Marcel Vieregge: „Wir haben mit dem Abstieg nichts zu tun“

dzFußhall

SuS Kaiseraus Torhüter Marcel Vieregge geht die kommenden Ausgaben sehr optimistisch an. Der 24-Jährige spielt auch nächste Saison an der Jahnstraße.

von Werner Hahn

Methler

, 21.02.2020, 12:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am vergangenen Sonntag haben Sie und ihr Klub das erste Meisterschaftsspiel nach der Winterpause gegen die Sportvereinigung Horsthausen ausgetragen. Die Partie ging am Ende 2:2-Unentschieden aus. Bewerten Sie das als Erfolg?

Jeder Punkt ist wichtig. Auch wenn wir damit nicht das erreicht haben, was wir eigentlich wollten, nämlich mit einem Sieg in die Fortsetzung der Meisterschaftssaison zu starten. Es spricht aber für die gute Moral unserer Mannschaft, dass wir dabei einen 0:2-Rückstand noch wettgemacht haben..

Die Partie wurde zum Teil von einem böigen Wind begleitet. Ist das nicht gerade für Sie als Torwart zusätzlich schwierig, weil die Lederkugel dann vor allem bei Eckbällen, Flanken und Freistößen oft unberechenbar wird?

Das ist sicherlich teilweise schon schwer, was aber nicht nur für den Torwart gilt. Außerdem haben beide Mannschaften mit solch widrigen Wetterverhältnissen zu kämpfen. Von daher gesehen ist das nicht unbedingt entscheidend..

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Ihr Klub steht nach dem 18. von insgesamt 32 Spieltagen dank des besseren Torverhältnisses auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, wie beruhigend ist die aktuelle sportliche Situation des SuS Kaiserau aus Ihrer Sicht?

Wir hatten in der Hinrunde gerade in dieser Spielzeit extrem viel Verletzungspech. Vor allem der lange Ausfall von Timo Milcarek hat uns richtig wehgetan. Ich hoffe, dass wir davon im weiteren Saisonverlauf verschont bleiben. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt in der Landesliga schaffen werden..

Beim SuS Kaiserau fällt dem Außenstehenden auf, dass in Ihrem Verein trotz der momentan nicht unbedingt guten sportlichen Situation eine wohltuende Ruhe herrscht. Woher kommt diese gute Atmosphäre?

Wir sind ein sehr familiär geführter Verein, mit Eckhard Stender und Patrick Linnemann an der Spitze. Da kommt keine Hektik auf. Ganz wichtig dabei, dass unser Trainer Jörg Lange und sein Team einen sehr guten Job machen. Die überlassen nichts dem Zufall, stellen uns immer gut auf den jeweiligen Gegner ein. Da gibt es absolut nichts auszusetzen..

Der SuS Kaiserau wird in diesem Jahr stolze 100 Jahre alt. Ein Abstieg in die Bezirksliga, ausgerechnet im Jubiläumsjahr, wäre wohl sehr fatal. Wie glauben Sie, ist dieser Super-Gau zu verhindern?

Wie bereits erwähnt bin ich ganz sicher, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden. Das hätten wir auch nicht verdient. Natürlich müssen wir dazu auch punkten. Den Anfang können wir am Sonntag mit einem Sieg bei Firtinaspor Herne machen, der würde uns nämlich richtig guttun..

Marcel Vieregge ist mit ganzem Herzen dabei.

Marcel Vieregge ist mit ganzem Herzen dabei. © Palschinski

Es haben sich in der Winterpause einige personelle Veränderungen in Ihrem Klub ergeben. Hat der SuS Kaiserau dadurch an Qualität eingebüßt oder ist das Team stärker geworden?

Wir haben mit Julian Kropp, Jan Vehring und Kevin Weiss, der aufgrund seiner vielen Verletzungen nicht mehr spielen wird, wichtige Leute verloren. Bei unseren Neuzugängen bleibt abzuwarten, wie die sich in den Meisterschaftsspielen bewähren, da bin ich aber ganz optimistisch..

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Kommen wir auf die Auf- und Abstiegssituation in der Landesliga (3) zu sprechen. Wer macht nach Ihrer Ansicht das Titelrennen, wer steigt in die Bezirksliga ab? Im Extremfall steigen ja sogar vier Mannschaften aus dieser Liga ab.

Wenn nicht noch etwas Unvorhergesehenes passiert, dann macht Wacker Obercastrop das Rennen um die Meisterschaft. Als ersten Absteiger sehe ich Blau-Weiß Langenbochum. Die Mannschaft ist als Schlusslicht der Tabelle schon zu weit abgeschlagen. Als Abstiegskandidaten sehe ich die Mannschaften, die diese Plätze aktuell schon einnehmen, wir werden aber nicht dazu gehören..

Wird der Fan Sie auch in der kommenden Spielzeit im Trikot des SuS Kaiserau sehen oder haben Sie andere Pläne?

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Ich werde definitiv beim SuS Kaiserau bleiben, auch wenn wir, was ich wie bereits gesagt nicht glaube, absteigen sollten. Das habe ich unserem Sportlichen Koordinator, Simon Erling, fest zugesagt. Einer der Gründe dafür ist sicher, dass wir eine tolle Kameradschaft in unserem Team haben, die ich auch in Zukunft nicht missen möchte..

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