Einziger Lichtblick aus heimischer Sicht war in der Bezirksliga am Wochenende Rot-Weiß Unna. Durch den Sieg in Sünninghausen hat RWU das rettende Ufer in der Staffel 7 wieder in Sichtweite.

von Dirk Berkemeyer

Kreis Unna

, 13.11.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Davon ist der FC Overberge mittlerweile in der „Acht“ meilenweit entfernt. In Eichlinghofen setzte es für den Club die nächste Klatsche. Auch beim Holzwickeder SC II machen sich nach der Pleite in Brambauer mittlerweile die ersten heftigen Herbst-Schnupfen breit.

Rot-Weiß Unna hat in der Bezirksliga 7 anscheinend rechtzeitig die Kurve bekommen. Zum Auftakt der beiden „Wochen der Wahrheit“ holten sich die Schützlinge von Marc Schmitt einen wichtigen Auswärts-Dreier beim Tabellenschlusslicht in Sünninghausen. „Wir haben definitiv nicht unser bestes Saisonspiel abgeliefert, aber das ist auch egal“, freute sich Schmitt. „Drei ganz wichtige Punkte sind bei uns.“ Durch den Erfolg kletterte RWU auf Rang 14 der Tabelle, der am Ende immer noch den Abstieg bedeuten würde. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt nun aber nur noch zwei Punkte. Dort steht aktuell mit 13 Zählern der FSC Rheda, der am nächsten Sonntag seine Visitenkarte am Sportzentrum Süd abgibt. Hier kann Unna mit einem weiteren Erfolg vorbeiziehen und sich so weiteres Selbstvertrauen für die dann noch folgenden drei Partien holen.

FCO-Junioren im doppelten Einsatz

Mittlerweile hat sich auch das Lazarett der Rot-Weißen merklich verkleinert, sodass Schmitt viele personelle Alternativen zur Verfügung stehen. Die Mischung aus jungen Wilden und erfahrenen Kickern könnte also in den kommenden Wochen zum Erfolgsfaktor für Rot-Weiß werden.

Von einem Erfolg ist der FC Overberge in der Staffel 8 zurzeit maximal weit entfernt. In Eichlinghofen ging die Partie zwar erneut bei Null los, am Ende kassierte das Team von Burghard Bachmann schlussendlich erneut eine saftige 1:7-Klatsche. Eine Niederlage, die sich bis zur Pause beim 1:1 keinesfalls andeutete und die erst durch ein „Scheibenschießen“ in der zweiten Halbzeit zustande kam. „Leider haben unsere A-Jugendlichen im zweiten Spielabschnitt keine Kräfte mehr gehabt“, analysierte Bachmann. Kein Wunder, mussten die Junioren doch am Vormittag noch über 90 Minuten beim Kamener SC gehen. „Das reicht dann eben am Nachmittag nicht mehr für die komplette Distanz in der Bezirksliga“, so Bachmann, der aber weiterhin einen unerschütterlichen Optimismus verbreitet. „Es gibt schönere Sonntage, aber wir werden immer weiter arbeiten“, so der Coach. Tabellarisch besteht beim FCO ähnlich viel Hoffnung wie in der Vorwoche. Vier Zähler hat der FCO auf der Habenseite, und damit genau neun weniger als Union Lüdinghausen. Die Münsterländer liegen mit 13 Punkten auf dem ersten Nichtabstiegsplatz und sind am 9. Dezember letzter Gegner des FCO in diesem Jahr. Zuvor stehen noch die zwei Heimspiele gegen Roj (18. November) und Brambauer (2. Dezember) an.

Gut besetzter HSC-Kader läuft Ansprüchen hinterher

Deutlich angeknackst ist die Stimmung mittlerweile auch beim Holzwickeder SC II. Nach dem überflüssigen 0:1 in Brambauer packt Coach Olaf Pannewig sein Team erstmals bei der Ehre. „Wir reden uns im Training den Mund fusselig und machen und tun. Am Sonntag kriegt die Mannschaft das aber nicht auf den Platz“, kommen beim Übungsleiter leichte Frust-Erscheinungen zum Vorschein. „Ich bin schon enttäuscht, dass die Maßnahmen einfach nicht umgesetzt werden.“ Und das obwohl beim HSC vor allem personell zurzeit alles im megagrünen Bereich ist. Nicht nur der eigene Kader ist prall gefüllt. Auch die personelle Unterstützung aus der Oberliga-Mannschaft ist Spieltag für Spieltag gegeben. Dafür läuft Holzwickede mit aktuell 20 Zählern als Siebter den eigenen Ansprüchen klar hinterher. Schon gegen den Abstiegskandidaten aus Lüdinghausen hat der HSC II aber am Sonntag auf eigener Anlage Gelegenheit, eine Reaktion zu zeigen. Allerdings ist es mit der Heimstärke am Haarstrang nicht mehr so weit her. In der Vorsaison kassierte Holzwickede in 15 Heimspielen bei neun Siegen und zwei Remis nur vier Niederlagen. Aktuell gab es in sieben Partien nur drei Siege, ein Unentschieden und schon drei Pleiten.

IG Bönen verpasst die Tabellenführung

Die IG Bönen hat in der Bezirksliga (7) den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Nach zehn Spielen ohne Niederlage unterlag der ambitionierte Aufsteiger am Wochenende in einer Partie auf hohem Niveau dem SC Wiedenbrück II zuhause am Schulzentrum mit 1:2 (1:1) und bleibt damit als Zweiter einen Zähler hinter dem spielfreien Spitzenreiter SV Drensteinfurt. „Es war klar, dass wir irgendwann wieder verlieren“, meinte IG-Trainer Ferhat Cerci gelassen, nachdem der erste Ärger verraucht war: „Gegen so eine Mannschaft kann man verlieren. Wiedenbrück war die spielerisch beste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben.“

Die IG Bönen tritt am Sonntag bei Westfalia Rhynern II (15.) an; der SV Drensteinfurt muss zum TuS Lohauserholz (6.).

Lange Spielunterbrechung beim SC Sönnern

Die Begegnung des SC Sönnen gegen RW Mastholte musste am vergangenen Sonntag für gut eine halbe Stunde unterbrochen werden. In dem ruppigen Spiele hatte sich Gästeakteur Jeffrey Gerken so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Beide Teams trennten sich schließlich 1:1.

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