Der SuS Oberaden hat erstmals eindrucksvoll das Turnier des BSV Heeren gewonnen. Kurios war es vor allem zuvor bei der Wahl des Schiedsrichters.

von Christoph Golombek

Heeren

, 22.12.2019, 21:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erstmalig nicht am zweiten Weihnachtsfeiertag rollte die Lederkugel in der Heerener Sporthalle. Anders als im letzten Jahr konnte Gastgeber BSV Heeren zwölf Mannschaften finden, die um den begehrten Wanderpokal spielten. Kurzfristig sagten den BSV der VfK Weddinghofen und der SSV Mühlhausen ab, dafür stellte der FC Overberge kurzfristig eine zweite Mannschaft, Nachbar SuS Lünern trat mit einem Mix aus erster und zweiter Mannschaft an und rettete damit den Turniermodus.

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Fußballerisch wussten beim Hallenkick vor allem der SuS Oberaden und Ligakonkurrent SV Langschede zu überzeugen. Während der SuS Oberaden ohne Punktverlust als Gruppensieger ins Viertelfinale einzog, tat sich der SV Langschede etwas schwerer und löste das Viertelfinal-Ticket nur als Zweitplazierter. Dies sorgte allerdings dafür, dass beide Teams erst im Endspiel aufeinander trafen. Im Finale erwischte der SuS Oberaden den besseren Start und ging in der zweiten Minute durch Varlikan Karakök in Führung. Nach diesem Treffer wurde das Finale - im Gegensatz zu den übrigen Turnierspielen - immer hektischer. Schiedsrichter Tim Schmidt musste gleich drei Mal eine Zeitstrafe ausprechen. Oberaden nutzte die kurzzeitige Überzahl und erhöhte durch Serhat Yilmaz auf 2:0. Langschede antwortete durch einen von Seeling verwandelteten Strafstoß zum 2:1. Der SVL rannte an, doch die Schwarz-Gelben scheiterten immer wieder an SuS-Keeper Erik Lenschmidt. Als Joshua Kasch kurz dem Ende das 3:1 erzielte war das Finale entschieden, doch die Schlusspointe gehörte wieder Lenschmidt, der in der Schlussminute noch einen weiteren Strafstoß parierte. „Wenn man bedenkt, dass bei uns noch einige gute Hallenzocker fehlten, war das schon eine ziemlich gute Leistung“, jubelte SuS-Coach Birol Dereli nach der Siegerehrung.

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Herren-Fußballturnier BSV Heeren

22.12.2019
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Turnier BSV Heeren© Golombek
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Neben den beiden Finalisten spielte auch der SV Frömern ein ordentliches Turnier. Ohne Punktverlust setzte sich der SVF in seiner Gruppe durch und wurde erst im Halbfinale durch den Lokalrivalen aus Langschede gestoppt. Der SVL siegte, genau wie schon im Viertelfinale gegen den VfL Kamen, im Neunmeterschießen. Im Spiel um den dritten Platz setzte sich Frömern dann gegen Overberge durch und freute sich am Ende über den dritten Platz.

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Das wohl verrückteste Spiel des Turniers lieferten sich die beiden Teams des FC Overberge, die im Viertelfinale aufeinander trafen. Trainer Christian Jagodzinski verfolgte die Partie von der Tribüne aus und sah einen munteren Kick, der 4:4 endete und ebenfalls im Neunmeterschießen entschieden wurde. Auch vor dem Halbfinale zwischen dem FC Overberge und dem SuS Oberaden kam es in Heeren zu einer Kuriosität. Da die beiden Schiedsrichter Michael Haverkamp und Tim Schmidt jeweils für einen der beiden Vereine aktiv sind, wurde der Unparteiische vor der Partie ausgelost. Haverkamp wurde gezogen und leitete die Partie ohne Probleme.

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Gastgeber BSV Heeren kam in der Gruppe A lediglich zu zwei Unentschieden. Diese reichten jedoch, um ins Viertelfinale einzuziehen da die SpVg Bönen in der Gruppe B auch auf zwei Punkte kam, aber ein schlechteres Torverhältnis vorweisen konnte. Im Viertelfinale lagen die Heerener gegen den späteren Sieger aus Oberaden schnell mit 0:3 im Hintertreffen. Heeren kam zwar noch auf 2:3 heran, schied aber dann trotzdem aus. Ebenfalls im Viertelfinale hatten die Teams der SG Massen und des VfL Kamen das Nachsehen. In der Gruppenphase schieden bereits der SuS Lünern, die SpVg Bönen, der Kamener SC und RW Unna aus.

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