Neue Coronaverordnung: Grundregeln gelten für die Fans auch künftig

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Das Land NRW hat die Coronagrundverordnung erneut gelockert. Für die Zuschauer ist dies aber noch lange kein Freibrief.

Kreis Unna

, 13.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Testspiel des SuS Oberaden gegen den SuS Rünthe stieß am Sonntag auf mehr Interesse, als gedacht. Mehr als 100 Fans wollten das Freundschaftsspiel des Teams, das in der kommenden Saison in der Kreisliga A (2) als ein Top-Favorit gehandelt wird, sehen. Nach der zu dem Zeitpunkt noch gültigen Coronaschutzverordnung mussten einige davon wieder nach Hause geschickt werden. Am kommenden Wochenende wäre das nicht nötig gewesen, denn das Land NRW hat am Sonntag verkündet, die Regeln ab dem 15. Juli erneut zu lockern.

In der Pressemitteilung des Landes steht: „Bei Kultur- und sonstigen Veranstaltungen wird der Schwellenwert, ab dem ein Hygienekonzept vorgelegt werden muss, von 100 auf 300 Personen angehoben.“ Das bedeutet, dass zum Beispiel Fußballspiele kein durch eine Gesundheitsbehörde genehmigungspflichtiges Konzept brauchen, wenn die Zuschauerzahl auf der Sportanlage bei unter 300 Personen liegt. Zudem sind „nicht-kontaktfreie Ausübung des Sport-, Trainings- und Wettbewerbsbetriebs ohne Mindestabstand während der Sportausübung bis zu 30 Personen zulässig“. Das ermöglicht unter anderem Hand-, Basket- und Volleyballern, dass sie zur Vorbereitung auf die kommende Saison wieder Testspiele bestreiten dürfen.

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Aber: Dass kein komplettes Hygienekonzept für Sportveranstaltungen in dem nun größeren Rahmen vorgelegt werden muss, bedeutet nicht, dass die Grundregeln des Infektionsschutzes auch wegfallen. Außer für die Sportler/Innen beim Spiel oder Training selbst gilt weiterhin der Mindestabstand von 1.5 Metern, außerdem muss die Rückverfolgbarkeit gesichert sein. Zudem sind Sportfeste und ähnliche Sportveranstaltungen bis mindestens zum 31. Oktober 2020 untersagt.

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Die Planungen der Hallensportler haben allerdings schon vor der Neuregelung angefangen. „Ich habe darauf gehofft, dass Testspiele schon bald wieder möglich sind und deshalb auch schon einige vereinbart. Ich weiß von meinen Trainerkollegen, dass sie ebenso verfahren“, sagt zum Beispiel Mats-Yannick Roth, Spielertrainer des Handball-Verbandsligisten SuS Oberaden. Ab dem 20. Juli wird der SuS wieder in der Römerberg-Sporthalle trainieren, am 10. August steigt das erste Freundschaftsspiel. Zumindest der SuS Oberaden wird dabei aber zunächst auf Zuschauer verzichten. Die Gefahr, dass sich Fans zum Beispiel nicht an die Abstandsregeln halten, sei einfach zu groß. „Außerdem läuft die Testspielphase ja bis Ende September. Gut möglich, dass wir Zuschauer schon vorher wieder in die Halle lassen“, meint Roth.

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