Aufsteiger SG Massen mischt die Bezirksliga auf und steht aktuell überraschend auf Rang vier der Tabelle. Blankes Entsetzen herrscht hingegen beim SSV Mühlhausen. Das hat Folgen.

von Dirk Berkemeyer

Kreis Unna

, 08.10.2019, 15:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Siege in Serie, 16 Punkte auf dem Konto aber dennoch nicht abgehoben. So präsentiert sich nach dem neunten Spieltag der Bezirksliga der Aufsteiger SG Massen. Durch das ungefährdete 3:1 in Lünen hat die Mannschaft von der Sonnenschule ein erstes Teilziel erreicht. Der Abstand zur Gefahrenzone beträgt nach knapp einem Drittel der Saison schon neun Punkte. „Das ist schon ein großes Polster, was wir uns da geschaffen haben“, freut sich auch Massens Spielertrainer Marco Köhler. Allerdings warnt der Übungsleiter gleich auch vor zu großer Euphorie oder gar Überheblichkeit. „Der vierte Tabellenplatz ist für mich nur eine schöne Momentaufnahme, mehr aber auch nicht. Die Tabelle können wir uns ausschneiden und aufhängen. Danach gehts aber direkt normal weiter.“

Und das bedeutet konsequente Trainingsarbeit und vor allem absolute Konzentration. In der äußerst ausgeglichenen Liga entscheiden zumeist Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage. Und mit dem aktuellen Tabellenzweiten Türkspor Dortmund stellt sich am kommenden Wochenende ein ganz anderes Kaliber an der Massener Sonnenschule vor.

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SSV Mühlhausen - VFR Sölde 3:4

In der Fußball-Bezirksliga führte der SSV Mühlhausen-Uelzen bereits mit 3:0 gegen den VfR Sölde, als die Gäste das Match in einen 4:3-Sie drehten.
08.10.2019
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SSV Mühlhausen - VfR Sölde 3:4© Art
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Gewiss keine Kleinigkeiten waren es, die den SSV Mühlhausen-Uelzen am Sonntag beim 3:4 gegen Sölde noch auf die Verliererstraße brachten. „Es ist mir unbegreiflich, wie wir dieses Spiel noch aus der Hand geben konnten“, war auch SSV-Coach René Johannes einigermaßen ratlos. In Halbzeit eins hatte sein Team die Partie dominiert und den Gegner mit konsequentem Pressing und einer bärenstarken Offensive und die Torschützen Mansour Yousofi und David Bernsdorf quasi schwindelig gespielt. Nach der Pause war alles wie weggeblasen. Mühlhausen fand überhaupt nicht mehr statt und brachte Sölde damit zurück ins Spiel und auf die Siegerstraße. „Es wurde einfach viel zu wenig gemacht. Das war alles einfach nur noch zu passiv“, ärgerte sich Johannes. Für den SSV ein Supergau in gleich doppelter Hinsicht. Spitzenreiter Körne lachte sich nach dem eigenen 3:1 in Kemminghausen ins Fäustchen und zog mit 24 Zählern auf fünf Punkte gegenüber Mühlhausen davon. Der SSV musste sogar noch Türkspor Dortmund vorbeilassen. Der ambitionierte Aufsteiger patzte zuhause zwar mit 2:2 gegen Roj, zog mit 20 Punkten aber dennoch am Rivalen vom Mühlbach vorbei.

Immerhin grüßt der SSV noch vom dritten Tabellenrang. Das Ziel „direkter Wiederaufstieg“ ist also auch weiterhin noch möglich. Dafür muss vor dem kommenden Auswärtsspiel in Hannibal aber ganz dringend an den eigenen Nachlässigkeiten gearbeitet werden. In Mühlhausen steht wohl eine schweißtreibende Trainingswoche an.

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Ganz andere Sorgen hat am anderen Ende des Ranking der Holzwickeder SC II. Die 0:2-Pleite in Brambauer war die achte Niederlage im neunten Saisonspiel. Schon diese Tatsache allein gibt nicht wirklich viel Anlass zur Hoffnung. Mit ganzen drei Pünktchen rangiert der HSC II aktuell auf dem letzten Tabellenplatz. Aber Trainer Olaf Pannewig wird mit seinen Schützlingen die Flinte bestimmt nicht frühzeitig ins Korn werfen. Und das muss er auch gar nicht, denn auch beim 0:2 in Brambauer waren es erneut Kleinigkeiten, die letztlich zur Niederlage führten. Beim ersten Tor behinderten sich zwei Holzwickeder gegenseitig und ermöglichten damit Doppeltorschütze Kevin Coerdt, sich alleine auf den Weg zum HSC-GTor zu machen. Beim 0:2 sah zudem die Deckung nicht wirklich gut aus.

„Brambauer hat ganze drei Mal aufs Tor geschossen und dabei zwei Dinger reingemacht“, haderte Pannewig. „Ansonsten waren wir mindestens auf Augenhöhe.“ Allerdings verpasste es Holzwickede dabei, die sich bietenden Gelegenheiten auch zu versenken. Chancen dazu gab es einige, reingehen wollte der Ball aber nicht.

„So müssen wir unter der Woche im Training die gemachten Erfahrungen umsetzen und vor allem unser Defensiv-Verhalten überprüfen“, so Pannewig. Den nächsten Versuch, die eigene Treffsicherheit zu verbessern, starten die Holzwickeder am Sonntag zuhause gegen den Tabellenelften Eichlinghofen, der sicherlich auch schlagbar ist.

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