Unnas Bobpilotion Laura Nolte achtet auf ihre optimale WM-Linie (mit Video)

dzBobsport

Europameisterin ist sie schon, U23-Weltmeisterin auch. Jetzt will Bobpilotin Laura Nolte aus Unna bei den Großen mitmischen. Dazu achtet sie vor allem auf die optimale Linie.

Unna

, 19.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei den Junioren gibt Laura Nolte aus Unna im Bob-Zirkus bereits den Ton an. Erste Titel hat das noch junge Bob-Küken aus der Kreisstadt bereits geholt. Doch bei der Weltmeisterschaft 2020 in Altenberg will sich die 20-Jährige mit den Großen des Sports messen. Sportredakteur Thorsten Teimann sprach mit der Bobpilotin über ihre erste Verletzung, Anschubtests und eine zweifache Weltmeisterschaft.

Der Sommer ist vorbei und die ersten Wintersport-Wettbewerbe sind in Sicht. Laura Nolte, wie geht es Ihnen eigentlich?

Danke der Nachfrage, es geht mir gut. Nachdem ich mir im Juni meine erste Verletzung in meiner Sportkarriere überhaupt zugezogen habe, bin ich wieder auf einem guten Wege. Mitte des Jahres habe ich mir im Sprinttraining eine Sehne gerissen, was erst nach einem MRT diagnostiziert wurde. Somit war ich erstmal sechs bis acht Wochen außer Gefecht gesetzt. Ja, das nennt man einen Rückschlag.

Aber Sie sind jetzt wieder „im Rennen“!?

Ja, das kann man so sagen. Wir hatten am vergangenen Wochenende in Oberhof die ersten Anschub-Tests und ich kann mit meinem Resultat zufrieden sein. Unter den Bob-Pilotinnen wurde ich Vierte hinter Kim Kalicki, Maureen Zimmer und Lisa Buickwitrz. Das ist ein überraschend gutes Ergebnis für mich, zumal ich gerade einmal zwei Wochen im Training bin. Ich war gerade einmal vier Hundertstel dahinter.

Haben Sie denn nicht Angst, dass erneut eine Verletzung auftritt, die Sie dann noch länger wieder zurückwirft?

Naja, Bedenken hat man irgendwie immer. Die Trainingswoche davor habe ich in der Tat nur mit Halbgas trainiert. Das geht. Der Bundestrainer sagt, dass es eine reine Kopfsache sei. Ist der Kopf frei, dann gibt der Athlet eben auch Vollgas.

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Mit wem sitzen Sie denn in dieser Saison im Bob?

In den Selektionsrennen werde ich wieder mit Deborah Levi in den Schlitten springen - und die ist in dieser Saison richtig gut. Die Tests der Anschieberinnen in Oberhof hat sie mit fünf Hundertstel Sekunden Vorsprung sogar gewonnen. So können wir uns im Auswahlverfahren vermutlich gut behaupten.

Es stellt sich wie immer die Frage, ob Sie in der neuen Saison im Welt-Cup oder im Europa-Cup an den Start gehen!?

Ich weiß nicht, ob es für den Welt-Cup reicht. Der Welt-Cup startet in Übersee, er hat viele Bahnen und wird nach hinten raus noch richtig anstrengend. Vielleicht wäre ein Jahr Europa-Cup für mich noch gut, da kann ich mich weiterentwickeln. Für meine Anschieberin geht es dann aber wohl in den Welt-Cup - bei den Zeiten.

Wie formulieren Sie also in dieser Saison ihr Ziel?

Vor allem möchte ich rasch zu alter Form und im Eiskanal die optimale Linie finden. Durch gute Leistungen möchte ich mich dann auch gut platzieren. Das erste große Ziel ist dieTeilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft. Die steigt 2020 auf meiner Heimbahn in Winterberg, sodass ich mir gute Chancen ausrechnen kann, wenn es alles rund läuft.

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Im nächsten Jahr soll also wieder der WM-Titel bei den Junioren her?

Ja, das sollte mein Ziel sein. Vor allem aber, weil der Junioren-Weltmeister für die anschließende WM in Altenberg eine Wildcard bekommt und dann bei den Wettbwerben der Besten mitfahren darf. Das ist schon ein ganz besonderer Reiz. Ich setze mich jetzt aber nicht unter Druck.

Was steht als Nächstes an?

Am 5. Oktober gibt es nochmals einen Team-Test in Oberhof und ab Mitte Oktober beginnt dann endlich das Bobfahren. Das erste Selektionsrennen steigt am 10. November. Dann weiß ich schon einmal mehr.

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