Der FC Overberge und der BSV Heeren gehen eine „Sport-Ehe“ ein - im Jugendbereich. Als „Trauzeuge“ haben die Clubs dazu einen namhaften Meister-Trainer gewinnen können.

von Ulrich Eckei

Overberge

, 17.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC Overberge und der BSV Heeren stellen in Kooperation die Weichen für eine nachhaltige und sportlich erfolgreiche Zukunft im Juniorenbereich. Beide Vereine einigten sich auf eine Zusammenarbeit als Jugendspielgemeinschaft im Bereich der A, B und C-Junioren.

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Für die Bezirksliga A-Junioren konnte man mit Tuncay Sönmez einen Toptrainer für die kommende Saison 2020/2021 gewinnen. Die Sportredaktion führte ein Gespräch mit Sönmez, der zuletzt viele Jahre als Coach der ersten Herren des TSC Kamen tätig war:

Mitte Februar dieses Jahres haben sie ihr Amt als Trainer des TSC Kamen niedergelegt. Wie haben Sie die fußballfreie Zeit gestaltet?

Ich habe selber aufgehört, weil einige Dinge einfach nicht mehr gepasst haben. Der Mannschaft wünsche ich auch für die Zukunft alles Gute und drücke ihr für den weiteren Saisonverlauf, wenn er dann stattfinden sollte, alle Daumen. Der TSC Kamen wird auch immer mein Herzensverein bleiben. Ich habe die fußballfreie Zeit genutzt, um etwas Abstand vom Fußball zu gewinnen.

„Eigentlich hatte ich keine Lust, wollte ein Jahr lang gar nichts machen.“
Tuncay Sönmez

In der Saison 2020 /2021 gehen Sie als Trainer der A-Junioren der JSG Overberge/Heeren an den Start. Das Team wird dann weiterhin in der Bezirksliga agieren. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Eigentlich hatte ich keine Lust, wollte ein Jahr lang gar nichts machen. Ich habe auch einige Anfragen von Seniorenvereinen abgesagt, obwohl sehr gute Angebote dabei waren. Dann kam es so, dass der Trainer meines Sohnes Deniz, der bei den A-Junioren von Westfalia Rhynern spielt, nach Bayern München gewechselt ist. So war mein Sohn recht unzufrieden und dann kam die Anfrage der JSG Overberge/Heeren. Da hätte ich dann die Möglichkeit, mit meinem Sohn gemeinsam zu arbeiten. Die Gespräche mit den verantwortlichen Personen wie Volker Grahl, Christian Jagodzinski, Marc-Oliver Deiting und Ulrich Eckei liefen sehr gut. Das vorgestellte Konzept passte. So habe ich mich dann entschieden, das Traineramt in der nächsten Saison zu übernehmen. Ich liebe es, mit jungen Spielern zu arbeiten. Daher fiel es mir sehr leicht, zuzusagen.

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Was trauen Sie dem Team in der kommenden Meisterschaftssaison zu?

Ich weiß, das sehr gute Jungens im Overberger und Heerener Team vorhanden sind. Ich habe beide Mannschaften auch schon beobachtet. Es wird meine Aufgabe sein, eine spielstarke Mannschaft zu formen, die, egal was passiert, niemals aufsteckt. Wenn wir das hinbekommen, bin ich mir sicher, dass wir eine gute Platzierung erreichen werden. Das Wichtigste für mich ist allerdings, dass wir viel Spaß zusammen haben werden.

Volker Grahl (links)  und Christian Jagodzinski (rechts) freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Tuncay Sönmez.

Volker Grahl (links) und Christian Jagodzinski (rechts) freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Tuncay Sönmez. © FCO

Werden Sie diese Mannschaft allein trainieren oder wird es noch einen Co-Trainer geben?

Ein Co-Trainer ist schon äußerst wichtig. Ich denke, dass wir da noch eine Person integrieren werden.

„Corona, die Lage ist sehr ernst.“
Tuncay Sönmez

Was sagen Sie zu der Entscheidung des FLVW, Amateurspiele bis zum 19. April 2020 auszusetzen?

Ich finde diese Entscheidung absolut richtig. Wir alle müssen verantwortungsvoll sein und sollten nicht leichtsinnig mit der aktuellen Situation umgehen. Die Lage ist sehr ernst.

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Fast alle Profiligen in Europa haben ihre Meisterschaftssaison unterbrochen. In der ersten türkischen Liga wurde am vergangenen Wochenende vor leeren Rängen gespeilt. Wie bewerten Sie dies?

Ich persönlich finde es schade, dass der Spielbetrieb in der ersten türkischen Liga nicht unterbrochen wurde. Auch Fußballprofis sind nur Menschen, die aufgrund der vorhandenen Situation nicht hundertprozentig bei der Sache sind. Ich denke, dass jeder Spieler in solch einer Situation gedanklich bei seiner Familie ist.

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