Saisonfinale im Frühjahr wie in Bayern ist für FLVW kein Thema

dzFußball

Die heimischen Fußballer hoffen, schon bald richtig mit der Vorbereitung auf die Saison 20/21 beginnen zu können. In Bayern findet die erst gar nicht statt.

von Pascal Albert

Kreis Unna

, 07.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat die kommende Saison 2020/21 im Amateurbereich abgesagt. Die aktuell durch die Corona-Pandemie unterbrochene Spielzeit soll, so verkündete es der Verband, bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden.

Der Verband begründet seine Entscheidung mit einem zu straffen Terminplan, wenn die Saison irgendwann im September starten würde. Denn witterungsbedingt könne im bayerischen Raum „üblicherweise nur bis Mitte November“ gespielt werden. Somit würden nur maximal elf Wochenenden zur Verfügung stehen, wobei noch gar nicht sicher gesagt werden könne, ob im September wirklich wieder gespielt werden kann, schreibt der BFV.

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Daher haben sich die zuständigen Lösungs-Arbeitsgruppen, die aus BFV-Spielleitern und mehr als 30 Vereinsvertretern aller Spielklassen bestehen, dazu entschlossen, das Finale der Saison 2019/20 auf das Frühjahr 2021 zu verlegen und die Saison 2020/21 abzusagen. Das Saisonfinale im Erwachsenenbereich werde „in jedem Falle im Frühling 2021“ durchgeführt, heißt es vom Verband. „Allen Beteiligten war schnell klar, dass es die attraktivsten Spiele des Jahres nicht zur ungemütlichsten Jahreszeit geben kann“, erklärt Vizepräsidentin Silke Raml in der Pressemittelung.

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Die aktuelle Saison auf den kommenden Frühling zu verschieben und die Saison 2020/21 abzusagen, kommt für den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen hingegen nicht in Frage. „Nein, das ist aktuell keine Option“, sagte FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders am Samstagnachmittag auf Nachfrage dieser Redaktion. „Wir sind positiv gestimmt, dass im Herbst wieder gespielt werden kann“, erklärte er. Daher gebe es momentan keine Pläne, die Saison zu verschieben. Aller Voraussicht nach wird der Verbandstag des FLVW am 9. Juni beschließen, die Saison endgültig abzubrechen. Aufsteigen sollen dann sowohl die Herbstmeister aller Staffeln als auch die Tabellenführer nach Quotientenregelung (Punkte durch Spiele). Unklar ist jedoch noch, welche Mannschaften nachrücken dürfen, wenn weitere Plätze durch Mannschaftsrückzüge freiwerden. Zuletzt schloss Manfred Schnieders nicht aus, dass sogar Drittplatzierte aufgrund der Quotientenregelung.

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Eine Art Task-Force wie sie der BFV mit Vertretern des Verbandes und vieler Vereine ins Leben gerufen hat, gibt es beim FLVW derweil nicht, erzählte Schnieders. Dafür habe es aber mit Vertretern aller überkreislich spielenden Vereine Videokonferenzen gegeben. „Ob wir in der Form etwas machen, wenn es um die kommende Saison geht, müssen wir dann sehen“, sagte er über die Gründung einer solchen „Task-Force“.

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