RSV Unna läuft das Pech hinterher

Radsport

Der RSV Unna meldet meist nur Erfolgsstorys seiner Fahrer. Nun hatten gleich drei Akteure Pech, sodass deren Einsatz zunächst unmöglich ist.

Unna

von Michael Friehs

, 28.06.2019, 14:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
RSV Unna läuft das Pech hinterher

Aaron Grosser muss nun lange pausieren. © friehs

Während die jüngsten Nachwuchssportler im Rad Team Stadtwerke Unna weiter von Erfolg zu Erfolg eilen, hadern die Profis Justin Wolf und Aaron Grosser (beide Bike Aid) sowie Michel Heßmann (alle RSV Unna) mit ihrem Pech.

Wie bereits berichtet war Justin Wolf vor Wochen in einen schweren Autounfall verwickelt und zog sich schwere Verletzungen zu. Diese verhinderten wochenlang ein Training. Ob er mit diesen erheblichen Einschränkungen bei der an diesem Wochenende stattfin-denden deutschen Meisterschaft eine ähnlich herausragende Leistung bringen kann wie im vergangenen Jahr, ist fraglich.

Michel Heßmann hatte gerade zwei Mal den Titel des Deutschen Meisters knapp verpasst. Vom Rennen ging es mit den Nationalmannschaftskollegen zur Vorbereitung auf den nächsten Nationencup in die Sportschule Kaiserslautern. Dort, beim lockeren Basketball spielen, verspürte er plötzlich einen Schmerz im Fuß – Verdacht auf Mittelfußbruch – damit fand der Nationencup ohne Michel statt.

Aaron Grosser stürzt in der Zielkurve

Aaron Grosser war in diesem Jahr auf einer Erfolgswelle unterwegs. Diese spülte ihn beim Team Katusha-Alpecin so weit in den Fokus, dass er sich Hoffnungen auf eine Hospitation unter anderem mit Teilnahme an der Deutschlandtour machen durfte. Entsprechend engagiert ging er nun bei einer Rundfahrt in Frankreich mit seinem Team an den Start. Auf der zweiten Etappe, einer Ankunft gemacht für die Sprinter, lag er 300 Meter vor dem Ziel auf Platz sechs – das Podium im Visier – als er in der Zielkurve mit einem Kontrahenten in Kontakt kam und stürzte. Eigentlich ein Vorgang, der leider immer passieren kann. Ihn traf es aber richtig hart. Er rutschte mit seinem Rad aus der Kurve und knallte mit dem Schienbein gegen einen ungesicherten Pfosten. Der Knochen gab nach und bescherte Aaron nun sein vorzeitiges Saisonende. „Ich gebe nicht auf und werde noch stärker wieder kommen. Ich habe gesehen, wie ich mich weiter entwickeln kann und daran werde ich intensiv arbeiten.“

Hans Kuhn war erschrocken. „Da fährt Aaron Rad an Rad mit den Stars wie Giro- und Tour de France Etappensieger Arnaud Demare und Weltmeister Alejandro Valverde und dann dieser Sturz. Das ist bitter. Wir drücken ihm die Daumen, dass er sich schnell erholt und wieder Erfolge feiern kann.“

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