Laura Nolte vor der Weltcup-Qualifikation: „Da werden wir alles reinwerfen müssen“

dzBobsport

Die ersten zwei Selektionsrennen zum Bob-Weltcup gehen am Wochenende in Winterberg über die Bühne. Mit dabei ist auch Laura Nolte aus Unna - und die hat es nicht einfach.

von Dirk Berkemeyer

Unna

, 23.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Winterberg geht es für Laura Nolte aus Unna am Wochenende erstmals richtig zur Sache. Am Samstag und Sonntag kann die 21-Jährige auf der Heimbahn an der Kappe den Grundstein für einen Startplatz im Konzert der Weltbesten legen. Im aktuellen Gespräch mit unserer Redaktion spricht Nolte über ihr Team, ihre Form und die Corona bedingten Unwägbarkeiten.


Am Samstag und Sonntag stehen die ersten zwei von insgesamt vier Ausscheidungsrennen für einen Platz im Weltcup an. In dieser Woche ging es in Winterberg erstmal wieder in die Bobbahn. Wie war es?

Es war ein tolles Gefühl, endlich wieder fahren zu können. Auch das Eis war für diese frühe Phase erstaunlich gut. Das hat schon alles gut geklappt.

Und auch das Team ist in Form?

Ja, davon gehe ich stark aus. Meine drei Anschieberinnen haben echt eine tolle Vorbereitung hingelegt. Die sind alle bärenstark. Deborah (Levi) ist sogar mega drauf und hat eine extrem gute Frühform.


Erstmals mit dabei ist neben Vanessa Mark auch noch Cynthia Kwofie...

Ja, sie kommt aus der Leichtathletik und ist eine richtige Startrakete. Sie ist neu im Bobsport und wird jetzt erstmal langsam herangeführt.

Wollen in den Bob-Weltcup: (v.l.) Mariama Jamanka, Annika Drazek und die Unnaer Pilotin Laura Nolte.

Wollen in den Bob-Weltcup: (v.l.) Mariama Jamanka, Annika Drazek und die Unnaer Pilotin Laura Nolte. © Berkemeyer


Um im Weltcup starten zu dürfen, muss nach Ende der Selektionsrennen ein Platz unter den besten Dreien her. Das klappt dann also?

Das wird extrem schwer. Wir haben mit Mariama Jamanka, Stephanie Schneider, Kim Kalicki und mir gleich vier Pilotinnen, die richtig stark sind. So groß war die Konkurrenz noch nie. Da werden wir alles reinwerfen müssen.

Apropos Konkurrenz im eigenen Lager. Spürt man, dass ihr Konkurrentinnen seid, oder wie ist das Klima zwischen den Teams?

Das ist völlig normal. Wir gehen sehr freundschaftlich miteinander um und helfen uns gegenseitig. Alles andere wäre auch kontraproduktiv.

Wir erinnern uns alle noch an das Bild, wo Sie letztes Jahr nach Ihrem Weltcup-Debüt mit Ihrer Mutter Arm in Arm gefeiert haben. Das wird diese Saison wohl ausfallen.

Ja, es ist schade, dass keine Zuschauer dabei sein dürfen. Das wird wohl auch das Szenario für die komplette Saison sein. Aber auch damit kommen wir klar. Die anderen fiebern dann halt von zuhause aus mit.

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