Pikantes Detail: Sport-Chef wollte Marco Antwerpen bei Eintracht Braunschweig behalten

dzFußball

Marco Antwerpen aus Unna ist kein Trainer mehr beim Zweitliga-Neuling Eintracht Braunschweig. Pikantes Detail: Der Sport-Chef wollte der 48-jährigen Coach eigentlich behalten.

von Dirk Berkemeyer

Unna

, 08.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

So schnell geht es im Profifußball. Noch am vergangenen Wochenende stand Trainer Marco Antwerpen mit seinem Team Eintracht Braunschweig als Vizemeister der 3. Liga und Aufsteiger in die zweite Fußball-Bundesliga mittendrin im Rampenlicht. Nur eine halbe Woche später ist der Ruhm des Aufstiegs schon verblasst, denn am Dienstag wurde bekannt, dass der Vertrag des Aufstiegshelden bei den Niedersachsen nicht verlängert werden wird.

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„Mein Sportlicher Leiter Peter Vollmann hat mir im persönlichen Gespräch versichert, dass er gerne mit mir weitergemacht hätte“, brachte Antwerpen im Gespräch mit unserer Redaktion ein pikantes Detail zur Sprache. „Leider hat sich der Aufsichtsrat anders entschieden.“ Gespräche über eine mögliche Verlängerung des Kontraktes fanden also erst gar nicht statt.

Entscheidung sorgte medial für Sprengstoff

Nicht nur regional eine Entscheidung mit viel Sprengstoff, denn damit schaffte es der 48-Jährige nochmal in alle Gazetten und sogar in die TV-Sender. Der NDR, die Sportbild, der Kicker und auch der Spiegel widmeten Antwerpen teilweise sogar die Titelgeschichte. Einhelliger Tenor der Berichterstattung war ein großes Unverständnis über die Entscheidung der Verantwortlichen in Braunschweig.

Team holte 23 Punkte in elf Meisterschaftsspielen

Seitens der sportlichen Leitung dankte man Antwerpen und seinem Co-Trainer Kurtulus Öztürk aus Werne zwar ausdrücklich für die geleistete Arbeit. Besonders gelobt wurde die vorbildliche Arbeit in der Corona-Phase. Durch einen starken Schluss-Spurt mit 23 Punkten aus elf Spielen hatten die Löwen die Rückkehr in die zweite Liga schließlich erst perfekt gemacht. Besser war nur der Meister FC Bayern München II, der 24 Zähler ergattern konnte.

„Es waren fünf extrem anstrengende Wochen mit dem Höhepunkt Aufstieg.“
Marco Antwerpen

Für eine Vertragsverlängerung reichte es aber nicht, da man „die Leistung des Teams über einen längeren Zeitraum im Blick haben müsse“, so Aufsichtsrats-Boss Sebastian Ebel. „Eine Entscheidung, mit der ich aber auch leben kann“, nimmt es Antwerpen profihaft auf.

Einen Blick in die Zukunft will der ehemalige Topstürmer aktuell noch nicht wagen. „Es waren fünf extrem anstrengende Wochen mit dem Höhepunkt Aufstieg“, verdeutlicht Antwerpen. „Das werde ich jetzt erstmal in Ruhe sacken lassen.“

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Danach aber sei er wieder bereit für neue Aufgaben und nimmt die Rückkehr ins Rampenlicht damit schon jetzt ins Visier.

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