Saisonabbruch: Ein Rechtsgutachten soll Klarheit bringen

dzFußball

Wenn das Rechtsgutachten aussagt, dass die Statuten es nicht zulassen, eine Spielzeit zu annullieren oder abzubrechen, muss der FLVW die Saison zu Ende zu bringen.

Kreis Unna

, 29.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) versucht, Transparenz zu schaffen. Nachdem zunächst eine Umfrage aller Vereine durchgeführt wurde, folgten wie angekündigt Videokonferenzen mit Vertreten der Landes-, Verbands- und Oberligisten. Zuletzt waren die Landesliga-Vertreter der Gruppen 3 und 4 an der Reihe. Gundolf Walaschewski, Reinhold Spohn, Thomas Berndsen und Manfred Schnieders standen Rede und Antwort.

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Dabei wurde deutlich, dass die Frage, wie es mit der Saison weitergeht, nicht in naher Zukunft komplett beantwortet werden kann. Erst im Juni sei damit aufgrund einzuhaltender Fristen zu rechnen, sagte FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski.

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Klar scheint indes, dass es bei einem Abbruch keinen vermehrten Aufstieg geben wird. Die FLVW-Verantwortlichen machten den Teilnehmern zudem klar, dass das Ende der Saison noch komplett ungewiss sei. Sie betonten zwar, dass eine Annullierung extrem unwahrscheinlich und eine Fortsetzung der Saison nicht gewünscht sei. Aber sie schlossen zum Beispiel nicht aus, dass die Saison fortgesetzt wird. Der Verband wartet weiter auf das in Auftrag gegebene Rechtsgutachten, das endlich Klarheit bringen soll, welche Auswahlmöglichkeiten es überhaupt gibt. Wenn das Rechtsgutachten aussagt, dass die Statuten es gar nicht zulassen, eine Spielzeit zu annullieren oder abzubrechen, bleibt dem FLVW gar nichts anderes übrig, als die Spielzeit zu Ende zu bringen, auch wenn die präferierte Variante ist, die Saison abzubrechen.

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Und ist das Rechtsgutachten endlich da, muss die Entscheidungen durch die langsamen Mühlen der Bürokratie. Erst müsste die Ständige Konferenz dem Vorschlag zustimmen und dann ein Verbandstag. Deshalb müssen sich alle Fußballvereine bis Juni noch gedulden.

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