Leichter Lockdown trifft auch die heimischen Sportler

dzCorona-Maßnahmen

Bundeskanzlerin Merkel plant den „Lockdown light“. Der könnte sich auch gleich ab Mittwoch auf den heimischen Sport auswirken.

Kreis Unna

, 27.10.2020, 13:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Infektionszahlen schnellen weiterhin in die Höhe. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länder arbeiten am Mittwoch ein neues Maßnahmenpaket aus, um die Pandemie weiter einzudämmen. Keine Frage: Die Kontakte sollen eingeschränkt werden - und das auch im Lokalsport.

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Übergreifend vermeldeten am Dienstag bereits Medien, dass vor allem der Hallensport eingeschränkt werden könne. Bereits jetzt haben schon der Tischtennisverband, die Basketballer und die Volleyballer ihren Spielbetrieb weitgehend eingestellt. Auch der Handball auf Kreisebene ist abgesagt. Ab Landesliga aufwärts gibt es nach aktuellem Stand noch keine Verbote. Hier wartet der Handballverband Westfalen die politische Entscheidung ab.

Die große Frage ist, ob es weitere Einschränkungen für den Bereich des Kontaktsports - sprich auch den Fußball gibt. Die Ansteckungsgefahr beim Amateurfußball wird von einigen Medizinern als eher gering erachtet. Mittlerweile haben aber zunehmend Sportlerinnen und Sportler auch Angst vor einer drohende 14-tägigen Quarantänezeit, in der nicht jeder weiterhin seiner beruflichen Tätigkeit nachgehen kann.

Der Fußballverband Westfalen indes will noch keine Beschränkungen vornehmen, wie Vize-Präsident Manfred Schnieders erklärte. Auch hier wartet der Verband auf die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. Die Kicker bleiben weiterhin im Unklaren.

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Die Stadt Bochum hat bekanntlich ihre Sportstädter corona-bedingt komplett geschlossen. In Kamen mussten die Zuschauer auf den Sportplätzen zuletzt vor dem kreisweiten Sportverbot Mund-Nasen-Schutz tragen. Bei den erhöhten Werten im Kreis Unna sind mittlerweile nur noch 100 Zuschauer auf den Anlagen erlaubt. Ob allerdings schon am kommenden Wochenende wieder der Fußball rollt, dürfte bezweifelt werden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sprach sich noch am Dienstag für ein strenges Kontaktverbot in allen Bereichen aus: „Der November ist der Monat der Entscheidung.“ Am Mittwoch wird es konkreter.

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