Michel Heßmann verpasst nur knapp das WM-Podium

Radsport

Es war definitiv ein weltmeisterliches Erlebnis! Michel Heßmann holte am Dienstag beim Einzelzeitfahren der Junioren im österreichischen Innsbruck zwar „nur“ mit Platz vier die sogenannte „Holzmedaille“, doch gehört dem erst 17-Jährigen aus der Kreisstadt Unna die Zukunft. „Seine Zeit wird kommen“, ist nicht nur RSV-Vorsitzender Hans Kuhn zuversichtlich.

Unna

26.09.2018, 12:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Michel Heßmann verpasst nur knapp das WM-Podium

Michel Heßmann verpasste jetzt bei der Junioren-WM in Innsbruck nur knapp das Podium im Einzelzeitfahren. Foto: Hennes Roth

Am Dienstagmorgen fiel für Michel Heßmann vom RSV Unna der erste Startschuss bei den Weltmeisterschaften in Innsbruck. Nach 27,8 Kilometern und einer Fahrzeit von 35:03 Minuten überfuhr er mit der viertschnellsten Zeit den Zielstrich.

„Ich war die Tage vor dem Wettbewerb schon ganz schön nervös. Es ist hier alles noch einmal viel größer und professioneller als bei der Europameisterschaft. Du kommst nur mit Berechtigung an die Orte und überall ist einfach viel los. Das ist der Wahnsinn“, beschreibt Heßmann.

Trotz Temperaturen von unter 10 Grad kam er die ersten Meter gut ins Rennen. „Mein Trainer hatte mir einen Plan gegeben. Den konnte ich bis zur Zwischenzeit gut umsetzen“, so der RSVler weiter. Nach 18,1 Kilometern kam der junge Mann als drittletzter Starter zur Zwischenzeit. Während zuhause in Unna alle mitfieberten, zeigte er schon hier, dass er in der Weltelite angekommen ist: Platz vier in der Zwischenzeit, fast zeitgleich mit dem Dritten.

Die zweite Rennhälfte hatte es in sich. Sie hatte kurze aber giftige Steigungen und ein sehr welliges Profil. Europameister Heßmann: „Ich habe hier plötzlich meinen Rhythmus verloren. Gerade bergab habe ich Zeit eingebüßt. Immer wieder habe ich aufgehört zu treten. Ich weiß nicht warum, aber diesen Fehler mache ich immer wieder. Viel langsamer als ich bergab gefahren bin, kann man eigentlich nicht fahren.“

Das, was nach Enttäuschung klingt, war es dann aber doch nicht. „Ich habe schon viele Glückwünsche erhalten. Mir ist dadurch inzwischen klargeworden, dass ich eine klasse Leistung gezeigt habe. Ich bin wahnsinnig stolz auf diesen vierten Platz bei meiner ersten WM. Ich weiß jetzt auch, dass ich mich für das kommende Jahr noch weiter steigern kann. Das ist auch ein gutes Gefühl.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Oli radelt
Tour der Hoffnung – Oliver Trelenberg sammelte 9600 Euro und traf den Präsidenten
Meistgelesen