Kreisligist BSV Heeren muss sich einen neuen Trainer suchen

dzFußball-Kreisliga A (2)

Mit dem jüngsten 8:1 gegen den SV Bausenhagen hat sich der BSV Heeren im Tabellenkeller Luft verschafft. Trotzdem muss sich der Kreisligist einen neuen Trainer suchen.

Heeren

, 05.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am dritten Spieltag Spitzenreiter der heimischen Elite-Kreisliga - und von da an ging’s bergab. Der BSV Heeren hat in dieser Saison alle Höhen und Tiefen des Amateurfußballs erlebt.

Zuletzt musste ein wichtiger Sieg gegen Kellerkind SV Bausenhagen her, den Trainer Sebastian Eckei dann aber auch mit einem 8:1 erlösend einfuhr.

Dennoch: Der Kamener Vorort-Club muss sich einen neuen Trainer suchen - und zwar zur neuen Spielzeit. Coach Eckei teilte der Mannschaft am Dienstagabend mit, dass er für eine weitere Saison nicht mehr zur Verfügung steht. Im Interview erklärt mit unserer Sportredaktion erklärt er die Gründe für diese Entscheidung.

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? Sie hören am Saisonende bei ihrem Stammverein BSV Heeren auf, woran liegt das?

Als ich hier angefangen habe, hätte ich nicht einmal gedacht, dass ich das ein, zwei Jahre überstehe. Jetzt bin ich im fünften Jahr beim BSV Heeren tätig. Ich denke einfach, dass es nun aber wieder Zeit für Veränderungen ist - für den Verein, für die Mannschaft und am Ende wohl auch für mich. Zudem werde ich im Mai nächsten Jahres Vater von Zwillingen, da kommt eine neue Herausforderung auf mich zu, die ich schon mit viel Freude erwarte.

? Zu Beginn sind Sie vom Spieler in das Traineramt aufgestiegen. Das war doch ein großer Schritt!?

Okay, die Mannschaft hat es mir einfach gemacht. Die, die schon mit mir gespielt haben, haben ja zugestimmt. Darüber hinaus kamen viele junge Nachwuchsakteure ins Team, die ich zuvor schon in der Jugend trainiert hatte, sodass der Konkurrenzkampf stets groß war. Alle haben mich aber auch immer als Trainer respektiert, dann klappt das auch.

Kreisligist BSV Heeren muss sich einen neuen Trainer suchen

Das Trainerduo Sebastian Eckei (re.) und Michael Mai beendet am Saisonende seine Trainertätigkeit beim BSV Heeren. © Michael Neumann

? Glauben Sie, dass Ihr Vater - gleichzeitig Vorsitzender - ein großes Risiko eingegangen ist?

Ich glaube schon, das Risiko war groß. Es gibt ja auf allen Sportplätzen Kritiker, die erst einmal alles mit einer gehörigen Portion Skepsis sehen - zumal das mein erster Trainerposten bei einer Seniorenmannschaft ist. Am Ende haben wir das aber doch ganz gut gemeistert und sind ja auch noch bis Sommer nächsten Jahres gemeinsam damit beschäftigt.

? Mit den Vaterfreuden endet dann die Trainertätigkeit?

Nein, nicht unbedingt. Ich lasse das alles erst einmal locker auf mich zukommen und sehe dann, wie sich alles entwickelt. Grundsätzlich bin ich immer für Vereine ansprechbar. Dass ich und auch mein Co-Trainer Michael Mai aufhören, wollte ich meinem Verein aber frühzeitig mitteilen. Das gibt Klarheit und ist nur fair.

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? Wie erklären Sie sich eigentlich diese sportliche Talfahrt - vom Spitzenreiter knapp vor die rote Zone?

Ich wusste von Beginn an, dass es schwer wird. Wir hatten zehn Neuzugänge, die wir in den Kader einbauen mussten. Viel schwerer wog allerdings der anschließende Ausfall verschiedener Stammkräfte. Ernst & Ernst (Felix und Thilo Ernst; Anm. d. Red.) sind nicht regelmäßig dabei; ein Arne Volkmer spielt meist immer angeschlagen. Dazu konnten Alex Schmidt, Matthias Böcker, Lennart Joost oder Martin Herbort nicht immer trainieren, fielen aus oder fehlten. Das machte sich dann im Spiel und am Ende auch im Ergebnis bemerkbar. Auf der anderen Seite kann ich mittlerweile sagen, dass jeder Gegner gegen den BSV Heeren kämpfen muss, wenn er etwas mitnehmen will.

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