Warum der HSC im Match gegen den SC Paderborn II durchaus mehr hätte holen können, weiß Spieler René Richter hier.

von Werner Hahn

Holzwickede

, 02.09.2019, 12:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für viel Aufregung sorgte Sonntag die zweite Spielminute der Oberliga-Partie zwischen dem Holzwickeder SC und der U21 von Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn 07. Der Grund: Der durchgebrochene HSC-Akteur René Richter hatte eigentlich freie Bahn Richtung Gästetor, als der Ex-Kirchhörder unmittelbar vor der Strafraumgrenze von Phil Sieben äußerst unsanft zu Fall gebracht wurde. Die Konsequenz hätte eigentlich die Rote Karte gegen den Sünder sein können - dachten wohl die meisten Zuschauer im Stadion: „Ich wäre frei durch gewesen, hätte nur noch den Paderborner Torwart vor mir gehabt. Das hätte Rot zur Folge haben müssen“, beteuerte der gefoulte René Richter nach dem Abpfiff. „Vielleicht hätten wir das Spiel mit einem Mann mehr gewonnen“, sagte der 25-Jährige, den es in der Sommerpause vom Kirchhörder SC zum Namensvetter nach Holzwickede verschlagen hat.

Allein Schiedsrichterin Kathrin Heimann (Gladbeck), die auch in der Damen-Bundesliga pfeift, hatte eine andere Sicht der Dinge. Sie ahndete zwar das Foulspiel, beließ es jedoch bei der Gelben Karte für den Sünder. Dass Richter hingegen mit seiner Meinung wohl recht hatte, dem wollte selbst Paderborns Coach Mitch Kniat nach Spielschluss nicht widersprechen: „Wenn die Schiedsrichterin da Rot zeigt, ist das Spiel für uns schnell zu Ende.“

Apropos René Richter: Der Holzwickeder Neuzugang ist einer der Akteure, der bislang alle vier Oberliga-Paarungen für seinen vom Verletzungspech so arg gebeutelten neuen Verein bestritten. „Ich habe in der Jugend zunächst bei Schalke 04 und dann bei Wattenscheid 09 gespielt und war dann in Brackel und zuletzt in Kirchhörde aktiv“, betrieb Rene Richter am Sonntag ein bisschen Aufklärung über seinen bisherigen sportlichen Werdegang. „Aus meiner Brackeler Zeit kenne ich unseren Trainer Axel Schmeing, habe zudem mit Joshua Heinrichs und Christian Wazian dort zusammengespielt, die ja nun auch beim HSC sind.“

Auch wenn der Holzwickeder SC in der Oberliga Westfalen derzeit noch ohne Sieg ist, fühlt sich Richter bei den Blau-Grünen pudelwohl. Vielleicht platzt ja der Knoten beim HSC bereits am kommenden Sonntag, wenn die Elf in einem weiteren Heimspiel die Zweitvertretung von Preußen Münster empfängt.

Die personellen Voraussetzungen für dieses Spiel sind beim HSC nach wie vor angespannt. Zumindest bei Marcel Reichwein ist aber diesbezüglich wieder Land in Sicht: „Ich werde in den nächsten Tagen wieder mit dem Lauftraining beginnen“, kündigte der Routinier am Rande der Partie gegen Paderborn an. Ob das allerdings für einen Einsatz gegen die Preußen reicht, mit dem Marcel Reichwein eine Vergangenheit hat, scheint indes zweifelhaft.

Die Nachwuchsmanschaft des Drittligisten gewann am vergangenen Sonntag mit 2:0-Sieg gegen Westfalia Herne und fuhr damit den ersten Saisonsieg ein. Da am kommenden Wochenende im bezahlten Fußball Länderspielpause ist, könnten Aktive aus dem Profi-Kader bei den Domstädtern zum Einsatz kommen.wh

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