Martin Delbrügge feiert 10-jähriges Jubiläum beim Ironman Lanzarote

Triathlon

Er hat es schon wieder getan – Dauerbrenner Martin Delbrügge hat am vergangenen Samstag zum bereits 10. Mal den Ironman auf Lanzarote absolviert.

Kamen

von Michael Friehs

, 29.05.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Martin Delbrügge meisterte den Ironman.

Martin Delbrügge meisterte den Ironman. © tri

Auf der spanischen Insel legte „Eisenmann“ Delbrügge zunächst 3,8 km im Atlantik zurück. Eine Besonderheit beim Rennen in Lanzarote ist der Massenstart, bei dem sich über 2000 Athleten zeitgleich in die Fluten stürzen. Delbrügge ließ sich von dem Gewühl jedoch nicht aus der Ruhe bringen, kannte er die Szenerie doch bereits aus den vergangenen Jahren. Nach 1:08:27 Stunden hatte der Triathlet des TVG Kaiserau wieder festen Boden unter den Füßen. Nun galt es sich schnell aus dem Neoprenanzug zu schälen und das Zeitfahrrad durch den anspruchsvollen Radkurs zu manövrieren. Gespickt mit zahlreichen Höhenmetern verlangte die Strecke den Startern einiges ab, der stramme Wind auf der Insel tat sein Übriges. Die ersten Kilometer liefen gut für den Routine, dann allerdings sorgten technische Probleme für einen ungewollten Stopp. Der Flaschenhalter hatte sich gelöst und ist in die Kette graten, dadurch ließ sich die Gangschaltung nicht mehr richtig betätigen. Auch auf den folgenden Kilometern ließ sich das Problem nicht komplett lösen, so musste sich Delbrügge schon früh von einer neuen persönlichen Bestzeit in seinem „Wohnzimmer“ verabschieden. Nach einem weiteren Stopp nach 120km war Delbrügge dann kurz davor das Rennen zu beenden, doch der Methleraner biss auf die Zähe und rollte nach 6:54 Stunden in die zweite Wechselzone. Nun standen noch 42,195km zwischen Delbrügge und der Ziellinie. In beeindruckender Konstanz spulte Delbrügge Kilometer um Kilometer ab und reckte nach 12:24:13 Stunden (Platz 433) die Arme in die Höhe. „Mit der Zeit bin ich nicht wirklich zufrieden, doch ich habe mich durchgebissen und das ist das, was am Ende zählt“, betonte ein erschöpfter aber glücklicher „Eisenmann“ im Ziel, der bei der abschließenden Siegerehrung noch die Ehrenmedaille für seine 10. Teilnahme erhielt.

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