SC Fröndenberg-Hohenheide spielt nie mehr auf der Asche an der Ruhr

dzFußball

Das war´s! Freude und Wehmut beim SC Fröndenberg-Hohenheide. Die Tage des Aschenplatzes in der Graf-Adolf-Kampfbahn sind gezählt. Die Asche werden die Kicker nie mehr betreten.

23.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Pal Delia, Vorsitzender des SC Fröndenberg-Hohenheide, hat aktuell doppelten Grund zur Freude. Zum einen hat sein Verein den Corona-Shutdown einigermaßen gut überstanden. In der Abbruch-Saison steigt der Sport-Club sogar als Drittplatzierter der C-Liga in die Kreisliga B auf. „Wir haben in der Winterpause in unserer Klasse noch weiter oben gestanden, sodass die Quotientenregelung griff und wir aufsteigen dürfen“, erklärt der 65-Jährige.

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Wann die Saison wieder aufgenommen wird, ist noch unklar. Ob es Oktober oder November wird, scheint in einer Hinsicht aber egal zu sein, denn: Die Kicker des SC Fröndenberg-Hohenheide werden kein Meisterschaftsspiel mehr auf der Asche des Graf-Adolf-Stadions austragen. Die Zeiten, in denen Aschenreste schmerzend an der wund geriebenen Haut klebten sind endgültig vorbei. Keine aufwirbelnden Staubwolken mehr, die im Hochsommer das Atmen erschwerten und bei denen so manch einem Spieler am Ende der Durchblick fehlte.

Sportpark Ruhr

Der Sportpark Ruhr (rechts) soll mit einem Kunstrasen versehen sein. © Privat

Denn: Noch in diesem Jahr sollen die ersten Arbeiten für den neuen Sportpark Ruhr beginnen. Fast 1,7 Millionen Euro fließen in die topmoderne Sportanlage mit Kunstrasenfläche an der Ruhr. Und wie der für seinen Verein stets engagierte Pal Delia bereits herausgefunden hat, sollen noch im Herbst diesen Jahres die ersten Arbeiten beginnen. Das wiederum heißt auch, dass auf der alten Asche im Stadion keine Partie mehr ausgetragen wird.

Suche nach Terminen auf Ausweichsportplätzen

Der SC Fröndenberg-Hohenheide ist aktuell damit beschäftigt, nun Trainingszeiten für seine Mannschaften auf den benachbarten Sportplätzen zu bekommen. Übergangslösungen werden mit dem SV Frömern und dem SV Langschede angestrebt. Dalia: „Unser Geschäftsführer Uwe Keyk ist damit beschäftigt, Trainingszeiten abzustimmen und auch Platztermine für die Aufnahme der neuen Saison zu bekommen. Wir sind für alles dankbar und halten uns selbstverständlich auch an die Corona-Schutzregeln.“

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Die Fröndenberger Jugendmannschaften sind hiervon nicht betroffen. Der SC Fröndenberg-Hohenheide bildet bekanntlich mit dem SV Bausenhagen die Jugend-Spielgemeinschaft Palz/Ruhr. Somit ist gewährleistet, dass das Training und die Spieler der neuen Saison oben auf der „Alm“ fortgesetzt werden können.

Größter Wunsch: Erstes Spiel im Sportpark Ruhr 2021

SC-Vorsitzender Pal Delia hofft indes, dass die Umbauarbeiten zügig über die Bühne gehen und der SC Fröndenberg-Hohenheide dann im nächsten Jahr - möglichst noch in der neuen Saison - sein erstes Spiel im Sportpark austragen kann.

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