Kugelstoßerin Julia Ritter fehlt ein halber Meter zum DM-Titel

dzLeichtathletik

Es hat am Ende nicht gereicht. Julia Ritter aus Oberaden ist Deutsche Vizemeisterin im Kugelstoßen. Zum Titel bei den nationalen Titelkämpfen in Braunschweig fehlte ein halber Meter.

Oberaden

, 09.08.2020, 13:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Titel bei den vor allem heißen Wettbewerben ohne Zuschauer in Braunschweig holte sich Ritters ewige Rivalin Alina Kenzel vom VfL Wailblingen. Kenzel stieß die Kugel im dritten Versuch mit 17,96 Meter nah an die 18-Meter-Marke. Julia Ritter vom TV Wattenscheid hatte im ersten Versuch mit 17,47 Meter ihren Bestwert. Den konnte sich in den anschließenden Durchgängen nicht mehr toppen. Beide Athletinnen schafften aber im Feld als einzige Stöße über die 17 Meter. Die Hitze setzte alle Athletinnen merklich zu.

Hoffnung auf den Titel war groß

Dabei war die Hoffnung auf den DM-Titel im Vorfeld groß. Deutschlands Kugelstoß-Star Christina Schwanitz war zu den DM-Wettbewerben erst gar nicht angereist, sodass sich die Konkurrentinnen mehr ausrechneten. Dazu zählte auch Julia Ritter. Daraus wurde dann aber nichts.

Jetzt lesen

Am Sonntag nun folgten die Wettkämpfe im Diskuswerfen. Hier sprang die Oberadenerin erneut aufs Treppchen und wurde Dritte. Mit 55,80 Meter im ersten Versuch blieb sie hinter ihren Erwartungen, ihr Bestwert liegt bei 59,64 Meter. Immerhin will Julia Ritter in nächster Zeit die 60 Meter knacken. Die Deutsche Meisterin Kristin Pudenz (SC Potsdam) schleuderte die Scheibe im fünften Versuch auf 62,30 Meter. Platz zwei ging an Claudine Vita vom SC Neubrandenburg, die 58,07 Meter schaffte.

„Zwei Medaillen in zwei verschiedenen Disziplinen, das ist schon klasse. Ich bin super happy, dass es jeweils zu Edelmetall reichte. Unter diesen Hitzebedingungen haben alle Teilnehmerinnen in den Wettbewerben nicht ihre Bestleistungen abrufen können. Da ging es am Ende darum, das Beste bei diesen Temperaturen herauszuholen“, erklärte Julia Ritter am Sonntagnachmittag in Braunschweig.

Keine Zuschauer in Braunschweig

Die Titelkämpfe in Niedersachsen wurden Corona-bedingt unter Auschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Siegerehrungen im üblichen Maße fanden nicht statt. Stattdessen mussten sich die Deutschen Meister und die Platzierten ihre Medaillen und Urkunden im Wettkampfbüro abholen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Fußball
Fußballerin springt Kniescheibe heraus: „Ich wurde wegen der Schmerzen sofort narkotisiert“
Hellweger Anzeiger Fußball
Neubewertung bei Sport-Lockdown - FLVW berät mit den Kreisvorsitzenden neue Szenarien