Rückschlag für KSC im Aufstiegsrennen

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Die 1:5-Niederlage in Langschede wirft den Kamener SC zurück. Der Königsborner SV legt Protest gegen den Platzverweis gegen Francis Dinyelu ein.

von Ulrich Eckei

Kreis Unna

, 27.03.2019, 15:05 Uhr / Lesedauer: 3 min

Spitzenreiter TSC Kamen und SG Massen lösten ihre Aufgaben jeweils mit 3:0 gegen den SV Frömern und beim SuS Oberaden. Dagegen erhielt der Kamener SC beim 1:5 in Langschede einen derben Dämpfer im Titelrennen.

Den Grundstein für den klaren Heimerfolg legte der TSC Kamen in den ersten 23 Minuten, denn zu diesem Zeitpunkt führte das Team durch einen Doppelpack von Kaya mit 2:0. „Danach haben wir eine katastrophale Leistung hingelegt, es lief nicht mehr viel zusammen. Demzufolge kann man nur mit den drei Punkten zufrieden sein“, befand TSC-Coach Tuncay Sönmez, der dann auch noch die Rote Karte für seinen Goalgetter Engin Duman mitansehen musste.

„Leider haben wir bei unserem Nachholspiel in Königsborn zu viele Körner gelassen, ansonsten wäre beim Topteam der Liga durchaus etwas möglich gewesen“, beklagte Adrian Ruzok vom SV Frömern, dessen Ersatztorhüter Schydlo aufgrund der großen Personalnot im Feld eingesetzt wurde.

Schwere Auswärtshürde

„Wir sind froh, dass wir die schwere Auswärtshürde am Oberadener Römerberg ziemlich souverän genommen haben. Wir haben im Defensivbereich sehr wenig zugelassen und sind nur recht selten in Gefahr geraten“, freute sich Marco Köhler von der SG Massen, der Bestnoten an Kohlmann und Rouven Spielfeld verteilte. Duve wurde verletzungsbedingt bereits nach 30 Minuten ausgewechselt. „Ich hoffe, dass er nicht so lange ausfallen wird“, so nochmals Köhler.

„Der Gegner war heute zu clever für uns. Wir haben kaum Chancen herausgearbeitet, demzufolge geht die Niederlage in Ordnung“, bemerkte der Trainer des SuS Oberaden, Birol Dereli, der Kusch aus seinem Team heraushob.

Recht deutlich mit 1:5 geriet der Kamener SC an der Langscheder Ruhrbrücke unter die Räder. „Wir waren bis auf die letzte Viertelstunde deutlich überlegen, konnten aber viele hochkarätige Möglichkeiten nicht verwerten. Der Gegner stand sehr defensiv und hat uns klassisch ausgekontert. Jetzt müssen wir sehen, dass wir die nächsten Begegnungen siegreich gestalten, ansonsten ist der Meisterschaftsszug recht bald ohne uns abgefahren“, setzt KSC-Trainer Thorsten Lenz seine Schützlinge mächtig unter Druck.

Riesenfreude herrschte dagegen beim SV Langschede, denn die Mannschaft errang den fünften Sieg in Folge. „Wir haben die sich bietenden Chancen hervorragend ausgenutzt. Dazu kommt eine tolle Leistung unseres Torhüters Folcz, der uns mit glänzenden Paraden vor weiteren Gegentoren bewahrt hat“, jubelte Langschedes Coach Stefan Kortmann.

Lange BSV-Verletztenliste

„Es ist schon erstaunlich, dass wir uns trotz der großen Verletztenliste so deutlich am Cappenberger See durchgesetzt haben“, war Sebastian Eckei (BSV Heeren) sehr stolz auf seine Spieler. Mit Matthias Böcker, der nach 70 Minuten verletzungsbedingt vom Feld ging, wird in den kommenden Wochen wohl ein weiterer Spieler ausfallen. Mann des Tages war Herbort, der nicht nur ein Riesenlaufpensum absolvierte, sondern Westfalia gleich vier Treffer einschenkte.

Nach der unglücklichen 2:3-Niederlage im Nachholspiel gegen den SV Frömern landete der Königsborner SV einen deutlichen 3:0-Sieg gegen PSV Bork und hat sich somit endgültig aus dem Tabellenkeller verabschiedet. „Wir haben diese Partie über 90 Minuten dominiert und hätten durchaus höher gewinnen können“, resümierte KSV-Trainer Frank Griesdorn. Gegen den Platzverweis von Francis Dinyelu wird der KSV Protest einlegen. „Er ist von seinen Gegenspielern ständig beleidigt worden“, so Griesdorn.

Neue Hoffnung im Abstiegskampf gibt es beim TuS Niederaden, denn das Team feierte gegen den SV Bausenhagen einen wichtigen 3:1-Heimerfolg und ist so mit dem PSV Bork gleichgezogen. „Wir haben aus den Fehlern der Partie in Langschede gelernt und diese Partie verdientermaßen siegreich gestaltet“, freute sich Niederadens Coach Armel Mesic, der aus seiner Mannschaft Torhüter Gillner und Gastmeister heraushob.

Rote Karte entscheidet

Bereits am Samstagnachmittag unterlag der VfL Kamen dem SSV Mühlhausen II mit 2:4. „Die Rote Karte gegen Onur Basyigit hat uns auf die Verliererstraße gebracht. Nach der Auswechslung des verletzten Berlandieri haben wir in der Endphase nur mit neun Akteuren gespielt, das hat der SSV gnadenlos ausgenutzt“, war VfL-Trainer Emre Aktas nach der zweiten Niederlage in Folge ziemlich sauer. Aktuell fehlen ihm sehr viele wichtige Stammkräfte.

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