Punktloser Pokalauftritt des SuS Oberaden vor magerer Kulisse

dzHandball

Einen gebrauchten Pokaltag erlebte der heimische Oberligist SuS Oberaden am Samstag in eigener Römerberg-Sporthalle. In drei Spielen gelang kein Punktgewinn.

von Mats-Yannick Roth

Bergkamen

, 25.11.2018, 16:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Römerberghalle empfingen die „Cobras“ die beiden Landesligisten TV Olpe und TuS Brockhagen sowie den Oberliga-Konkurrenten TSG AH Bielefeld zum Endturnier um den Westfalenpokal.

In der ersten Partie gegen den TuS Brockhagen fand Oberaden in der Abwehr gar nicht ins Spiel und ließ den Gegner immer wieder viel zu leicht abschließen. Die gegnerischen Rückraumspieler nahmen diese Nachlässigkeiten der SuSler nur allzu gerne an und erwarfen sich schon im ersten Durchgang einen Vorsprung von bis zur drei Treffern. Nach der kurzen Pause dauerte es bis fünf Minuten vor Schluss, ehe Oberaden wieder ausgleichen konnte. Zweimal reichte es sogar noch zu einer eigenen Führung. Doch nach dem 22:21 leisteten sich die Grün-Weißen erneut einige leichte Fehler, sodass Brockhagen noch einmal zurückkam und in der letzten Minute den Sieg klarmachte.

Einen ähnlichen Spielverlauf gab es auch im zweiten Spiel gegen den TV Olpe. Erneut hatten die Oberadener große Deckungsprobleme, spielten immer wieder zu nachlässig in den Eins-gegen-Eins-Situationen. Olpe fand immer wieder die Lücken in der SuS-Defensive. Spielertrainer Alexandros Katsigiannis probierte sowohl die 6:0- als auch die 5:1-Deckungsvariante aus, doch nichts wollte an diesem Tag richtig greifen. Nach knappem Pausenrückstand drehte Oberaden dank guter individueller Aktionen im Angriff den Spielstand zwischenzeitlich noch auf 17:15 nach 27 Minuten. Olpe steckte aber nicht auf und glich nur eine Minute später wieder aus. Die Partie blieb in den Schlussminuten eng umkämpft, Olpe war der Siegtreffer zwölf Sekunden vor Schluss vorbehalten. „Die Spiele gegen die beiden Landesligisten verliefen insgesamt schon sehr enttäuschend. Natürlich hatten wir uns gerade in den ersten beiden Spielen mehr ausgerechnet“, räumte SuS-Coach Alexandros Katsigiannis ein.

Ausgerechnet das letzte der drei Spiele, in dem es für den SuS Oberaden sportlich gesehen um nichts mehr ging, war eindeutig das Beste an diesem langen Handballtag. Gegen das Spitzenteam der Oberliga erzielte Oberaden mit 21:24 zwar die deutlichste von drei Niederlagen, allerdings auch die kämpferisch eindeutig beste Leistung. Der Kontrahent aus Bielefeld lag nahezu das gesamte Spiel über zweimal 20 Minuten in Führung, setzte sich aber nie so richtig deutlich ab. Die TSG agierte fast über die gesamten 40 Minuten mit einem siebten Feldspieler. Oberaden deckte klug dagegen, verzeichnete immer wieder Ballgewinne. Allein Keeper Marvin Makus brachte es so auf beachtliche vier Treffer. Am Ende legten die „Cobras“, was die Einsatzbereitschaft angeht, im letzten Spiel noch einmal zu, kamen als Sieger aber auch in dieser Partie letztlich nicht infrage.

Der SuS Oberaden beendete das Turnier vor schlecht besetzten Zuschauerrängen letztlich auf dem vierten und damit letzten Platz, während sich TSG AH Bielefeld den Westfalenpokal sicherte.

„Der heutige Tag lief für uns enttäuschend, jetzt wollen wir in der Liga wieder an unsere Leistungsgrenze kommen“, so Katsigiannis.mats

SuS (Tore aus allen drei Spielen) Makus (4), Schäfer – Lauber (10), Noe, Stock (1), Katsigiannis (4), P. Stennei (7), Roth (6), Maschewski (6), Braach (1), Roßfeldt (14/12), Wagner (8), Holtmann (3), B. Stennei (3), Wegelin

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