fußball-A-Kreisligist TSC Kamen muss im Spitzenspiel gegen den Königsborner SV (16. Februar) auf den nächsten Stammspieler verzichten. Der wurde jetzt für drei Monate gesperrt.

Kamen

, 02.02.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der TSC Kamen, Spitzenteam der Fußball-Kreisliga A (2), muss in der entscheidenden Phase der Saison nun auch noch auf seinen Spieler Deniz Akyol verzichten. Der Kicker hat sich beim Fußballturnier des SV Hilbeck nicht gerade sportlich-fair verhalten und wurde dafür durch das Sportgericht Unna/Hamm für gleich drei Monate gesperrt. Der TSC kann Akyol erst wieder am 30. März einsetzen.

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Nach Angaben von Michael Zahorodnyj, Vorsitzender des Sportgerichts Unna/Hamm, sei Akyol beim Turnier des SV Hilbeck durch seine rohe Spielweise aufgefallen, die ihm einen Platzverweis einbrachte. „Der Spieler hat dem Schiedsrichter in der Folge gedroht. Zudem wurde der Unparteiische durch den Fußballer auf türkisch obszön auf das Übelste beleidigt“, schüttelte Zahorodnyj nur noch mit dem Kopf. „Die Redensart wäre gängige deutsche Umgangssprache, meinte der Spieler tatsächlich mir gegenüber“, so der Vorsitzende des Sportgerichts weiter. „Dafür fehlt mir nun wirklich jegliches Verständnis. Ich werde auch in Zukunft darauf achten, dass solche obszönen Beleidigungen bestraft werden.“

Der Schiedsrichter des Turniers in Werl hatte den türkischen Wortlaut in den Spielbericht geschrieben. Für die Mitglieder des Sportgerichts war es schließlich ein Leichtes, die Beleidigung ins Deutsche zu übersetzen.

Für seine rüde Vorgehensweise im Spiel bei dem Hallenturnier erhielt der Kamener Kicker eine vierwöchige Sperre. Dazu addierten sich noch zwei Monate für die Bedrohung des Schiedsrichters.

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„In der Hallensaison blieb es diesmal überraschend ruhig“, erklärte der Chef des Sportgerichts in seinem Fazit. Drei Fälle hatte er bislang zu verhandeln. „Das hängt zum einen aber auch damit zusammen, dass zumindest im Hammer Raum nicht mehr so viele Turniere gespielt werden.“

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