Pöbelnder Zuschauer raubt dem TC Grün-Weiß Unna den Nerv

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Auch ein weiterer Sieg in Weidenau reicht den Herren 60 des TC GW Unna nicht zum Aufstieg in die Westfalenliga. Dafür raubte ein pöbelnder Zuschauer den Tennis-Cracks den Nerv.

von Jan Luca Grüneberg

Kreis Unna

, 07.09.2020, 14:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Herren 60, Verbandsliga 42: TuS AdH Weidenau - TC Unna 02 GW 4:5. Die Herren 60 des TC Unna haben den Aufstieg haarscharf verpasst. Trotz eines 5:4-Sieges gegen die bis dahin Tabellenführenden des TuS Weidenau reichte es für die Mannschaft von Kapitän Michael Ludvik nicht für den Sprung in die Westfalenliga. „Das ist natürlich eine schwierige Situation für uns. Obwohl wir eine ungeschlagene Saison gespielt haben und nur auf dem Papier ein Spiel verloren (Nichtantritt gegen Menden, aufgrund vereinsinterner Corona-Auflagen; anm. d. Red.), hat es nicht geklappt.“, so Ludvik.

Doch das Match zum Saisonabschluss zeigte noch einmal, wie gut die beiden Teams aufgestellt waren. Ludvik: „Es war ein sehr umkämpftes Spiel. Wir hatten viele enge Partien in den Einzeln. In den Doppeln wussten wir um unsere Stärken, doch haben das erste leider aus kuriosen Gründen verloren.“ Denn ein Zuschauer habe durchgehend von der Seitenlinie aus reingerufen und die Spieler des TC Unna angepöbelt. „Da hat mein Doppelpartner die Nerven verloren und hat das Doppel beendet“, schilderte der Mannschaftsführer. Die nächsten beiden Doppel gewannen die Unnaer jedoch souverän und standen in der Tabelle nun vor den Weidenauern. Da die Spieler des TC Menden ihr letztes Spiel auch gewannen und beide Teams gleich viele Siege und Niederlagen aufwiesen, entschied die Match-Statistik über den Aufstieg. Hier zogen die Unnaer mit 32:22 gewonnen Matches den kürzeren gegen die Mendener mit 39:15. „Auch wenn es mit dem Aufstieg nicht geklappt hat, haben wir trotzdem eine sehr erfolgreiche Saison gespielt. Wir hätten den Aufstieg verdient gehabt, aber dann versuchen wir es im nächsten Jahr noch einmal.“, sagte Michael Ludvik zum Abschluss einer spannenden Saison.

Die Spiele: Sommer - Köhler 6:2, 6:3; Schmidt - Ludvik 5:7, 6:3, 10:5; Müller - Becker 6:3, 3:6, 8:10; Breitenbach - Tietjens 1:6, 1:6; Vollmer - Dworak 4:6, 4:6; Kempf - Graumann 6:4, 6:2; Müller/Vollmer - Tietjens/Dworak 1:6, 2:6; Breitenbach/Kempf - Becker/Graumann 6:7, 6:7.

Damen, Verbandsliga 3: TC Milstenau - TC Kamen-Methler 4:5. Mit einem 5:4-Sieg über den TC Milstenau verabschieden sich die Damen des TC Methler von der Sommersaison. Den Tabellenvorletzten schlug das noch immer verletzungsgeplagte Team der Kamenerinnen am letzten Spieltag und beendet die Saison auf dem dritten Platz. „Es waren enge Spiele, besonders die beiden Tie-Breaks in den Doppeln. Trotz der vielen Verletzungen haben wir unser Ziel erreicht und die Klasse gehalten. Jetzt steht erst einmal die Erholung und Auskurierung für das gesamte Team vor der Wintersaison im Vordergrund“, so Mannschaftsführerin Mareike Müller nach der Partie.

Die Spiele: Cramer - Bruning 1:6, 0:6; von Keyserlingk - Suchhardt 6:2, 6:3; Wilmes - Lerley 0:6, 6:7; Berger - Sygor 6:7, 0:6; Kaufmann - Künstler 1:6, 0:6; Leowald - Thiemann 6:4, 6:0; Cramer/Berger - Bruning/Lerley 3:6, 6:3, 10:5; Wilmes/Kaufmann - Suchhardt/Künstler 6:3, 3:6, 7:10; von Keyserlingk/Leowald - Sygor/Thiemann 6:4, 6:2.

Herren, Verbandsliga 25: TC Unna 02 GW - TC 22 Rheine 5:4. Auch die Herren des TC Unna haben ihr letztes Match der Saison gewonnen. Mit einem knappen 5:4 schlugen sie die Gäste des TC Rheine. In einer engen und ausgeglichenen Partie stand bis zum Schluss kein Sieger fest. Nach den Einzeln ging es mit einem Spielstand von 3:3 in die Doppel. Hier profitierten die Gastgeber mit einer Aufgabe auf Seiten des TC Rheine und sicherten sich den Erfolg. Dieser Sieg krönt eine eher durchwachsene Saison der Unnaer. Nun gilt es, sich auf den Winter vorzubereiten.

Die Spiele: Fitzon - Harin 6:7, 6:3, 7:5; Forchap - Isfort 6:3, 6:0; Meya - Kümpers 2:6, 6:4, 3:6; Sude - Bergmeyer 7:6, 1:6, 0:6; Rabe - Kümpers 6:3, 6:2; Eudenbach - Schmitz 0:6, 0:6; Meya/Rabe - Isfort/Bergmeyer 6:3, 6:4; Forchap/Eudenbach - Kümpers/Schmitz 4:6, 2:6.

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