Das Geld liegt quasi auf der Straße, doch nur jeder zehnte Sportverein im Kreis Unna bückt sich danach und hebt es auf. Dabei ist es eigentlich ganz einfach.

Kreis Unna

, 16.10.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Soll es ein neuer Gesundheitskurs für die Mitglieder im Verein sein oder das sportive Angebot für Ältere? Gerne, Antrag stellen und schon fließt das Geld. Auf der Suche nach Nachwuchsfußballern gehen die Vereine immer häufiger in die Kindergärten und Schulen; bieten hier Kooperationen an. Auch das fördert das Land Nordrhein-Westfalen. Jede der genannten Maßnahmen erhält 1000 Euro. Es lohnt sich.

4,4 Millionen Euro Fördergelder

Exakt 2.348 NRW-Sportvereine profitieren im Jahr 2019 vom erfolgreichen Landesprogramm „1000x1000 - Anerkennung für den Sportverein“ mit einem Fördervolumen von 4,425 Millionen Euro. Im Kreis Unna aber stellt nur jeder zehnte Verein einen Antrag.

Aus dem Gebiet des Kreissportbundes Unna haben aber nur 45 der insgesamt 437 organisierten Vereine exakt 80 Anträge gestellt. Das entspricht einer Quote von 10,3 Prozent. Fest steht aber auch dank dieser Zahlen, dass diese Vereine den Fördertopf optimal ausschöpfen wollen, was die Mehrfachanträge belegen. Jeder Verein darf maximal drei Anträge zu unterschiedlichen Förderpunkten stellen.

80 Anträge aus dem Kreis Unna

Die 80 Anträge im Kreis Unna verteilen sich auf „Kooperation Sportverein mit Schulen“ (21 Maßnahmen), „Kooperation Sportverein mit Kindertageseinrichtungen“ (15), „Mädchen und Frauen im Sport“ (12), „Sport der Älteren“ (11), „Gesundheitssport“ (10), „Inklusion“ (7) und „Integration“ (4).

Die insgesamt meisten Anträge brachten die Vereine aus dem KSB Recklinghausen (191), KSB Soest (183), KSB Rhein-Sieg (179), KSB Steinfurt (170) und SSB Köln (154) ein. Auffällig ist auch die Quote beim benachbarten Kreissportbund Soest, wo von 373 organisierten Vereinen immerhin 92 Vereine (rund 25 Prozent) das Förderangebot nutzten. Dies ist die höchste Quote von allen 54 Kreis- und Stadtsportbünden.

Das Spektrum der unterstützten Maßnahmen reicht von der „Sporthalle auf Rädern“ und Gewaltprävention mit Selbstverteidigung über integrative Kampfsport-Kurse bis zu „Walking Fußball“ und inklusivem Mädchen-Fußball.

Die Landesregierung fördert Sportvereine in Nordrhein-Westfalen, die sich mit gezielten Maßnahmen für soziale, gesundheitliche und Bildungsvorhaben im Sport stark machen. „Damit wir keinen ablehnenden Bescheid für fristgerechte Anträge verschicken müssen, haben wir die Mittel für das Programm aufgestockt“, erklärte Sportstaatssekretärin Andrea Milz. Für LSB-Präsident Walter Schneeloch steht fest: „Das ist ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für unsere Sportvereine in Nordrhein-Westfalen, die sich in gesellschaftlich und sportpolitisch wichtigen Themenfeldern engagieren.“

Die Landesregierung hatte sich mit dem Landessportbund auf die sieben genannten Förderschwerpunkte im laufenden Jahr 2019 verständigt.

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