Michael Heßmann gewinnt Rundfahrt in Frankreich

dzRadsport

Trotz Abiturstress stimmt bei dem Fahrer des RSV Unna die Form. Erstmals setzt er sich bei einer international besetzten Rundfahrt durch.

Unna

, 03.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Was ist das für eine Saison für Michel Heßmann vom RSV Unna. Der deutsche Zeitfahrmeister der Junioren konzentrierte sich in diesem Jahr auf sein Abitur. Trotzdem eilt er von Erfolg zu Erfolg.

„Wir mussten das Training im Winter umstellen. Ich bin kürzere Einheiten auf der Zwift-Rolle gefahren, dafür aber intensiver.“

Nachdem er zu Monatsbeginn den Nationen Cup in Tschechien auf dem vierten Platz in der Gesamtwertung beendete, fuhr er nun in der Bundesliga in Dautphe ein fantastisches Rennen. „Es war auf dem welligen Kurs von Beginn an ein schnelles Rennen. Als es dann ins Finale der letzten Runden ging, konnte ich mich mit Marco Brenner absetzen. Es war hart, aber wir hatten schnell mehr als eine Minute an Vorsprung herausgefahren. Am Ende war Brenner dann tatsächlich der Stärkere im Sprint. Mit Platz zwei bin ich sehr zufrieden“, sagt Heßmann.

Danach ging es dann unmittelbar zum nächsten Nationen Cup nach Frankreich in die Bretagne. Gleich auf der ersten Etappe gelang es Michel Heßmann, sich mit vier weiteren Fahrern abzusetzen. Als Vierter fuhr er im Zielsprint nur knapp am Podest vorbei. Die zweite Etappe nutzte Heßmann dann zu seinem großen Coup. Der Deutsche Zeitfahrmeister und Vierte der WM ging konzentriert in das nur sieben Kilometer kurze Zeitfahren. „Eigentlich brauche ich längere Distanzen. Die Strecke kam mir aber entgegen und die Form scheint wirklich gut zu sein. Das es dann so ein Wahnsinn wird und ich endlich einmal ganz oben auf dem Treppchen stehen durfte, das ist schon krass.“ Heßmann gewann mit diesem Zeitfahren zum ersten Mal ein internationales Rennen. Dabei setzte er sich mit 9 Sekunden gegen den Briten Hayter und 10 Sekunden gegen Mannschaftskollege Ballerstedt durch. Mit diesem Sieg zog Heßmann erstmals das Führungstrikot der Rundfahrt über. „Es war auf der Schlussetappe schon wichtig für uns, das Trikot zu verteidigen. Die gesamte Mannschaft hat sich für mich eingesetzt, dass mir dann am Ende ein Platz im Hauptfeld reichte.“ Michel Heßmann gewann die Rundfahrt am Ende mit 17 Sekunden Vorsprung vor dem Briten Watson und 23 Sekunden vor dem Norweger Johansson.

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