Oberliga ist so ausgeglichen wie seit vielen Jahren nicht

dzFußball

Der Holzwickeder SC strebt den nächsten Sieg an. Doch selbst wenn der gelingt, gibt der Coach im Abstiegskampf noch keine Entwarnung.

von Werner Hahn

Holzwickede

, 15.11.2019, 14:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberliga: Holzwickeder SC - TuS Erndtebrück. Die Ausgangslage ist klar: Die Blau/Grünen, mit 18 Zählern auf Platz 13 im Ranking stehend, haben die große Chance, sich mit einem Sieg ein wenig von den abstiegsbedrohten Plätzen zu entfernen. Was wäre da besser, als das gegen den TuS Erndtebrück umzusetzen. Die Wittgensteiner sind derzeit mit elf Punkten auf der Habenseite Vorletzter der Oberliga Westfalen, was am Saisonende den sicheren Abstieg zur Folge hätte. Was ein Dreier für den Holzwickeder SC morgen also bedeuten würde, das kann sich ein jeder selbst ausrechnen.

Vor zwei Jahren noch Regionalligist

Ein Zuckerschlecken erwartet die Schmeing-Mannen aber ganz sicher nicht, denn der Gast aus dem Rothaargebirge, der vor zwei Jahren noch in der Regionalliga (West) spielte, wird sich ganz sicher nicht kampflos an der Jahnstraße geschlagen geben. Den Widerstand im Abstiegskampf dokumentierte der TuS erst am vergangenen Sonntag, als die Elf von Trainer Alfonso Rubio-Doblas daheim einen 0:2-Rückstand gegen Westfalia Herne noch egalisieren konnte: „Den Punkt nehmen wir natürlich gerne mit“, meinte Erndtebrücks zweifacher Torschütze, Manfredas Ruzgis, nach der Partie in der Pulverwald-Kampfbahn. Für Miss-Stimmung sorgte einmal mehr Hernes Trainer Christian Knappmann: Der als Heißsporn bekannte Übungsleiter ließ die Pressekonferenz nach dem Spiel einfach sausen: „Eine Respektlosigkeit. Das ist ein Zeichen fehlender Größe“, kommentierte Doblas das Fernbleiben seines Pendants bei diesem Termin.

Oberliga ist so ausgeglichen wie seit vielen Jahren nicht

HSC-Coach Axel Schmeing hofft auf den nächsten Sieg. © neumann

„Wir dürfen den TuS Erndtebrück nicht unterschätzen. Die Mannschaft ist mit Sicherheit besser, als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt. Ich sehe den Ausgang der Partie morgen auch nicht als richtungsweisend, dafür ist die Saison noch viel zu jung. Natürlich wollen wir gewinnen, aber auch mit einem Sieg wären wir noch längst nicht in Sicherheit. Westfalia Rhynern als Tabellenvierter hat nur drei Zähler mehr als wir auf dem Punktekonto. Daran allein ist zu sehen, wie eng in dieser Liga alles beieinander liegt“, erklärt HSC- Coach Axel Schmeing.

Personell bleibt die Lage beim HSC nach wie vor angespannt. Allerdings stößt Mischa Mihajlovic nach Ablauf seiner Gelbsperre wieder zum Kader.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Fußball:
IG Bönen muss im Derby der Landesliga beim SuS Kaiserau auf Ex-Holzwickeder verzichten