Auf ihrer Heimbahn in Winterberg zählt Laura Nolte aus Unna immer zu den Favoriten. Bei der Junioren-WM am Wochenende allerdings nicht - aus taktischen Gründen.

Unna

, 04.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zu Jahresbeginn holte die 21-jährige Bobpilotin aus Unna in ihrem ersten Weltcup-Rennen zusammen mit Anschieberin Deborah Levi auf Anhieb den dritten Platz. Ein erstes echtes Ausrufezeichen der Debütantin, die noch einen ersten und einen zweiten Platz in den weiteren Rennen folgen ließ. Zuletzt wurde sie in St. Moritz Sechste.

Bei so guten Platzierungen sollte doch ein Start bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Winterberg feststehen. Ist es aber nicht. Laura Nolte wird erst gar nicht an den Start gehen. Und die Begründung ist durchaus plausibel: „Ich werde nicht starten, weil das deutsche Team möchte, dass Kim Kalicki in Winterberg den Sieg einfährt“, erklärte Laura Nolte am Wochenende in der Schweiz. „Gelingt ihr das, dann hat Deutschland bei der Weltmeisterschaft in Altenberg vier statt drei Startplätze. Die Junioren-Weltmeisterin erhält nämlich zusätzlich ein Startrecht.“

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Unnas Sportlerin des Jahres kann sich aktuell in ihrer Heimat am Hellweg auf die WM vorbereiten und entspannt. Den Weltcup im lettischen Sigulda lässt sie ausfallen, weil sie hier auch zuletzt gestürzt ist. „Wir wollen vor der WM nichts riskieren“, sagt die Studentin. Nach der WM ist ihre Saison dann auch schon wieder gelaufen. Aktuell rangiert sie im Weltcup in der Top-Ten auf Platz acht.

„Ich kann kaum beschreiben, wie glücklich über den bisherigen Saisonverlauf bin“, beschreibt die Bobpilotin. „Ich hätte das alles vorher so nie erwartet und ich bin so dankbar, dass ich die Gelegenheit hatte, all das zu erleben.“

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